Eishockey in Weißwasser
: Füchse schaffen nächste Überraschung – „Kassel ist nervös“

Die Lausitzer Füchse liefern den Kassel Huskies auch in Spiel sechs des Playoff-Viertelfinales einen großen Kampf. Weißwasser gelingt ein Traumstart – der Rest ist ein denkwürdiges Eishockey-Spiel gegen den Topfavoriten.
Von
Frank Noack
Weißwasser
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  • Jake Coughler (links) und Goldhelm Lane Scheidl von den Lausitzer Füchsen setzen in dieser Szene die Kassel Huskies unter Druck.

    Jake Coughler (links) und Goldhelm Lane Scheidl von den Lausitzer Füchsen setzen in dieser Szene die Kassel Huskies unter Druck.

    Thomas Heide
  • Trainer Bill Stewart nahm bereits nach sieben Minuten eine Auszeit für die Kassel Huskies.

    Trainer Bill Stewart nahm bereits nach sieben Minuten eine Auszeit für die Kassel Huskies.

    Thomas Heide
  • Die Lausitzer Füchse jubelten über eine schnelle Zwei-Tore-Führung im ersten Drittel. Hir freuen sich Jake Coughler (links) und Lane Scheidl.

    Die Lausitzer Füchse jubelten über eine schnelle Zwei-Tore-Führung im ersten Drittel. Hir freuen sich Jake Coughler (links) und Lane Scheidl.

    Thomas Heide
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Diese Lausitzer Füchse sind einfach nicht kaputtzukriegen. Mit dem 4:2-Heimsieg gelang Weißwasser nicht nur die nächste Überraschung gegen die Kassel Huskies, sondern auch der Ausgleich in diesem Playoff-Viertelfinale.

Der Eishockey-Wahnsinn in Weißwasser geht weiter! „Es war eine unglaubliche Stimmung – großes Dankeschön an alle Beteiligten. Das hat uns viel Kraft und Energie gegeben. Kassel hat viel Druck gemacht. Aber wir haben uns nicht brechen lassen“, bilanzierte Füchse-Trainer Petteri Väkiparta.

Das siebte und entscheidende Spiel in der Serie nach dem Modus „best of seven“ findet am Dienstag in Kassel statt (19.30 Uhr). Die 2975 Zuschauer in der ausverkaufen Eisarena erlebten am Sonntagabend erneut ein denkwürdiges Spiel gegen den Aufstiegs-Topfavoriten.

Die Lausitzer Füchse hatten am Freitag mit einem 6:3-Auswärtssieg in Kassel für die Fortsetzung der Playoff-Serie gesorgt. Nach einem 0:2-Rückstand schockte Weißwasser den haushohen Favoriten im zweiten und dritten mit jeweils drei Toren. Im Vergleich zum Freitag wollte Verteidiger Kristian Blumenschein zwar in Spiel sechs ins Team zurückkehren – nach der Erwärmung musste der Verteidiger aber ebenso wie Toni Ritter aber aufgeben.

Denkwürdiger Start der Füchse

Der verletzte Kapitän Clarke Breitkreuz und die Fans sahen ein denkwürdiges erstes Drittel. Durch die Tore von Lane Scheidl in der 4. Minute und Dominik Grafenthin (7.) lag Weißwasser schnell 2:0 in Führung. Danach nahm Gäste-Trainer Bill Stewart eine Auszeit. „Kassel ist nervös“, sangen die Füchse-Fans.

Denkwürdig war auch das martialische Pausen-Interview von Joel Keussen bei SpradeTV. „Es ist große Scheiße, wie wir angefangen haben. Wir müssen jetzt jeden Weißwasseraner über den Haufen fahren und den Scheißpuck reinbringen“, sagte der sichtlich angefressene Huskies-Verteidiger.

Kassel kämpfte sich im zweiten Drittel mit zwei Treffern und großem Aufwand ins Spiel zurück. Andrew Bodnarchuk (25.) und Alec Ahlroth (35.) trafen. Ville Järveläinen (50.) brachte Weißwasser erneut in Führung. Sebastian Zauner sorgte dann eine Sekunde vor Schluss mit einem Schuss ins leere Tor für den 4:2-Endstand (60.) und erzwang Spiel sieben am Dienstag in Kassel. „Es ist in dieser Liga ein Privileg, Spiel sieben bestreiten zu dürfen. Wir freuen uns auf Dienstag“, blickte Väkiparta voraus.

Berichtigung in eigener Sache

In eigener Sache: In unserem Bericht vom Spiel am Freitag in Kassel hatten wir in einigen Ausgaben geschrieben, dass Anhänger aus Weißwasser im Kasseler Fanblock aufgetaucht seien und deshalb Polizei und Ordner eingreifen mussten. Wir stellen hiermit richtig, dass es sich dabei weder um Anhänger aus Weißwasser noch aus Kassel handelte. Wir bitten darum, den Fehler zu entschuldigen.

Lausitzer Füchse – Kassel Huskies 4:2 (2:0, 0:2, 2:0)

Tore: 1:0 Scheidl (4.), 2:0 Grafenthin (7.), 1:2 Bodnarchuk (25.), 2:2 Ahlroth (35.), 3:2 Järveläinen (50.), 4:2 Zauner (60.); Schiedsrichter: Brill Becker; Zuschauer: 2975 (ausverkauft); Strafminuten: 10/8.

Playoff-Stand („best of seven“): 3:3.

Das nächste Spiel: Kassel Huskies – Lausitzer Füchse am Dienstag um 19.30 Uhr.