Dynamo Dresden 2. Liga: Lemmer feiert sein spätes Tor gegen Karlsruher SC

Später Jubel: Jakob Lemmer traf für Dynamo Dresden in der Nachspielzeit gegen den Karlsruher SC.
Robert Michael/dpa- Dynamo Dresden erkämpft ein 3:3 gegen den Karlsruher SC in der 2. Bundesliga.
- Jakob Lemmer trifft in der Nachspielzeit (90.+2) zum verdienten Ausgleich.
- Tore: Fröling (9.), Daferner (52.), Lemmer für Dresden; Beifus (11.), Egloff (37.), Schleusener (61.) für Karlsruhe.
- Dynamo vergibt frühe Führung und zeigt nach Rückschlägen Moral in turbulenter Partie.
- Trainer Stamm setzt weiter auf Torwart Schreiber; Umstellung auf Dreierkette in der 2. Halbzeit.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Dynamo Dresden muss zwar weiter auf den ersten Heimsieg in der 2. Fußball-Bundesliga warten, Jakob Lemmer rettete dem Aufsteiger mit seinem späten Tor aber immerhin noch das 3:3 (1:2)-Remis in einem turbulenten Spiel gegen den Karlsruher SC. Die SGD machte sich gute Phasen in diesem Spiel zunächst durch schnelle Gegentore zunichte. Die Steigerung in der zweiten Halbzeit wurde aber mit dem verdienten Punktgewinn belohnt.
Den schnellen Dresdener Führungstreffer durch Nils Fröling in der 9. Minute beantwortete Karlsruhe mit zwei Treffern durch Marcel Beifus (11.) und Lilian Egloff (37.). Auch das 2:2 von Christoph Daferner (52.) konterten die Gäste vor 31.611 Zuschauern im ausverkauften Rudolf-Harbig-Stadion mit dritten Treffer durch Fabian Schleusener (61.). Jakob Lemmer traf in der Nachspielzeit zum 3:3-Endstand (90.+2).
„Wir haben gekämpft bis zum Ende und dann irgendwie auch verdient den Ausgleich gemacht. Ich bin froh, dass mein Schuss reingegangen ist und wir den einen Punkt noch mitnehmen konnten“, feierte Torschütze Jakob Lemmer seinen späten Treffer.
Trainer Thomas Stamm setzte auf dieselbe Startelf wie zuletzt bei der 0:2-Auswärtsniederlage gegen Darmstadt 98. Trotz der jüngsten Diskussionen in Fankreisen bekam Torwart Tim Schreiber wie von Stamm angekündigt weiter das Vertrauen zwischen den Pfosten. Neuzugang Julian Pauli und Claudio Kammerknecht bildeten erneut die Innenverteidigung – sie wirkte zuletzt nicht immer sattelfest. Vinko Sapina musste wegen seiner Rotsperre auch gegen Karlsruhe pausieren.
Die Zuschauer im Rudolf-Harbig-Stadion sahen einen turbulenten Beginn. In der 9. Minute zog Nils Fröling nach innen und dann einfach mal ab – sein Schuss fand den Weg ins lange Eck zur Dynamo-Führung. Aber kurz danach kam Karlsruhe zum Ausgleich. Diesmal war Fröling im Zweikampf einen Tick zu spät gegen Marcel Beifus – dessen Kopfball flog zum 1:1 (11.) ins Tor.
Danach war der Schwung der Schwarz-Gelben erst einmal dahin. Karlsruhe ließ Ball und Gegner laufen – die Gäste waren handlungsschneller und hatten auch die eine oder andere Torchance. Vor allem, wenn der KSC früh attackierte, wackelte Dynamo. Nach einem ungenauen Pass von Sascha Risch verlor Kofi Amoako den Ball in der eigenen Hälfte. Lilian Eglof traf zur verdienten 2:1-Pausenführung (37.). „Wir haben leider wieder schnelle Gegentore bekommen – wie schon mehrmals in dieser Saison“, analysierte der gesperrte Vinko Sapina in der Halbzeitpause bei Sky.
Dynamo-Trainer Thomas Stamm stellte mit Beginn der 2. Halbzeit auf Dreierkette in der Abwehr um und brachte Lucas Boeder anstelle von Kofi Amoako. Das Spiel wurde jetzt wilder – mit Chancen auf beiden Seiten. In der 52. Minute erzielte Christoph Daferner nach Vorlage von Jonas Oehmichen den 2:2-Ausgleich. Jetzt war Dynamo am Drücker – bis zum nächsten Rückschlag: Fabian Schleusener brachte Karlsruhe erneut in Führung (61.), als er eher am Ball war als Claudio Kammerknecht.
Dynamo verdaute auch diesen Schock recht schnell. Mit seinem Tor in der Nachspielzeit zum 3:3 (90.+2) belohnte Jakob Lemmer den Aufsteiger für die Steigerung in der zweiten Halbzeit.
Das Fazit von Trainer Thomas Stamm: „Mit Ball hatten wir gute Lösungen. Im Spiel gegen den Ball müssen wir besser werden. Hier müssen wir eine bessere Struktur finden – das ist meine Aufgabe als Trainer. Wir bekommen zu viele Gegentore. Wenn man die zweite Halbzeit nimmt, geht das Ergebnis in Ordnung.“

Tor für den Karlsruher SC gegen Dynamo Dresden: Lilian Egloff (links) lässt Tim Schreiber im SGD-Tor keine Chance.
Robert Michael/dpa
