Eishockey in Weißwasser: Lausitzer Füchse blamieren Kassel und erzwingen Spiel sechs
Von wegen Ende, Aus, Sommerpause! Für die Lausitzer Füchse geht die wilde Fahrt im Playoff-Viertelfinale der Saison 2023/24 gegen die Kassel Huskies dank einer faustdicken Auswärts-Überraschung weiter. Weißwasser gewann am Freitagabend das fünfte Spiel mit 6:3 – und blamierte den Aufstiegs-Favoriten bis auf die Knochen.
Denn eigentlich wollte sich Kassel im Heimspiel den vierten, noch fehlenden Sieg in dieser Playoff-Serie nach dem Modus „best of seven“ holen. Stattdessen liegt Kassel jetzt nur noch 3:2 vorn. Am Sonntag stehen sich beide Teams in Weißwasser (17 Uhr) erneut gegenüber.
Die Kasseler Blamage wurde durch die Tatsache komplettiert, dass der Aufstiegs-Favorit schon mit 2:0 in Führung lag. Danach schlugen die stark ersatzgeschwächten Füchse jedoch mit Kontern eiskalt zurück.
„Ich bin sehr stolz auf unsere Mannschaft“, lobte Trainer Petteri Väkiparta. Sein Fazit: „Die Ausgangsposition war klar: Wir standen mit dem Rücken zur Wand. Du musst das Spiel gewinnen oder du gehst in den Sommerurlaub. Wir haben zusammen gekämpft, Eishockey ist ein Teamsport.“
Verletzungssorgen bei den Lausitzer Füchsen
Bei den Lausitzer Füchsen gab es einen weiteren verletzungsbedingten Ausfall. Mit Kristian Blumenschein fiel ein Leistungsträger der Defensive aus. Blumenschein hatte sich am Dienstag in Spiel vier beim Blocken eines Schusses verletzt und musste vorzeitig das Eis verlassen. Kapitän Clarke Breitkreuz konnte wegen einer Unterkörperverletzung ebenfalls nicht mitwirken. Für Sam Ruopp und Samuel Dove-McFalls war die Saison ohnehin schon beendet.
Trotz dieser personellen Schwächung kamen die Gäste nach dem frühen 0:2-Rückstand zurück. Und wie! Im zweiten Drittel sorgten Dominik Grafenthin (25., 38.) und Roope Mäkitalo (35.) für die Weißwasseraner Führung. Im letzten Drittel gab es dann noch weitere Gästetore durch Jake Coughler (52.), Louis Anders (60) und Lane Scheidl (60.).
„Wir wussten, dass es schwer wird. Der Start war mit dem 0:2 nicht optimal. Aber wir haben an uns geglaubt. Nun sind wir froh, dass es weitergeht“, sagte Toni Ritter mit Blick auf Spiel sechs am Sonntag in Weißwasser (17 Uhr).
Kassel Huskies – Lausitzer Füchse 3:6 (2:0, 0:3, 1:3)
Tore: 1:0 Olsen (4.), 2:0 Preto (11.), 2:1 Grafenthin (25.), 2:2 Mäkitalo (35.), 2:3 Grafenthin (38.), 3:3 Brune (46.), 3:4 Coughler (52.), 3:5 Anders (60.), 3:6 Scheidl (60.); Schiedsrichter: Brill/Haupt; Zuschauer: 5169; Strafminuten: 6/6.
Playoff-Stand („best of seven): 3:2.
Das nächste Spiel: Lausitzer Füchse – Kassel Huskies am Sonntag um 17 Uhr.

