Dynamo Dresden: Abstiegsfinale für Kutschke und SGD am letzten Spieltag gegen Kiel

Kapitän Stefan Kutschke und Dynamo Dresden kämpfen bis zum Schluss um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga. Jetzt kommt es auf das letzte Spiel gegen Holstein Kiel an.
Imago/Steinsiek.ch- Dynamo Dresden verpasst in Braunschweig den vorzeitigen Klassenerhalt – 1:2-Niederlage.
- Finale am letzten Spieltag: Gegen Holstein Kiel braucht die SGD zu Hause einen Sieg.
- Tabellenstand: Dresden ist 13., Abstand zu Platz 16 beträgt zwei Punkte.
- Kutschke verschießt Elfmeter, trifft später zum 1:2; er beendet nach der Saison seine Karriere.
- Trainer Stamm kritisiert die Effizienz, Personalsorgen in der Abwehr verschärfen sich.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Jetzt wird es noch einmal eng! Dynamo Dresden hat mit der 1:2 (0:1)-Niederlage bei Eintracht Braunschweig die Chance vergeben, den Klassenverbleib in der 2. Bundesliga fix zu machen. Weil die Konkurrenz punktete, kommt es am letzten Spieltag gegen Holstein Kiel zum spannenden Abstiegsfinale für die SGD um Kapitän Stefan Kutschke. Gespielt wird am Sonntag um 15.30 Uhr im Rudolf Harbig-Stadion.
„Jetzt ist es so, wie es ist. Jetzt haben wir ein Heimspiel für uns und das muss gezogen werden“, betonte Kutschke, der nach der Saison seine Karriere beenden wird. „Wir haben in dieser Saison schon viele Rückschläge erlebt. Die Mannschaft ist aber so klar, dass sie es am nächsten Spieltag zu Hause zu Ende bringt.“
Um sicherzugehen, braucht Dynamo wahrscheinlich gegen Kiel einen Sieg. Aber selbst ein Remis reicht nicht zwingend, wenn alle Mitkonkurrenten siegen und dabei Arminia Bielefeld gegen Hertha BSC mit mindestens vier Toren Differenz gewinnt. Die gute Nachricht: Direkt absteigen kann Dresden als Tabellen-13. nicht mehr. Der Abstand zum Relegationsrang 16 beträgt zwei Punkte. Es geht weiterhin brutal eng zu im Tabellenkeller der 2. Liga. Selbst der 1. FC Magdeburg auf Platz 12 ist noch nicht gerettet. Preußen Münster steht als Absteiger fest.
Die Enttäuschung über die Niederlage in Braunschweig war Dynamo-Trainer Thomas Stamm am Sonnabend deutlich anzumerken. Ein Remis hätte bereits zum Klassenerhalt gereicht. Stamm sprach von einem Spiel, in dem seine Mannschaft „mindestens einen Punkt“ verdient gehabt hätte. Sie habe gezeigt, dass sie „immer in der Lage“ sei, zurückzukommen und Spiele noch zu drehen. Den Unterschied machte für Stamm vor allem die Effizienz. Braunschweig sei in den entscheidenden Situationen „gieriger“ gewesen – etwa bei zweiten Bällen vor dem 1:0. „Wenn wir so wenig zulassen, dann müssen wir in den entscheidenden Momenten besser verteidigen“, erklärte der Coach.
Stefan Kutschke trifft für Dynamo Dresden
Vor 22.480 Zuschauern brachte Florian Flick die Eintracht in der 20. Minute in Führung, Faride Alidou (50.) erhöhte auf 2:0. In der 67. Minute hielt Braunschweigs Torwart Ron-Thorben Hoffmann einen Foulelfmeter von Stefan Kutschke. Der Dynamo-Kapitän verkürzte (86.) dann in der Schlussphase. „Wir hatten genug Möglichkeiten, dass du hier 2:2 spielst“, sagte Kutschke.

Jonas Sterner (links) und Jason Ceka von Dynamo Dresden kämpfen im Spiel bei Eintracht Braunschweig hier mit vereinten Kräften gegen Fabio Di Michele Sanchez um den Ball.
Andreas Gora/dpaSorgen bereiten Dynamo Dresden auch die personellen Probleme in der Defensive. Neben den bereits angeschlagenen fehlenden Julian Pauli und Friedrich Müller musste in Braunschweig auch Innenverteidiger Thomas Keller nach einem Kopftreffer zur Pause raus. Für Keller kam Claudio Kammerknecht in die Partie. „Es braucht alle“, betonte Stamm mit Blick auf die angespannte Personallage.
Natürlich schaute man bei Dynamo Dresden nach der eigenen Niederlage einen Tag später am Sonntag genau auf die Spiele der Konkurrenz. „Ich denke, wir werden alle drauf schauen. Alles andere wäre gelogen“, hatte Robert Wagner bereits in Braunschweig angekündigt.
