DEL2 in Weißwasser: Füchse mit Sieg und Sturmlauf gegen Eispiraten Crimmitschau

Lane Scheidl (links) von den Lausitzer Füchsen setzt sich an der Bande gegen Finn Fuchs (Eispiraten Crimmitschau) durch. „Goldhelm“ Scheidl steuerte vier Treffer zum Weißwasseraner Derbysieg bei.
Thomas Heide- Lausitzer Füchse erreichen DEL2-Playoff-Viertelfinale nach 6:2 in Crimmitschau.
- Weißwasser gewann auch Spiel zwei der „best of three“-Pre-Playoffs.
- Lane „Goldhelm“ Scheidl traf viermal, Schlüsselphase: 5-Minuten-Überzahl.
- 4243 Zuschauer im Sahnpark; Weißwasser-Fans erhielten 600 Tickets.
- Viertelfinale startet am Mittwoch auswärts bei den Kassel Huskies.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Lausitzer Füchse ließen sich nach dem 6:2 (0:1, 1:0, 5:1)-Auswärtssieg von ihren Fans feiern – für die Eispiraten Crimmitschau ist die Saison dagegen beendet. Weißwasser gewann auch das zweite Spiel der Pre-Playoff-Serie nach dem Modus „best of three“ und trifft im Viertelfinale auf die Kassel Huskies.
Entscheidend war am Freitagabend der Sturmlauf der Gäste in der fünfminütigen Überzahl im letzten Drittel. „Goldhelm“ Lane Scheidl avancierte mit vier Treffern zum Wegbereiter für den Einzug ins Viertelfinale, das am Mittwoch mit dem Auswärtsspiel in Kassel startet.
„Ich bin wahnsinnig stolz auf die Mannschaft“, jubelte Kapitän Clarke Breitkreuz. „Das ist ein großer Moment für Eishockey-Weißwasser und ein wahnsinniger Erfolg für dieses Team. In der vergangenen zwei Monaten haben wir unser Herz auf dem Eis gelassen.“
Pre-Playoff-Ansturm in Crimmitschau: 4243 Zuschauer pilgerten am Freitagabend in den Sahnpark und sorgten schon drei Stunden vor Spielbeginn für verstopfte Straßen rund um das Stadion. Für die Fans aus Weißwasser stand ein Kontingent von 600 Tickets zur Verfügung. „Es ist sehr laut. Das ist gut für das Heimteam, aber auch gut für uns“, erklärte Füchse-Verteidiger Kyle Havlena im Interview bei SporteuropeTV. Es war ein Sachsenderby mit Gänsehaut-Atmosphäre.
Die Gäste kamen gut ins Spiel und gaben im ersten Drittel lange Zeit den Ton an. Weißwasser schnürte Crimmitschau teilweise im eigenen Drittel ein, aber es fehlte in dieser Phase an der Zielstrebigkeit im Abschluss. Die 1:0-Führung für Crimmitschau durch Dylan Wruck in der 18. Minute fiel in Überzahl und zu diesem Zeitpunkt völlig überraschend. Kapitän Clarke Breitkreuz musste in die Kühlbox – nur 13 Sekunden später klingelte es im Kasten. Bis dahin hatte Weißwasser vor dem Tor von Anthony Morrone nicht viel zugelassen. Kurz vor der ersten Sirene verpasste Philipp Kuhnekath knapp den zweiten Treffer für Crimmitschau (20.).
Ein komplett anderes Bild sahen die Zuschauer dann im zweiten Drittel. Jetzt war Crimmitschau am Drücker und kam zu zwei Pfostentreffern sowie weiteren Chancen. Das Tor fiel jedoch auf der anderen Seite: Lane Scheidl sorgte in der 35. Minute für den 1:1-Ausgleich – ebenfalls in Überzahl. Scheidl benötigte nur 14 Sekunden für den Treffer. Am Ende des zweiten Drittels kassierte Louis Brune eine Spieldauer-Disziplinarstrafe.

Füchse-Stümer Lennard Nieleck (Mitte) wird in dieser Szene von den beiden Crimmitschaurn Philipp Kuhnekath (rechts) und Mario Scalzo attackiert.
Thomas HeideDie fünfminütige Überzahl nutzte Weißwasser zu einem Sturmlauf und zwei Treffern. Lane Scheidl (44.) sorgte für das 2:1, John Broda erhöhte auf 3:1 (44.). Dylan Wruck ließ mit dem Anschlusstreffer zum 2:3 (53.) den Sahnpark noch einmal beben. Aber Lane Scheidl machte mit seinen Treffern drei und vier (57./60.) den Viertelfinal-Einzug perfekt. Charlie Jahnke erzielte den 6:2-Endstand (60.).
Das Fazit von Füchse-Coach Christof Kreutzer: „Ich bin stolz auf die Mannschaft. Sie arbeitet die ganze Saison sehr hart und bringt viel Energie auf das Eis. Und sie hat sich weiterentwickelt. Wir sind heute geduldig geblieben, was bei dieser Atmosphäre gar nicht so einfach war. Insgesamt war es eine sehr gute Mannschaftsleistung.“

