DEL Lausitzer Füchse
: Trainer auf der Bande – Siegesserie reißt gegen Kaufbeuren

Die Lausitzer Füchse verlieren zu Hause gegen Kaufbeuren. Vor allem zu Beginn des DEL2- Spiels ist Weißwasser nicht präsent. Unterdessen hofft Samuel Dove-McFalls auf sein Debüt im ersten Derby der Saison.
Von
Frank Noack
Weißwasser
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  • Ilja Fleischmann (rechts) von den Lausitzer Füchsen setzt sich in dieser Szene an der Bande gegen den kaufbeurer Maximilian Hops durch.

    Ilja Fleischmann (rechts) von den Lausitzer Füchsen setzt sich in dieser Szene an der Bande gegen den kaufbeurer Maximilian Hops durch.

    Thomas Heide
  • Trainer Petteri Väkiparta von den Lausitzer Füchsen war sichtlich unzufrieden mit dem Start seiner Mannschaft in das Heimspiel gegen Kaufbeuren.

    Trainer Petteri Väkiparta von den Lausitzer Füchsen war sichtlich unzufrieden mit dem Start seiner Mannschaft in das Heimspiel gegen Kaufbeuren.

    Thomas Heide
  • Jake Coughler (am Boden, Lausitzer Füchse) muss sich in dieser Szene gleich gegen zwei Kaufbeurer behaupten.

    Jake Coughler (am Boden, Lausitzer Füchse) muss sich in dieser Szene gleich gegen zwei Kaufbeurer behaupten.

    Thomas Heide
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Die Erfolgsserie der Lausitzer Füchse ist gerissen. Nach drei Siegen in Serie verlor Weißwasser das Heimspiel gegen den ESV Kaufbeuren mit 1:2. Die Gastgeber liefen dabei am Sonntagabend vor 2365 Zuschauern ihrem schwachen Start in diese Partie hinterher. Den frühen Zwei-Tore-Rückstand konnten sie nicht mehr wettmachen, weil am Ende der englischen Woche die Konzentration und auch körperliche Frische fehlten.

Die Lausitzer Füchse waren nicht wiederzuerkennen im Vergleich zum 1:0-Sieg bei den Krefeld Pinguinen. Am Freitagabend hatte das Team mit einer konzentrierten Defensiv-Leistung den Grundstein für den Erfolg in Krefeld gelegt. Zwei Tage später im Heimspiel gegen Kaufbeuren war davon zunächst überhaupt nichts zu sehen. Die Gastgeber wirkten fahrig und luden den ESVK immer wieder zum Toreschießen ein. Jamal Watson in der 7. Minute und Jere Laaksonen (9.) nahmen dankend an. Entsprechend laut ging es auf der Füchse-Bank bei Trainer Petteri Väkiparta zu.

Im zweiten Drittel wurde es aus Sicht von Weißwasser nicht viel besser – das Spiel aber deutlich härter. Es gab reichlich Strafminuten auf beiden Seiten. Die Füchse scheiterten immer wieder am Kaufbeurer Torhüter Rihards Babulis. „Das war ein unglaublich schlechter Start von uns. Wir haben viel zu viele Konter bekommen. Jetzt sind wir so langsam im Spiel drin. Aber müssen die Chancen auch mal reinmachen“, sagte Louis Anders nach dem zweiten Drittel im Interview bei Sprade-TV.

In der 51. Minute war es dann aber soweit. Roope Mäkitalo verkürzte nach einem schönen Solo auf 1:2. Es war der Startschuss für die turbulente Schlussoffensive der Gastgeber. Auch Trainer Petteri Väkiparta ging voll mit. Weil der Finne mit den Schiedsrichtern unzufrieden war, stand er plötzlich wild gestikulierend auf der Bande. Weitere Tore sah Väkiparta nicht – nach dem schwachen Start war die Niederlage nicht mehr abzuwenden.

Das Fazit von Trainer Petteri Väkiparta: „40 Minuten lang können wir mit der Leistung zufrieden sein. In den ersten Minuten war der Kopf müde. Wir haben zu oft die Scheibe ohne Grund verloren. Aber wir sind von Freitag bis Freitag insgesamt 4040 Kilometer durch die Republik gefahren. Die Mannschaft hat trotzdem Charakter gezeigt und alles auf dem Eis gelassen.“

Und warum stand der Füchse-Coach plötzlich auf der Bande? „Ich wollte mal schauen, was die vier Kumpel auf dem Eis machen. Und da brauchte ich einen höheren Stuhl“, sagte Väkiparta mit Blick auf die Schiedsrichter. Hintergrund für seinen Ärger: Bei Kaufbeuren standen zwischenzeitlich sechs statt der erlaubten fünf Feldspieler auf dem Eis. Die Schiedsrichter brauchten eine Weile, ehe sie den Regelverstoß erkannten und mit einer Zwei-Minuten-Strafe ahndeten.

Lausitzer Füchse gewinnen in Krefeld

Dank des Treffers von Louis Anders hatten sich die Lausitzer Füchse am Freitagabend mit 1:0 bei den Krefeld Pinguinen durchgesetzt. Anders erzielte in der 57. Minute das einzige Tor in dieser Partie. Überschattet wurde das Spiel durch einen medizinischen Notfall im Gästeblock. Beide Fanlager stellten vorübergehend den Support ein.

Am kommenden Freitag steht für die Lausitzer Füchse das erste Derby dieser Saison an. Ab 19.30 Uhr gastieren die Eispiraten in Crimmitschau in Weißwasser. Bei den Füchsen könnte Stürmer Samuel Dove-McFalls dann endlich sein Debüt geben. Laut Geschäftsführer Dirk Rohrbach soll der Kanadier zeitnah seinen deutschen Pass erhalten.

Lausitzer Füchse – ESV Kaufbeuren 1:2 (0:2, 0:0, 1:0)

Tore: 0:1 Watson (7.), 0:2 Laaksonen (9.), 1:2 Mäkitalo (51.); Schiedsrichter: Singer/Ratz; Zuschauer: 2365; Strafminuten: 10/12.

Das nächste Spiel: Lausitzer Füchse gegen Eispiraten Crimmitschau am Freitag um 19.30 Uhr.