Dynamo Dresden 2. Liga: Rot, Eigentor und harte Kritik - SGD verliert in Heidenheim

Luftduell beim Spiel von Dynamo Dresden in Heidenheim: Patrick Mainka (rechts) ist hier eher am Ball als Dynamo-Stürmer Vincent Vermeij.
Eibner/Jani Pless- Dynamo Dresden verlor beim FC Heidenheim mit 3:5 nach 1:0-Pausenführung.
- Vermeij, Wagner und Sterner trafen für Dresden – fünf Gegentore nach der Pause.
- Keller sah Gelb-Rot, Müller unterlief ein Eigentor, Stamm und Wagner übten Selbstkritik.
- Heidenheim drehte die Partie spät: Mhamdi, Niehues und Breunig trafen entscheidend.
- Rapp fehlte mit Achillessehnenbeschwerden, Daferner nahm nach Zeckenbiss Antibiotika.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Rot, Eigentor und harte Selbstkritik: Diese 3:5 (1:0)-Niederlage gegen den FC Heidenheim wird man bei Dynamo Dresden so schnell nicht vergessen. Die SGD war zunächst die klar bessere Mannschaft, ging dann aber im Angriffswirbel der Gastgeber unter. Was nutzten die Treffer von Vincent Vermeij (30.), Robert Wagner (73.) und Jonas Sterner (90.+7), wenn im zweiten Durchgang gleich fünf Gegentreffer hingenommen werden müssen?
Die tragischen Figuren waren Heidenheim-Rückkehrer Thomas Keller, der nach 69 Minuten mit Gelb-Rot vom Feld musste, und sein Innenverteidiger-Kollege Friedrich Müller, dem ein unglückliches Eigentor unterlief. „Wir müssen die Fehler schon bei uns suchen. Nach dem Eigentor hat das Spiel eine gewisse Dynamik angenommen. Wir haben es nicht geschafft, Heidenheim über fünf, sechs Minuten zu zermürben. Und schließlich war dann jeder Schuss ein Treffer“, sagte Dynamo-Trainer Thomas Stamm bei Sky.
Auch Robert Wagner äußerte sich selbstkritisch: „Wir müssen mit einem Mann weniger einfach cleverer spielen. Das müssen wir uns vorwerfen. Wir sind teilweise vorn angelaufen, wo es einfach keinen Sinn ergeben hat.“
Die Dresdner mussten auf Nicolaj Rapp und Christoph Daferner verzichten. Rapp fiel kurzfristig wegen Achillessehnenbeschwerden aus, Daferner muss nach einem Zeckenbiss Antibiotika einnehmen. In Halbzeit eins dominierten die Gäste, hatten streckenweise bis zu 80 Prozent Ballbesitz. Vermeijs Kopfballtreffer nach Sterner-Ecke machte Lust auf weitere Treffer. Kaan Inanoglu (33.) scheiterte mit einem Flugkopfball am artistisch rettenden neuen FCH-Torhüter Thomas Dähne, Ben Bobzien (36.) verfehlte das Tor knapp und auch Hauptmann (40.) fand in aussichtsreicher Position in Dähne seinen Meister.
In der 2. Halbzeit geriet die Dynamo-Abwehr schwer unter Druck. Die Stamm-Schützlinge konnten kaum für Entlastung sorgen und kassierten folgerichtig den Ausgleich durch Jan Schöppner (67.).

Ausgerechnet der ehemalige Heidenheimer Thomas Keller kassierte beim Auswärtsspiel von Dynamo Dresden die Ampelkarte. Der Innenverteidiger flog mit Gelb-Rot vom Platz.
Harry Langer/dpaEs spricht für die Moral der Dresdner, dass sie sich weder vom Gegentor noch von der Ampelkarte gegen Keller (69.) beeindrucken ließen und ihr Heil in der Flucht nach vorn suchten. Nach einer schönen Einzelaktion von Bobzien und einem beherzten Nachsetzen von Jonas Oehmichen schweißte Wagner den Ball zur Führung in den Winkel. Die hielt aber nur vier Minuten, weil Müller den Ball bei einer Rettungsaktion unglücklich an den Unterschenkel bekam und das Spielgerät über Schreiber ins eigene Tor lenkte.
Nun spielte nur noch Heidenheim, Dynamo taumelte in die Niederlage, die Oualid Mhamdi (87.), Julian Niehues (90.) und Maximilian Breunig (90.+2) besiegelten. Sterners Treffer war nur noch Kosmetik.
Ausgerechnet Thomas Keller avancierte bei seiner Rückkehr nach Heidenheim zum Pechvogel. Der Innenverteidiger sagte über seinen Platzverweis: „Die Gelb-Rote Karte ist natürlich bitter. Ich sehe den Gegenspieler im Rücken nicht und falle dann unglücklich in ihn rein. Und in Unterzahl ist es dann schwierig.“
