Dynamo Dresden: SGD hadert mit Elfmeter und Gelb-Rot, aber auch Bielefeld meckert

Gelb-Rot für Robert Wagner: Der Mittelfeldspieler von Dynamo Dresden flog im Heimspiel der 2. Bundesliga gegen Arminia Bielefeld in der Nachspielzeit vom Platz und ist beim FC Schalke 04 gesperrt.
Robert Michael/dpa- Dresden und Bielefeld trennen sich 1:1 – Schiri Wagner im Fokus.
- Daferner köpft zum 1:0 (43.), Handwerker gleicht per Elfmeter (67.) aus.
- Streit um Elfmeter: Rossipal spielt Ball, trifft aber auch Momuluh – VAR-Kritik.
- Gelb-Rot für Dresdens Robert Wagner in der Nachspielzeit wegen Ballwegschlagens.
- Beide Trainer unzufrieden; Bielefeld fordert zusätzlich Handelfmeter gegen Rossipal.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Einen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga gesichert oder doch den Sieg verschenkt? Dynamo Dresden war nach dem 1:1 (1:0)-Heimremis im Aufsteigerduell gegen Arminia Bielefeld hin und hergerissen. Der Kopfballtreffer von Christoph Daferner in der 43. Minute reichte nicht zum dritten Dreier im dritten Rückrunden-Spiel, weil Tim Handwerker per Foulstrafstoß ausglich (67.).
Dynamo Dresden haderte mit diesem Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Felix Wagner. Alexander Rossipal hatte im Strafraum zwar den Ball gespielt, aber auch Bielefelds Monju Momuluh abgeräumt.
Dynamo-Trainer Thomas Stamm erklärte mit Blick auf den VAR: „Wenn der Schiri nicht pfeift, wird die Aktion auch nicht geprüft, dann meldet sich der Keller zu einhundert Prozent nicht. Meiner Meinung nach spielt Alex zuerst den Ball, danach gibt es einen Kontakt.“ Auch Rossipal legte sich fest: „Kein Elfmeter. Weil ich zuerst den Ball treffe und auch nicht aktiv zum Ball steche.“
Ärgerlich aus Dynamo-Sicht: In der Nachspielzeit sah Robert Wagner die Gelb-Rote Karte wegen Ballwegschlagens. Er ist damit am Samstag im Auswärtsspiel beim FC Schalke 04 gesperrt. Wagner beteuerte: „Ich wollte den Ball nicht wegschlagen, sondern wirklich Toni Menzel in den Lauf spielen. Ich habe den Pfiff einfach zu spät gehört.“
Aber auch Bielefeld hatte ordentlich was zu meckern. Als der Ball im Strafraum an den Oberarm von Alexander Rossipal prallte, hätte Arminia-Coach Mitch Kniat gern einen Handelfmeter gesehen. „Für mich war es ein Elfmeter. Das ist ein Handspiel“, kritisierte Kniat bei „Sky“.
Hier sind die Stimmen und Reaktionen zum Spiel von Dynamo Dresden gegen Arminia Bielefeld.
Stimmen der Trainer von Dynamo Dresden und Arminia Bielefeld
Thomas Stamm (Dynamo Dresden): „Ich finde, wir haben eine sehr ordentliche erste Halbzeit gespielt. Mit dem Elfmeter hat sich das Spiel dann ein bisschen gedreht. Wir hatten dann nicht mehr die Entlastungsmomente und die Chancen, die man braucht. Vor allem im letzten Drittel waren wir nicht sauber genug, um einen Dreier mitzunehmen.“
Mitch Kniat (Arminia Bielefeld): „Wenn man das ganze Spiel betrachtet, können wir relativ zufrieden sein. In der zweiten Halbzeit sind wir mit mehr Risiko aus der Kabine gekommen und haben uns belohnt, auch wenn wir das Spiel natürlich gern gewonnen hätten. Wir fahren jetzt mit dem Punkt nach Hause. Diesen Punkt haben wir uns auch hart erarbeitet. Es war ein giftiges Spiel mit vielen Zweikämpfen, vor allem im Zentrum.“
Reaktionen der Spieler von Dynamo Dresden und Arminia Bielefeld
Christoph Daferner (Dynamo Dresden): „Den einen Punkt nehmen wir mit, auch wenn wir natürlich gern mit einem Sieg weitergemacht hätten. Mit sieben Punkten aus drei Spielen kann man trotzdem zufrieden sein. Man sieht, dass wir uns speziell bei den Standards verbessert haben. Ich glaube, 40, 50 Prozent der Tore fallen über Standards. Das wird auch weiterhin ein wichtiger Punkt sein, damit wir am Ende der Saison die Klasse halten.“
Alexander Rossipal (Dynamo Dresden): „Es ist sehr ärgerlich, dass wir den Elfmeter gegen uns bekommen haben. Ich glaube, sonst macht Bielefeld hier kein Tor. Wir hatten noch zwei, drei richtig gute Chancen. Bielefeld hatte vielleicht ein bisschen mehr Ballbesitz, war aber nicht in den gefährlichen Zonen.“

Christoph Daferner (Mitte) erzielt per Kopf den Treffer zum 1:0 für Dynamo Dresden gegen Arminia Bielefeld.
Robert Michael/dpaRobert Wagner (Dynamo Dresden): „So, wie das Spiel verlaufen ist, können wir mit dem Punkt zufrieden sein. Wir haben jetzt in drei Spielen sieben Punkte geholt. Das ist sehr positiv. Wir haben wieder nicht verloren. Das können wir mit in die nächsten Spiele nehmen.“
Marius Wörl (Arminia Bielefeld): „Natürlich hätten wir gern gewonnen. Aber so wie der Spielverlauf mit dem Rückstand war, sind wir froh, dass wir einen Punkt mitgenommen haben. Insgesamt können wir mit dem Spielverlauf zufrieden sein. Zum Schluss haben wir dann gedrückt und hätten auch noch gewinnen können.“
Robin Knoche (Arminia Bielefeld): „Hier in Dresden nach einem Rückstand zurückzukommen, ist gar nicht so einfach. In der zweiten Halbzeit waren wir kurz davor, das Spiel zu drehen. Das nehmen wir als positive Sache mit. Die Mannschaft hat eine gute Mentalität, irgendwann werden wir uns belohnen.“

