Dynamo Dresden
: Kutschke meldet sich zurück - „mit 37 doch nicht so schlecht“

Stefan Kutschke von Dynamo Dresden hat als Einwechselspieler großen Anteil am Unentschieden gegen den FC Schalke 04. Der Kapitän spricht anschließend über seine Rolle im Team und sein Alter.
Von
Frank Noack
Gelsenkirchen
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Stefan Kutschke jubelt: Der Kapitän von Dynamo Dresden hatte nach seiner Einwechslung großen Anteil am 2:2-Remis beim FC Schalke 04.

Imago/Jöran Steinsiek
  • Dynamo Dresden holt 2:2 bei Schalke 04 – Kutschke nach Einwechslung an beiden Toren beteiligt.
  • Kapitän (37) spielt „dritten Stürmer“ und unterstreicht seinen Wert trotz Reservistenrolle.
  • Erstes Tor: Kutschkes Präsenz provoziert Kurucay-Eigentor; zweites: Kopfball-Vorlage für Keller.
  • Trainer Stamm lobt Kutschkes Stärke bei langen Bällen und in der Box, trotz weniger Einsatzminuten.
  • Kutschke: „Mit 37 Jahren doch nicht so schlecht“ – Team zeigt Mut vor 60 000 Zuschauern.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Edin Dzeko hätte mit seinem Doppelpack der Matchwinner für den FC Schalke 04 gegen Dynamo Dresden werden können. Stattdessen spielte Kapitän Stefan Kutschke aus SGD-Sicht eine Hauptrolle beim 2:2 (0:0)-Remis im Duell mit dem Tabellenführer der 2. Bundesliga.

Der 37 Jahre alte Sturm-Routinier war an beiden Dynamo-Toren beteiligt und meldete sich als Einwechsler eindrucksvoll zurück. Dabei war es zuletzt ruhiger geworden um Stefan Kutschke. Der Kapitän und Leitwolf ist in der Sturm-Hierarchie von Trainer Thomas Stamm nur noch die Nummer drei hinter Christoph Daferner und Vincent Vermeij.

Umso stolzer war Kutschke auf sein Comeback gegen Schalke – vor allem aber auf die Leistung der Mannschaft, die nach 0:2-Rückstand doch noch ein Remis schaffte. „Wir haben uns auch vor 60 000 Zuschauern nicht eingeschissen und sind mutig geblieben. Das war Bundesliga-Format, auf das du hier triffst. Da brauchst du Mut und Überzeugung“, lobte Kutschke.

Dynamo Dresden: Stefan Kutschke als effektiver Einwechsler

Es war dem Altmeister anzumerken, wie es in ihm brodelte. Der nach wie vor überaus ehrgeizige Stefan Kutschke und das Dasein als Reservist – das passt nur schwer zusammen. „Vielleicht ist man mit 37 Jahren doch nicht so schlecht, auch wenn in den Medien immer nur von zwei Stürmern gesprochen wird – Vermeij und Daferner. Vielleicht gibt es ja noch einen dritten Stürmer. Aber das ist Interpretationssache“, grummelte Kutschke.

Dabei spricht neben dem Alter auch sportlich eine Menge für Christoph Daferner (28 Jahre) und Vincent Vermeij (31). Daferner führt mit sechs Treffern  die teaminterne Torschützenliste an, Vermeij hat in dieser Saison schon dreimal getroffen. Stefan Kutschke ist derweil der Mann für die besonderen Momente. Er kommt immer dann ins Spiel, wenn Körperlichkeit gefragt ist und Dynamo Dresden vom filigranen Spiel auf lange Bälle umschalten muss – so wie in der Schlussphase gegen Schalke 04.

Beim ersten Dynamo-Treffer störte Kutschke mit seiner Präsenz am ersten Pfosten derart  wirkungsvoll, dass Schalkes Hasan Kurucay die Flanke ins eigene Tor abfälschte.

Und beim 2:2-Ausgleich in der 87. Minute brachte der kopfballstarke Kutschke den Ball zu Thomas Keller, der nur noch einzunicken brauchte. „Es ist schwierig, Stefan zu verteidigen, gerade bei langen Bällen. Er hat ein gutes Gespür in der Box. Er hilft uns mit seiner Art und Weise auf dem Platz“, lobte Trainer Thomas Stamm. „Auch wenn es für ihn manchmal ein paar Minuten zu wenig sind.“

Diese wenigen Minuten nutzte Stefan Kutschke gegen Schalke sehr effektiv. Das Alter spielt in solchen Momenten ohnehin keine Rolle – oder fast keine. „Dann meldet sich halt ab und zu der dritte Stürmer, der vielleicht nicht ganz unwichtig ist. Aber ich will meine Rolle gar nicht besonders betonen. Das sollen andere beurteilen“, meinte der Kapitän und wies noch einmal darauf hin: „Vielleicht ist es mit 37 Jahren doch nicht so schlecht, wie es von außen immer hereingetragen wird.“ Die drei Stürmer mit ihren unterschiedlichen Aufgaben im Angriffszentrum tun Dynamo Dresden im Moment jedenfalls gut.