Dynamo Dresden 2. Liga: So viel Euphorie lässt Trainer Stamm fürs Paderborn-Spiel zu

Bei Dynamo Dresden herrschte pure Freuden nach dem 6:0-Sieg gegen Preußen Münster. Auf die SGD-Profis (hier von links: Jason Ceka, Vincent Vermeij und Niklas Hauptmann) wartet jetzt das schwere Auswärtsspiel in Paderborn.
Robert Michael/dpa- Dynamo feierte ein historisches 6:0 gegen Preußen Münster, sprang auf Rang zwölf.
- Am Samstag wartet Auswärtsspiel beim Aufstiegsaspiranten SC Paderborn (13 Uhr).
- Stamm warnt: Trotz 6:0 nur drei Punkte – Klassenerhalt noch nicht sicher.
- Rückrunde: erst eine Niederlage; etwas Euphorie und Selbstvertrauen erlaubt.
- Personal: Grill, Bethke, Sapina fehlen; Paderborn mit 43 Toren sehr torgefährlich.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der historische 6:0-Erfolg von Dynamo Dresden gegen Preußen Münster war Balsam für die SGD-Seele. Immerhin haben die Schwarz-Gelben mit dem höchsten Sieg in ihrer Zweitliga-Geschichte auch in der Tabelle der 2. Fußball-Bundesliga einen Sprung nach oben gemacht. Dynamo ist auf Rang zwölf geklettert und hat acht Spieltage vor dem Saisonende den Klassenerhalt in der eigenen Hand.
Allerdings: Die Tor-Explosion gegen Preußen Münster ist Vergangenheit. Auf die Mannschaft von Trainer Thomas Stamm wartet jetzt die schwere Auswärtsaufgabe am Samstag beim Aufstiegs-Aspiranten SC Paderborn (13 Uhr). Die Ostwestfalen liegen auf Platz vier und sind damit ein ganz anderes Kaliber als zuletzt Preußen Münster.
Deshalb stellt sich die Frage: Wieviel Euphorie dürfen beziehungsweise müssen Stamm und sein Team aus dem Münster-Spiel mitnehmen? Anders gefragt: Droht womöglich ein Spannungsabfall nach dem historischen 6:0-Erfolg?
2. Bundesliga: Dynamo Dresden spielt beim SC Paderborn
„Wir müssen nur auf die Tabelle schauen. Da stehen wir nicht so, dass wir uns nach einem 6:0 furios verhalten können“, warnt Thomas Stamm. Sein Credo: Egal, ob 1:0 oder 6:0 – es gibt trotzdem nur drei Punkte für diesen Sieg. Der Dynamo-Trainer empfiehlt: „Blickt auf die Tabelle! Wir haben noch nicht die nötige Punktzahl, um in der Liga zu bleiben. Gerade nach so einem furiosen Heimsieg erdet der Blick auf die Tabelle relativ schnell.“
Dynamo Dresden liegt mit 29 Punkten und Rang zwölf zwar gut im Rennen um den Klassenerhalt. Aber: Der Relegationsrang 16 ist nur drei Punkte entfernt. Zumal nach Paderborn mit Hertha BSC dann nach der Länderspielpause schon der nächste Gegner aus dem erweiterten Kreis der Aufstiegs-Aspiranten wartet. Ein wenig Euphorie ist trotzdem erlaubt. „Wir sollten Selbstvertrauen und Selbstverständnis mitnehmen. Aber nicht nur aus dem Spiel, sondern auch aus den letzten Wochen“, sagt Stamm. Zumal es in der Rückrunde erst eine Niederlage gab und Dynamo Dresden nach der unbefriedigenden Hinrunde seine Chancen auf den Klassenerhalt deutlich erhöht hat.
Dynamo Dresden: Keine Personalsorgen vor dem Paderborn-Spiel
In personeller Hinsicht hat Stamm vor dem Paderborn-Spiel keine großen Sorgen. Neben den beiden Torhütern Lennart Grill und Elias Bethke fällt lediglich Vinko Sapina aufgrund von Rückenbeschwerden weiterhin aus.
Dennoch ist klar: Dynamo geht nicht unbedingt als Favorit in dieses Auswärtsspiel. Mit 43 Treffern in 26 Spielen gehört Paderborn zu den torhungrigsten Teams der 2. Liga. Mehr Tore haben nur fünf Mannschaften erzielt. Während Toptorjäger Filip Bilbija (neun Treffer) in einem kleinen Formtief steckt, ist Stefano Marino aktuell in Topform. Er traf zuletzt beim 2:2 in Bielefeld doppelt. Trainer Stamm geht jedenfalls nicht davon aus, dass Paderborn durch Dynamos 6:0 groß beeindruckt sein wird: „Großer Respekt für die Arbeit, die dort schon seit Jahren geleistet wird. Sie ziehen mit aller Konsequenz ihr Ding durch.“


