Dynamo Dresden gegen Braunschweig: Stamm bittet um Entschuldigung - „nicht akzeptabel“

Nach der 2:3-Niederlage von Dynamo Dresden gegen Eintracht Braunschweig übernimmt SGD-Trainer Thomas Stamm die Verantwortung für den Rückschlag im Abstiegskampf der 2. Bundesliga.
Robert Michael/dpa- Dynamo Dresden verliert 2:3 gegen Eintracht Braunschweig – schwache erste Halbzeit ausschlaggebend.
- Trainer Thomas Stamm übernahm die Verantwortung und entschuldigte sich bei den Fans.
- Dynamo drehte nach der Pause auf – Tore von Lemmer und Fröling reichten dennoch nicht.
- Braunschweigs Trainer lobte die Leistung seiner Mannschaft, besonders die erste Halbzeit.
- Spieler beider Teams betonten die Schlüsselrollen von Einsatz und Fehlern im Spielverlauf.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Kapitän Stefan Kutschke nahm nach der 2:3-Niederlage von Dynamo Dresden gegen Eintracht Braunschweig kein Blatt vor den Mund: „Es war mit das Schlechteste, was wir gezeigt haben“, bewertete er den Auftritt in der ersten Halbzeit. Nach den Treffern von Christian Conteh (7./21.) lag Dynamo mit 0:2 zurück – es hätten sogar mehr Gegentreffer sein können.
Braunschweigs Trainer Heiner Backhaus befand nach dem turbulenten Spiel: „Wir haben in der ersten Halbzeit überragend gespielt, waren die klar bessere Mannschaft. Ich habe ein Chancenplus von vier, fünf Hochkarätern gesehen.“ Dynamo-Coach Thomas Stamm bestätigte: „Das habe ich auch so gesehen, es sind vier richtig dicke Dinger, vielleicht sogar fünf.“
Stamm nahm die Verantwortung für den katastrophalen Auftritt auf seine Kappe. „Für die erste Halbzeit gibt es keine Ausreden, das ist inakzeptabel. Am Ende ist meine Aufgabe, dass wir besser ins Spiel kommen, klarer ins Spiel kommen.“ Sein schonungsloses Fazit: „Das ist nicht akzeptabel, wie wir in der ersten Halbzeit aufgetreten sind. Für alle, die Geld bezahlt haben und eine Saisonkarte haben. Ich möchte mich dafür entschuldigen.“
Trotzdem wolle er auch die zweite Halbzeit erwähnen. Da zeigte Dynamo ein völlig verändertes Gesicht und kam durch die Treffer von Jakob Lemmer (54.) und Nils Fröling (56.) zum Ausgleich. Weil Braunschweig aber durch Patrick Nkoa (78.) einen weiteren Dresdner Abwehrfehler nutzte, gab es am Ende die 2:3-Niederlage. Das sind die Stimmen zum Spiel.
Trainer von Dynamo Dresden und Eintracht Braunschweig
Thomas Stamm (Dynamo Dresden): „Wenn du es über die ganzen 90 Minuten nimmst und die Art und Weise, wie wir in der ersten Halbzeit aufgetreten sind, hast du es nicht verdient. Auch wenn das Spiel mit der Dynamik, mit dem Stadion, mit der Kurve anders laufen kann, weil wir es auch schon erlebt haben. Wir haben uns da nicht belohnt in der Phase. Leider, weil dann kann es auf einmal komplett kippen.“
Heiner Backhaus (Eintracht Braunschweig): „Ich bin einfach nur glücklich, dass wir gegen diese Wucht des Stadions hier heute bestanden haben. Nach dem 2:2 hätten nur noch wenige einen Pfifferling auf uns gewettet, weil das Stadion einfach da so präsent war. Wir haben eine junge Mannschaft, die dann diese Nehmerqualitäten entwickelt und zurückzukommt. Das verdient höchsten Respekt von mir und vom Trainerteam.“
Spieler von Dynamo Dresden und Eintracht Braunschweig
Stefan Kutschke (Dynamo Dresden): „Ich glaube nicht bloß die, die dem Spiel zugucken mussten, sondern auch wir auf dem Feld waren erschrocken. Von Verantwortung übernehmen oder Engagement, Leidenschaft, Einstellung, war das ganz weit weg. Und das ist eigentlich das, was wir gepredigt haben von Anfang an. Dort nimmt man sich auch selber die Pflicht: Warum kriegst du das nicht transportiert? Das war bodenlos.“
Niklas Hauptmann (Dynamo Dresden): „Es ist ehrlicherweise unerklärlich, wie wir die erste Halbzeit spielen. Es war vorher klar, was für ein Spiel das wird. Es geht um Zweikämpfe, zweite Bälle, um Klarheit mit dem Ball, Griffigkeit. Das Spiel haben wir heute in der ersten Halbzeit verloren.“
Kevin Ehlers (Eintracht Braunschweig): „In der ersten Halbzeit hat es total Spaß gemacht. Da waren wir sehr überlegen und müssen 3:0, 4:0 führen. Das war die beste erste Halbzeit dieser Saison. Und dann war es klar: Wnn du in Dresden rauskommst, mit den Fans im Rücken, machen das 2:1, dann wird es ganz ungemütlich. Ich bin aber sehr froh, wie wir uns dann nach dem 2:2 dagegen gestemmt und uns dann mit dem 3:2 belohnt haben.“
Ron Thorben Hoffmann (Eintracht Braunschweig): „Wir haben in der ersten Halbzeit das Stadion leise gekriegt, das war genau das, was wir wollten. Es war echt anstrengend, physisch anstrengend, mental anstrengend, weil der Platz sehr tief ist. Aber es war eine brutale Leistung. Wir haben in der Halbzeit gesagt, die kommen mit Dampf. Aber manchmal kannst du es einfach nicht verhindern. Dann ist so eine Anreihung an Fehlern, dann kommt das Stadion, kommen die Spieler, kriegen wieder Selbstvertrauen, weil die waren in der ersten Halbzeit tot.“

