Dynamo Dresden 2. Liga
: Ist die SGD der Geheimfavorit auf den Aufstieg?

Dynamo Dresden wird vor dem Start der 2. Bundesliga hoch gehandelt. Das Spiel beim 1. FC Nürnberg soll ein Fingerzeig für die Stärke der SGD werden.
Von
Gerald Fritsche
Dresden
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Foto zeigt: Friedrich Müller (Dynamo) Mueller Robert Wagner (Dynamo)

Datum: 050826

Dynamo Dresden Training im Trainingszentrum TZ AOK plus Walter-Fritzsch-Akademie 2. Liga

Voller Einsatz in der Vorbereitung für das Auftaktspiel beim 1. FC Nürnberg: Dynamo Dresden startet mit einigem Vorschusslorbeer in die Saison der 2. Fußball-Bundesliga.

Olaf Rentsch
  • Dresden startet in die 2. Liga und gilt bei Experten als Geheimfavorit auf den Aufstieg.
  • Das Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) soll als Fingerzeig dienen.
  • Nach starker Rückrunde blieb der Kern, Leihen wie Sterner, Wagner, Keller, Bobzien wurden fest verpflichtet.
  • Neuzugang Nicolai Rapp und insgesamt zwölf Profis sollen Qualität bringen – Euphorie nach 2:1 gegen Union.
  • Trainer Stamm dämpft Erwartungen: Ziel sind 42 Punkte, entscheidend sei mehr Konstanz.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es ist die Frage, die man sich in Dresden vor jeder Saison stellt: Quo vadis, Dynamo? Und wie jedes Jahr wird sie erst mal mit einem Schulterzucken beantwortet. Wobei es vor dem ersten Spiel der Sachsen am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) beim 1. FC Nürnberg nicht wenige Experten gibt, die dem Team von Trainer Thomas Stamm ziemlich viel zutrauen. Um genauer zu sein: Den ganz großen Wurf, sprich Bundesliga-Aufstieg. Denn diese 2. Fußball-Bundesliga ist wie jedes Jahr eine Wundertüte.

Dass die Dresdner von den Fernsehexperten Felix Kroos und Simon Terodde zu den Geheimfavoriten gezählt werden, ist nicht grundlos. Auch Trainer Claus-Dieter Wollitz von Energie Cottbus bekundete zuletzt: „Ich glaube, dass Dresden irgendwann mal in den Jahren die Möglichkeit hat, in der Bundesliga anzuklopfen.“ Vielleicht schon in dieser Saison?

Dynamo Dresden will zunächst 42 Punkte

Nach der überaus erfolgreichen Rückrunde der vergangenen Saison und Platz elf hat Dynamo seinen Kader weitgehend zusammengehalten. Vor allem die Tatsache, dass die damaligen Leihspieler Jonas Sterner, Robert Wagner, Thomas Keller und Ben Bobzien nun fest verpflichtet werden konnten, gilt in der Branche als Statement. Dazu kommt mit Nicolai Rapp ein sehr erfahrener Zweitliga-Mittelfeldabräumer vom Karlsruher SC. Insgesamt holte Sport-Geschäftsführer Sören Gonther zwölf Profis, die durchaus höhere Qualität in den Kader bringen.

Das Gerede der Konkurrenz und der Experten prallt allerdings zumindest bei den Verantwortlichen ab. Man wolle sich verbessern, heißt es. „Wir haben in der Vorsaison 41 Punkte geholt. 42 Punkte jetzt wären schön. Das ist ein Schritt nach vorn. Wann wir diese 42 Punkte haben, ist mir egal. Erst danach können wir über alles sprechen“, sagte Stamm, wohl wissend, dass nach einer ziemlich erfolgreichen Vorbereitung mit dem 2:1-Sieg bei der Saisoneröffnung gegen Bundesligist 1. FC Union Berlin auch im direkten Umfeld des Teams und vor allem bei der Fanszene die Euphorie ziemlich groß ist.

Trainer Thomas Stamm fordert mehr Konstanz

Diese einzufangen und auch im Team keinen Größenwahn aufkommen zu lassen, bedarf es nach dem Rücktritt von Stefan Kutschke nun neuer Leute. Klar, Niklas Hauptmann als Kapitän kann schnell in diese Rolle hineinwachsen. Aber nun müssen auch andere Leistungsträger mehr Verantwortung übernehmen. Wagner, Rapp und Keller sollten dazu in der Lage sein und intern den Laden zusammenhalten können.

In jedem Fall wird die Partie in Nürnberg bereits ein Fingerzeig dafür sein, wozu Schwarz-Gelb in der neuen Spielzeit in der Lage ist. Der Sieg gegen Union war zumindest nicht ganz unwichtig. „Es ist immer gut, wenn man mit einem Erfolgserlebnis in die Saison gehen kann“, sagte Hauptmann. Trainer Stamm denkt weiter: „Es wird darum gehen, dass wir Konstanz reinbekommen. Das ist auch der Unterschied, ob eine Mannschaft in der Lage ist, vorn mitzuspielen, oder nicht. Wir haben das ehrlicherweise über eine ganze Saison noch nicht gezeigt.“