Dynamo Dresden
: So nervt Spaßvogel Konrad Faber die Mitspieler im Trainingslager

Konrad Faber ist bei Dynamo Dresden im Trainingslager für die gute Laune zuständig. Im Interview berichtet der Verteidiger, wie er in der Sauna einheizt und warum er sich  in der Rückrunde viel Spaß erhofft.
Von
Frank Noack
Antalya
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Konrad Faber lachend im Teamhotel "Fame Residence Lara & Spa",                                                                                      
SG Dynamo Dresden, Trainingslager in Lara / Türkei, Wintertrainingslager, Fußball, Fussball, 2. Bundesliga, Zweite Liga, Saison 2025/2026, Antalya, Mannschaftshotel, Hotel, Fame Residence, Trainingscamp, 09.01.2026,
Foto: Lutz Hentschel

Konrad Faber verbreitet im Teamhotel von Dynamo Dresden in Antalya-Lara gute Laune. Lagerkolle? „Keine Chance“, versichert Faber.

Lutz Hentschel
  • Konrad Faber sorgt im Trainingslager von Dynamo Dresden in Antalya für gute Laune im Team.
  • Der 28-jährige Verteidiger gilt als Spaßvogel, der stets aktiv ist und Kollegen zu Aktivitäten motiviert.
  • Zimmerkollege Claudio Kammerknecht muss Fabers Energie vor dem Schlafen mit Voranmeldung managen.
  • Trotz seines Temperaments zeigt Faber im Training und bei Spielen vollen Einsatz und Ernsthaftigkeit.
  • Faber ist optimistisch für die Rückrunde und lobt den Teamgeist bei Dynamo Dresden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das Trainingslager von Dynamo Dresden in Antalya-Lara (Türkei) geht jetzt schon eine Woche. Setzt da bei den Spielern der Lagerkoller ein? „Keine Chance“, sagt Konrad Faber. Der 28-jährige Rechtsverteidiger ist der Spaßvogel im Team des Tabellenschlusslichts der 2. Fußball-Bundesliga.

Trotz der schwierigen Tabellensituation sprüht Konrad Faber vor Optimismus und Energie. Im Interview berichtet Faber, wie er in der Sauna einheizt und warum sein Zimmerkollege den Schlaf vorher anmelden muss.

Konrad Faber, Sie wirken hier im Trainingslager immer gut gelaunt. Den Begriff Lagerkoller oder Müdigkeit kennen Sie gar nicht, oder?
„Keine Chance. Bei mir gibt es keinen Mittagsschlaf, was hier ja viele Jungs gern machen. Herunterfahren ist ganz schwer bei mir. Ich hoffe aber, dass ich bei einigen meiner Kollegen nicht für einen Lagerkoller verantwortlich bin.“

Warum ist das nicht ausgeschlossen?
„Weil ich hier allen ein wenig auf die Nerven gehe. Weil ich die ganze Zeit irgendwas machen will. Ich will mit denen Tennis spielen oder Beachvolleyball – aber die wollen alle nicht. Denen ist es immer zu viel. Und dann machen sie Witze über mich.“

Wie sehr muss Zimmerkollege Claudio Kammerknecht bei Ihrem Temperament leiden?
„Er hat es neulich im Team schon mal erzählt: Wenn er schlafen gehen will, muss er das vorher bei mir anmelden. Weil: So direkt sagen, ich gehe jetzt schlafen – da kann ich ihn nicht gleich in Ruhe lassen. Er hat den anderen auch noch erzählt: ,Wenn ich um viertel nach elf sage, ich will schlafen gehen, lässt Konny mich so viertel vor zwölf dann endlich in Ruhe. Dann sagt er nichts mehr, macht keinen Blödsinn mehr und ich kann schlafen.‘ Deswegen hat Claudio sich angewöhnt, eine halbe Stunde bevor er schlafen geht, das bei mir anzumelden.“

Und wie lange hat Claudio Kammerknecht dann Ruhe vor Ihnen?
„Früh holt uns der Wecker beide raus. Dann wird zum Aufstehen ein schönes Lied angemacht, die Zähne werden geputzt und dann geht es direkt zum Frühstück.“

v.l.: Dominik Kother gegen Konrad Faber,
Training im "NEVER GIVE UP" Football Center in Lara,                                                                                    
SG Dynamo Dresden, Trainingslager in Lara / Türkei, Wintertrainingslager, Fußball, Fussball, 2. Bundesliga, Zweite Liga, Saison 2025/2026, Antalya, Mannschaftshotel, Hotel, Fame Residence, Trainingscamp, never give up, 08.01.2026,
Foto: Lutz Hentschel

Konrad Faber (rechts, Im Duell mit Dominik Kother) macht zwar gern Späße. Er weiß aber auch ernst, wenn es im Training ernst wird.

Lutz Hentschel

War das schon immer so, dass Sie Ihre Mitspieler begeistert haben?
„Ja, absolut. Ich glaube, ich war noch nie anders. Mein Akku ist immer voll. Darüber bin ich sehr froh. Mir macht das Spaß. Ich habe vielleicht einfach ein bisschen zu viel Energie. Das haben meine Eltern richtig gut hinbekommen.“

Man hört, Sie können nicht mal in der Sauna ruhig sein.
„Stimmt. Wir haben hier auch schon Faber’sche Aufgüsse gemacht. Alle Fans waren auch herzlich eingeladen. Da habe ich einen schönen Aufguss gemacht und natürlich alles ausführlich erklärt. Wir machen immer drei Runden. Verschiedene Wedel-Arten habe ich auch drauf. Ich habe langjährige Erfahrung im Sauna-Business. Vielleicht sollte ich eigene Düfte herausbringen (lacht).“

Darf man vorher aus der Sauna herausgehen, wenn es zu heiß wird?
„Na klar. Aber einen kleinen Spruch gibt es dann schon mit.“

Bei welchen Anlässen fährt Konrad Faber wirklich herunter?
„Auf den Fußball bezogen, kurz vor dem Spiel. Wenn ich im Tunnel stehe, dann ist auch bei mir der Spaß vorbei. Dann werden keine Witze mehr gemacht, dann wird Vollgas gegeben. Genauso im Training. Während der Übungen hat das nichts zu suchen. Man will ja auch nicht der Spaßvogel sein, der das alles nicht ernst nimmt. Wenn ich spiele, will ich gewinnen. Dann bin ich auch sehr verbissen.“

Wie muss man sich Konrad Faber vorstellen, wenn er ein Spiel verloren hat?
„Auch das ist einer der wenigen Momente, in denen ich mal ruhig bin. Meistens sitze ich dann auf meinem Platz in der Kabine und will erst einmal nicht analysieren oder darüber reden. Die erste Stunde brauche ich schon, um alles sacken zu lassen, weil mir Niederlagen dermaßen gegen den Strich gehen. Da kann selbst ich nicht gleich wieder Vollgas geben.“

Blicken wir voraus auf die Rückrunde: Wieviel Spaß wird Konrad Faber mit Dynamo Dresden haben?
„Ich bin mir sicher – wir werden sehr viel Spaß haben. Wir werden eine gute Rückrunde spielen. Weil es auch in der Hinrunde oft knapp war. Und weil ich weiß, wie hart wir auf dem Platz arbeiten. Wir haben eine tolle Truppe. Beispiel Abendessen: Wenn der Staff geht und Freizeit ist, bleibt gefühlt die ganze Mannschaft noch sitzen und redet weiter miteinander. Das habe ich gerade in schwierigen Phasen so noch nicht erlebt. Das ist etwas Besonderes.“

Im Video: 30 Sekunden Challenge mit Konrad Faber