Dynamo Dresden unter Druck
: Wackelt Trainer Stamm? Das sagt Sportchef Brendel

Nach acht Spielen von Dynamo Dresden ohne Sieg in der 2. Fußball-Bundesliga wird auch über Thomas Stamm diskutiert. Wackelt der Trainer? Sportchef Thomas Brendel redet Klartext.
Von
Frank Noack
Dresden
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Spvgg Greuther Fuerth vs. SG Dynamo Dresden, Fussball, 2. Bundesliga, DFL, Saison 2025/2026, Hinrunde, 1. Spieltag, 03.08.2025: links nach rechts: Cheftrainer Thomas Stamm SG Dynamo Dresden mit Geschaeftsfuehrer Thomas Brendel SG Dynamo Dresden, Spvgg Greuther Fuerth vs. SG Dynamo Dresden, DFL, 2. Bundesliga, Saison 2025/2026, Hinrunde, 1. Spieltag, 03.08.2025 DFB regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video Fuerth Bayern Deutschland *** left to right Head coach Thomas Stamm SG Dynamo Dresden with managing director sports Thomas Brendel SG Dynamo Dresden , Spvgg Greuther Fuerth vs SG Dynamo Dresden, DFL, 2 Bundesliga, Saison 2025 2026, Hinrunde, 1 Spieltag, 03 08 2025 DFB regulations prohibit any use of photographs as image sequences and or quasi video Fuerth Bayern Germany Copyright: xkolbert-press/MartinxAgüerax

Trainer Thomas Stamm und Sportchef Thomas Brendel wollen Dynamo Dresden gemeinsam zum Klassenerhalt in der 2. Bundesliga führen.

Imago/kolbert-press/Martin Agüera
  • Dynamo Dresden steht nach acht Spielen ohne Sieg in der 2. Bundesliga unter Druck.
  • Sportchef Thomas Brendel spricht Trainer Thomas Stamm trotz Kritik vollstes Vertrauen aus.
  • Das Duell gegen den 1. FC Nürnberg am Freitag soll die Wende bringen.
  • Brendel schließt Änderungen an der Spielidee und Transfers in der Winterpause nicht aus.
  • Ziel bleibt der Klassenerhalt, trotz großer Konkurrenz und wirtschaftlicher Herausforderungen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Dynamo Dresden hängt in der 2. Fußball-Bundesliga im Tabellenkeller fest. Der Aufsteiger hat acht Spiele in Folge nicht gewonnen. Spätestens seit dem harmlosen Auftritt bei der 0:2-Niederlage gegen Hertha BSC wird auch über Cheftrainer Thomas Stamm diskutiert.

Ist das anstehende Kellerduell gegen den 1. FC Nürnberg am Freitag (18.30 Uhr) schon ein Schicksalsspiel für Stamm? Nein, sagt Sportchef Thomas Brendel klipp und klar. Er äußerte sich in einer Medienrunde zur angespannten Situation bei den Schwarz-Gelben.

Thomas Brendel über die Niederlage bei Hertha BSC: „Wir haben in der zweiten Halbzeit keinen guten Auftritt hingelegt. Hertha hat das Ergebnis dann verwaltet, ohne sich großartig anstrengen zu müssen. Uns hat nach vorn die Durchschlagskraft gefehlt, die wir in vielen Spielen zuvor schon gezeigt haben. Und ein weiteres Thema ist, dass wir zu viele Gegentore kriegen.“

Thomas Brendel über die aktuelle Situation: „Wir haben gewusst, es wird eine ganz schwere Saison, in der bei uns alles zusammenpassen muss. Wir haben jetzt den 12. Spieltag vor der Brust, insgesamt sind 34 Spieltage zu gehen. Das Ziel ist der Klassenhalt. Wann wir den Klassenerhalt erreichen, ist egal. Hauptsache er tritt ein – je früher, desto besser.“

Thomas Brendel über die Zukunft von Thomas Stamm: „Der Cheftrainer und das Trainerteam genießen weiterhin vollstes Vertrauen. Ich habe da keine Gedanken an irgendetwas anderes. Ich vertraue unserem Trainer, der zu den Besten gehört. Das hat er in der Vergangenheit schon bewiesen.“

Thomas Brendel über ein mögliches Schicksalsspiel für Stamm gegen Nürnberg: „Diese Frage stellt sich für Freitag überhaupt nicht und auch für danach nicht. Der Trainer wird auch nach dem Freitagspiel Thomas Stamm heißen. Davon bin ich nicht nur sportlich überzeugt, sondern auch menschlich überzeugt. Sicherlich hätten wir das schon nach dem letzten Spieltag nochmal klarstellen sollen. Aber so, wie wir intern inhaltlich miteinander umgehen, ist das eigentlich bekannt. Thomas Stamm ist die beste Lösung für uns – daran hat sich nichts geändert.“

Gibt es bei Dynamo Neuzugänge in der Winterpause?

Thomas Brendel über mögliche Wege aus der Krise: „Ich will jetzt keine Floskeln nehmen, aber im Fußball kann es auch ganz schnell gehen. Wenn du ein Spiel gewinnst, ist zwar vielleicht nicht alles gut, aber es kann dann eine gewisse Ruhe einkehren. Wir haben eine Mannschaft auf dem Feld, die immer konkurrenzfähig ist. Es wird wahrscheinlich auch am Freitag gegen Nürnberg ein knappes Spiel werden. Wir müssen versuchen, dieses Momentum auf unsere Seite zu ziehen. Wir müssen gemeinsam verteidigen, viel vom Tor weghalten und zu Hause mit der Unterstützung unserer Fans einfach diesen Heimsieg herbei kämpfen, herbei spielen und herbeisehnen.“

Thomas Brendel über eine mögliche Änderung der Spielidee: „Wir haben sehr viel Ballbesitz und dominieren zumindest phasenweise den Gegner im Spiel. Am Schluss ziehst du aber die Spiele nicht – das ist der springende Punkt. Das ist ein Ansatz, den das Trainerteam auf jeden Fall verfolgen muss. Du brauchst jetzt Ergebnisse, du brauchst Punkte, um eine gewisse Ruhe reinzukriegen. Da müssen wir natürlich alles überdenken, auch den Ansatz der Spielidee, aber auch die taktische Ausrichtung. Ich glaube, da ist Thomas mit seinem Team flexibel genug, um zu wissen, was für Freitag notwendig ist.“

Thomas Brendel über seinen persönlichen Anteil an der Situation: „Es ist ein Gemeinschaftsprojekt, das wir hier fahren, genau wie im vergangenen Jahr. Da sind wir nach den zwei Jahren des Nichtaufstiegs unter erschwerten Bedingungen gestartet. 18 Spieler waren weg, es gab ein neues Trainerteam. Auch damals haben wir die Ruhe behalten und sind unseren Weg kontinuierlich weitergegangen. Das wird auch in dieser Saison der Schlüssel sein, wenngleich die Konkurrenz größer geworden ist. Trotzdem haben wir eine realistische Chance, die Klasse zu halten.“

Thomas Brendel über Transfers in der Winterpause: „Wenn es so sein sollte, dass Korrekturen am Kader vorgenommen werden müssen, dann werden wir das tun, so wie wir es letztes Jahr auch gemacht haben. Ich will nochmal betonen, dass uns nur wegen des Aufstiegs in die 2. Liga jetzt die Spieler nicht nur so zufliegen. Wir haben es mit einer größeren Konkurrenzsituation und einer anderen wirtschaftlichen Situationen zu tun. Wir haben zwar ein gutes Budget. Aber wir müssen es sehr sorgfältig einsetzen. Ich glaube, wir haben viele richtige Entscheidungen getroffen.“