Dynamo Dresden 2. Liga: Patzer und Pyro, SGD knallt in Kiel ans Tabellenende

Zu Beginn der zweiten Halbzeit zündeten die Fans von Dynamo Dresden beim Spiel in Kiel Pyrotechnik, Raketen und Rauchtöpfe.
Imago/Lobeca- Dynamo Dresden verliert mit 1:2 bei Holstein Kiel und überwintert als Tabellenletzter der 2. Bundesliga.
- Defensive Patzer kosten Dresden den Sieg – sechs Niederlagen in den letzten acht Spielen.
- Vincent Vermeij trifft für Dresden, Gegentore durch Phil Harres (29.) und Ivan Nekic (51.).
- Pyrotechnik unterbricht das Spiel zweimal, DFB-Geldstrafen drohen Dresden wegen Fanverhalten.
- Trainer Thomas Stamm ändert Taktik und Startelf, aber der erhoffte Befreiungsschlag bleibt aus.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Bei Dynamo Dresden leuchtet Weihnachten die rote Laterne des Tabellenschlusslichts: Die SGD kassierte am Samstagabend mit dem 1:2 (1:1) im Kellerduell der 2. Fußball-Bundesliga die dritte Niederlage in Folge und schwebt nach der Hinrunde in akuter Abstiegsgefahr. Die Mannschaft von Trainer Thomas Stamm hat sechs der letzten acht Spiele verloren – auch in Kiel wurde der Gegner mit Patzern in der Defensive stark gemacht.
Der Abstand zum Relegationsrang 16 beträgt zwar nur vier Punkte, der lang ersehnte Befreiungsschlag blieb jedoch auch an der Förde aus. Der 1. FC Magdeburg als bisheriges Schlusslicht hatte sich zuvor beim 1. FC Kaiserslautern mit 3:2 durchgesetzt.
Vincent Vermeij traf zwar bereits in der 12. Minute für Dynamo Dresden. Aber Phil Harres nach einem SGD-Patzer in der Abwehr (29.) und Ivan Nekic (51.) sorgten für die Kieler Führung und damit den Sieg vor 15.034 Zuschauern im ausverkauften Holstein-Stadion. „Diese Niederlage ist sehr bitter, wir haben Kiel zurück ins Spiel gebracht“, erklärte Dynamo-Trainer Thomas Stamm.
Dynamo-Trainer Thomas Stamm wechselte im Vergleich zur 2:3-Niederlage gegen Eintracht Braunschweig auf drei Positionen. Luca Herrmann und Niklas Hauptmann bekamen in der Startelf den Vorzug gegenüber Vinko Sapina und Nils Fröling. Zudem meldete sich Vincent Vermeij nach seiner Oberschenkel-Verletzung wieder fit und verdrängte Stefan Kutschke aus dem Sturmzentrum. Und Stamm änderte auch die taktische Grundordnung von der Dreier- auf eine Viererkette in der Abwehr. Julian Pauli und Youngster Friedrich Müller bildeten die Innenverteidigung, Lukas Boeder rückte vor ins defensive Mittelfeld.
Vermeij trifft, dann patzt Hermann
Zunächst fehlte es beiden Teams aber am nötigen Durchblick. Die Kieler Fans hatten anlässlich des 125. Vereinsgeburtstages eine imposante Weihnachts-Choreographie mit jeder Menge Pyrotechnik im Angebot. Deshalb lag erst einmal der komplette Strafraum der Gastgeber im Nebel. Fifa-Schiedsrichter Robert Schröder unterbrach die Partie bereits in der 2. Minute, ehe danach auch wirklich Fußball gespielt werden konnte.
In der 11. Minute rettete Holstein-Torhüter Jonas Krumrey noch gegen den Schuss von Jakob Lemmer aus spitzem Winkel. Den daraus resultierenden Eckball von Luca Herrmann drückte Vincent Vermeij mit dem Hinterkopf zur Dynamo-Führung über die Torlinie (12.). Die SGD war gut im Spiel und hatte die Partie im Griff. Bis zur 29. Minute: Luca Herrmann verlor den Ball an Steven Skrzybski, dessen Querpass nutzte Phil Harres zum 1:1-Ausgleich. Was für ein unnötiger Gegentreffer! Dynamo holte den Gegner zurück ins Spiel, danach hatte Kiel in der ersten Halbzeit Oberwasser.
Auch die zweite Halbzeit begann wieder mit Pyrotechnik, aber diesmal auf der anderen Seite. Just in dem Moment, als Ivan Nekic nach einer Ecke die Gastgeber in Führung schoss (51.), flogen Raketen aus dem Dynamo-Block auf das Spielfeld. Auch diesmal musste die Partie wieder minutenlang unterbrochen werden.

Holstein Kiel jubelt, lange Gesichter bei Dynamo Dresden nach dem Tor zum 1:1-Ausgleich durch Phil Harres.
Michael Hundt/dpaZudem drohen wieder empfindliche DFB-Geldstrafen. Immerhin: Die SGD drängte in der Schlussphase auf den Ausgleich. Trainer Thomas Stamm brachte mit Stefan Kutschke und Christoph Daferner noch zwei Mittelstürmer – der Ausgleich aber nicht mehr. Vinko Sapina hatte in der neunminütigen Nachspielzeit die letzte Chance.
Das Fazit von Kofi Amoako: „Es ist extrem bitter, wir bestrafen uns immer wieder selbst. Wir müssen jetzt die Winterpause nutzen, um die Akkus wieder aufzuladen.“


