Eishockey in Weißwasser: Dramatischer Sieg der Lausitzer Füchse – Scheidl lässt Fans jubeln
Dramatischer Doppelsieg für die Lausitzer Füchse: Weißwasser gewinnt auch das zweite Pre-Playoff-Spiel beim EC Bad Nauheim und zieht ins DEL2-Viertelfinale ein. Die Füchse setzten sich am Freitagabend in der Serie nach dem Modus „best of three“ mit 3:2 nach Verlängerung in Bad Nauheim durch.
Die Entscheidung fiel erst in der zweiten Verlängerung. Lane Scheidl traf in der 94. Minute zum Siegtreffer für die Gäste und ließ die mitgereisten Fans euphorisch jubeln.
Im Viertelfinale trifft Weißwasser ab Mittwoch auf Hauptrunden-Sieger und Aufstiegs-Favorit Kassel Huskies. Im zweiten Pre-Playoff-Duell setzte sich Ravensburg ebenfalls in zwei Spielen gegen Freiburg durch.
Järveläinen trifft für Lausitzer Füchse
Nur 48 Stunden nach dem 2:1-Sieg der Lausitzer Füchse nach Verlängerung am Mittwochabend standen sich beide Teams erneut gegenüber – diesmal in Bad Nauheim. Exakt 537 Kilometer liegen zwischen dem Fuchsbau und dem Colonel-Knight-Stadion in Bad Nauheim. Von den sogenannten Busbeinen war bei den Gästen aus Weißwasser nichts zu spüren. Die Füchse – bei denen erneut Jonas Stettmer von Kooperationspartner Eisbären Berlin im Tor stand – waren gleich gut im Spiel. Sie gingen in der 19. Minute durch Ville Järveläinen in Führung.
Aber die Führung hielt nicht lange. Unmittelbar nach Wiederbeginn traf Tim Coffman in Überzahl zum 1:1-Ausgleich (21.). Bad Nauheim war in der Hauptrunde die beste Überzahlmannschaft der DEL2 und nutzte den numerischen Vorteil auch diesmal mit einem schönen Spielzug. Vor 4013 Zuschauern lauerten die Gäste aus Weißwasser in erster Linie auf Konter. Vor allem die Sturmreihe mit Goldhelm Roope Mäkitalo, Lane Scheidl und Jake Coughler verbuchte einige gute Möglichkeiten.
Im dritten Drittel wurde es dann endgültig dramatisch. Nach dem 2:1 für Bad Nauheim durch Kevin Schmidt (53.) standen die Gäste mit dem Rücken zur Wand. Trainer Petteri Väkiparta nahm den Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. In der 59. Minute erzielte Lane Scheidl den 2:2-Ausgleich und erzwang doch noch die Verlängerung.
„In der Verlängerung hieß es arbeiten, arbeiten, arbeiten. Du musst die vielen Kleinigkeiten richtigmachen. Heute ist die Münze zur richtigen Seite gefallen. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft“, bilanzierte Füchse-Coach Petteri Väkiparta bei der Pressekonferenz kurz vor Mitternacht.
EC Bad Nauheim – Lausitzer Füchse 2:3 n.V. (0:1, 1:0, 1:1/0:1)
Tore: 0:1 Järveläinen (19.), 1:1 Coffman (21.), 2:1 Schmidt (53.), 2:2 Scheidl (59), 2:3 Scheidl (94.); Schiedsrichter: Steingroß/Janssen; Zuschauer: 4013; Strafminuten: 16/14.
Pre-Playoff-Stand („best of three“): 0:2.



