Dynamo Dresden: Tag der offenen Tore – SGD rettet Remis gegen Hannover trotz Rot

Christoph Daferner von Dynamo Dresden jubelt nach dem Eigentor von Hannover 96 zum 1:1-Ausgleichstreffer.
Robert Michael/dpa- Dynamo Dresden holt beim 2:2 gegen Hannover 96 den ersten Heim-Punkt der Saison.
- Trotz Unterzahl ab der 54. Minute kämpft die SGD mit Moral und sichert das Remis.
- Tore: Eigentor Ghita (35.), Fröling (41.) für Dresden; Pichler (11.), Aseko (43.) für Hannover.
- Dynamo fehlen mehrere Spieler krankheitsbedingt, zwei Ersatztorhüter sitzen auf der Bank.
- Zuschauer feiern jede Abwehraktion der SGD in der hitzigen und spannenden Schlussphase.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Dynamo Dresden hat in einem wilden Spiel gegen Hannover 96 den ersten Heim-Punkt in der 2. Fußball-Bundesliga geholt. Die SGD kam gegen die als Spitzenreiter angereisten Niedersachsen zu einem 2:2 (0:0) und liegt damit weiterhin knapp vor den Abstiegsrängen. Der lange Zeit in Unterzahl spielende Aufsteiger zeigte viel Moral, verpasste allerdings auch im dritten Anlauf einen vollen Erfolg im heimischen Rudolf-Harbig-Stadion.
Die 31.733 Zuschauer sahen am Sonntagnachmittag eine torreiche erste Halbzeit. Benedikt Pichler schoss Hannover in der 11. Minute per Handelfmeter in Führung. Ein Eigentor durch Virgil-Eugen Ghita (35.) und der Treffer von Nils Fröhling (41.) brachten Dynamo zwischenzeitlich in Führung. Die Gäste glichen durch Nkili Aseko zum 2:2 Pausenstand aus (43.). Vinko Sapina Rot sah nach 54. Minuten die Rote Karte.
Bei Dynamo Dresden fielen mit Jonas Oehmichen, Jan-Hendrik Marx und Kofi Amoako nach Vereinsangaben „kurzfristig krankheitsbedingt aus“. Kurios: Deshalb saßen mit Lennart Grill und Daniel Mesenhöler diesmal gleich zwei Ersatztorhüter auf der SGD-Bank. Im Vergleich zum 2:2-Remis bei der SV Elversberg gab es eine Änderung in der Startelf: Nils Fröling begann anstelle von Amoako – allerdings in einer deutlich offensiveren Rolle. Neuzugang Vincent Vermej saß erstmals in einem Pflichtspiel auf der Bank.
Das Spiel begann mit einem Elfmeter-Schock aus Dynamo-Sicht. Konrad Faber prallte der Ball im Strafraum an die Hand – den fälligen Elfmeter verwandelte Benedikt Pichler sicher zur 1:0-Gästeführung (11.). Dresden war zwar gut im Spiel, aber es gab kaum zunächst Torchancen der Gastgeber. Nach 26 Minuten landete der Kopfball von Hannovers Ime Okon an der Latte.
Beim 1:1-Ausgleichstreffer in der 35. Minute profitierte Dynamo vom Eigentor durch Virgil-Eugen Ghita, dem der Ball nach Flanke von Vinko Sapina über den Scheitel ins lange Eck rutschte. Jetzt war die SGD deutlich besser im Spiel – Nils Fröling drückte kurz danach den abprallenden Ball aus Nahdistanz zur 2:1-Führung (41.) über die Linie.

Platzverweis gegen Dynamo Dresden: Vinko Sapina (links) kassiert für diesen Tritt in die Wade von Hannovers Enzo Leopold die Rote Karte.
Robert Michael/dpaAuch Halbzeit zwei begann mit einem Schock für Dynamo – Vinko Sapina holte sich in der 54. Minute eine Rote Karte für sein hartes Einsteigen gegen Enzo Leopold im Mittelfeld ab. „Es ist gestreckter Fuß, oberhalb des Knöchels – dann ist es schon Rot. Es ist eine klare Linie, die man fahren muss. Ich sage trotzdem, ich habe sehr wenig Tempo drin in der Aktion. Es war auch völlig unbeabsichtigt“, betonte der Rot-Sünder. Bitter für Dresden: Mit Sapina und dem kurzfristig erkrankten Kofi Amoako musste die SGD auf beide Spieler verzichten, die normalerweise das Zentrum dichtmachen sollen.
Der Rest des Spiels wurde bei drückender Hitze zu einem Unterzahl-Kraftakt für die Schwarz-Gelben. Hannover belagerte jetzt mit einem Mann mehr das Dynamo-Tor. Trainer Thomas Stamm reagierte mit einer Systemumstellung hin zur Fünferkette auf die Unterzahl und brachte mit Lars Bünning sowie Claudio Kammerknecht zusätzliche Defensivkräfte ins Spiel.
Die SGD kämpfte in der Schlussphase aufopferungsvoll und zitterte sich durch die achtminütige Nachspielzeit – die Zuschauer feierten jede gelungene Abwehraktion mit Beifall. Der Punktgewinn wurde am Ende fast wie ein Sieg bejubelt.
Das Fazit von Dynamo-Trainer Thomas Stamm: „Die frühe Rote Karte hat das Spiel gedreht. Danach haben wir es sehr kompakt gehalten, leidenschaftlich verteidigt. Hannover gehört aktuell zu den besten Mannschaften in der Liga. Deshalb sind wir mit diesem Punktgewinn in Unterzahl sehr zufrieden.“

