Dynamo Dresden: Strafe vom DFB ausgesetzt - K-Block darf gegen Darmstadt öffnen

Dynamo Dresden darf im anstehenden Heimspiel gegen den SV Darmstadt den K-Block öffnen. Das Verfahren über den Teilausschluss der Zuschauer wird auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.
Robert Michael/dpa- Dynamo Dresden darf gegen Darmstadt den K-Block öffnen – volles Stadion möglich.
- Das Schiedsgericht setzte das Verfahren zum Zuschauer-Teilausschluss aus.
- Ein möglicher Teilausschluss bleibt bestehen und wird voraussichtlich im Herbst verhandelt.
- Anlass waren Vorfälle gegen Hertha: Pyrotechnik, Platzsturm, 19 Minuten Unterbrechung.
- Mindestens 17 Menschen wurden verletzt, 77 Dresdner stürmten den Innenraum.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Dynamo Dresden ist mit seiner Klage beim Ständigen Schiedsgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gegen ein Urteil des DFB-Bundesgerichts erfolgreich. Das Bundesgericht hatte die SGD zu einem Zuschauerteilausschluss für das erste Heimspiel der neuen Saison verurteilt. Nun kann der Zweitligist jedoch im Spiel gegen Darmstadt 98 am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) die Blöcke K1 bis K5 öffnen, wie Dynamo mitteilte.
Nach schweren Vorfällen im Heimspiel gegen Hertha BSC am 4. April 2026 hatte das DFB-Sportgericht beide Vereine mit hohen Geldstrafen belegt und Dresden noch mit einem Teilausschluss der Zuschauer in zwei Heimspielen belegt. Die zweite Partie wurde dabei zur Bewährung bis Sommer 2027 ausgesetzt.
Dresden sah den Teilausschluss der rund 9.500 Zuschauer als Kollektivstrafe an und hatte dagegen Einspruch erhoben. Sowohl das Sportgericht als auch das Bundesgericht des DFB wiesen die Einsprüche ab, sodass nun das Ständige Schiedsgericht entscheiden musste und das Verfahren aussetzte, das laut Dynamo nun „voraussichtlich im Herbst durchgeführt“ werde. Ein möglicher Teilausschluss der Zuschauer ist damit nicht vom Tisch, wird aber bis zu einem endgültigen Urteil verschoben.
Mindestens 17 Personen bei Randale im Hertha-Spiel verletzt
Beim Spiel gegen die Berliner in der vergangenen Saison wurden im Dresdner Zuschauerblock insgesamt 27 pyrotechnische Gegenstände entzündet. Nachdem es zuvor zu erheblichen Auseinandersetzungen zwischen Anhängern beider Vereine sowie Mitarbeitern des Sicherheits- und Ordnungsdienstes gekommen war, überstiegen mindestens 77 Dresdner Anhänger aus dem Bereich des K-Blocks die Begrenzung zum Innenraum und rannten über das Spielfeld in Richtung des Gästeblocks.
Dabei wurden gezielt bengalische Feuer und Feuerwerksraketen auf Berliner Anhänger sowie in Richtung des Gästeblocks abgefeuert. Das Spiel musste für 19 Minuten unterbrochen werden. Insgesamt wurden mindestens 17 Personen verletzt. (mit dpa)