DEL2 Lausitzer Füchse: Erlösender Sieg in Krefeld – Rohrbach legt neues Saisonziel fest
Die Lausitzer Füchse gehen mit neuem Schwung in die letzten Spiele der Hauptrunde in der DEL2. Dank des 4:1-Sieges bei den Krefeld Pinguinen beendete der Eishockey-Zweitligist aus Weißwasser endlich die Negativserie von sechs Spielen ohne Sieg.
In der Tabelle der DEL2 liegen die Lausitzer Füchse nach Dreiviertel der Hauptrunde auf Platz sieben. Sie haben also die Playoffs der besten sechs Teams im Blick. An diesem Freitag geht es mit dem Heimspiel gegen die Wölfe Selb weiter (Beginn um 19.30 Uhr).
„Dieser Sieg in Krefeld war extrem wichtig“, sagt Dirk Rohrbach als Geschäftsführer der Lausitzer Füchse. Laut Rohrbach war er sogar doppelt wichtig: „Er war wichtig für die Köpfe. Die Mannschaft hat sich endlich für ihre harte Arbeit belohnt. Wir haben vier Tore geschossen und noch weitere Chancen erspielt. Der Sieg war aber auch für die Tabelle extrem wichtig, denn die Teams hinter uns punkten ja auch fleißig.“
In der Tat geht es in der Tabelle weiterhin sehr eng zu – sowohl nach oben als auch nach unten. Nach 38 von 52 Spielen liegen die Lausitzer Füchse zwar lediglich einen Zähler hinter Platz sechs. Aber sie haben auch nur fünf Punkte Vorsprung auf die Playdown-Ränge, wo es dann um den Klassenerhalt geht.
Viel Spannung in der DEL2
Es liegt also jede Menge Spannung über dem letzten Hauptrunden-Viertel der DEL2. Die Lausitzer Füchse haben mit dem Sieg in Krefeld gerade rechtzeitig vor dem Start in die heiße Phase noch einmal Selbstvertrauen getankt. Nach sechs Niederlagen in Folge war ein Erfolg beim langjährigen DEL-Club nicht unbedingt zu erwarten gewesen. Zumal mit Kapitän Clarke Breitkreuz und Samuel Dove-McFalls zwei Leistungsträger der Offensive erst gar nicht mit in den Mannschaftsbus in Richtung Rheinland gestiegen sind.
„Wir haben schwierige Zeiten hinter uns. Und wir sind auch noch nicht raus aus dem Tief. Aber wir arbeiten hart und wir investieren. Es ist schön, dass wir heute die Belohnung bekommen haben“, sagte Trainer Petteri Väkiparta nach dem Sieg am Dienstagabend in Krefeld: „Wir hatten dieses schöne Gefühl von heute zum letzten Mal am 28. Dezember 2023. Das ist schon eine Weile her.“
Vor allem in puncto Torgefährlichkeit hatten die Lausitzer Füchse zuletzt große Probleme. Die Ladehemmungen kosteten nicht nur Punkte, sondern schlagen sich auch in der Statistik nieder. Mit 95 erzielten Treffern liegt Weißwasser als einziges der 14 Teams immer noch unter der 100er-Marke.
Dennoch spielen die Lausitzer Füchse nach wie vor eine sehr ordentliche Saison und liegen voll auf Kurs. Das ursprüngliche Saisonziel lautete: Fernbleiben von den Playdowns und damit vorzeitiger Klassenerhalt. Nun sind sogar die Playoffs auf direktem Weg drin. Mit Blick auf die entscheidende Saisonphase hat Geschäftsführer Dirk Rohrbach das Ziel jetzt noch einmal präzisiert. „Wir wollen unbedingt in dieser Tabellenregion bleiben. Klar, als Tabellensiebter schielen wir natürlich auch nach oben in Richtung der Playoffs. Aber gleichzeitig wissen wir selbstverständlich, dass in den Mannschaften hinter uns ebenfalls viel Qualität steckt“, betont Rohrbach.

Dirk Rohrbach ist Geschäftsführer der Lausitzer Füchse aus Weißwasser in der DEL2.
Thomas HeideDas Spiel in Krefeld könne aus Sicht des Geschäftsführers eine Art Befreiungsschlag sein. Vor allem aber müsse es jetzt der Maßstab für den Kampf um die Playoffs sein. „Die Niederlagen zuvor hatten ja auch ihre Gründe. Wir haben zu umständlich gespielt, insgesamt hat die Passqualität gefehlt. An diesen Themen müssen wir dranbleiben“, fordert Rohrbach.


