Union Berlin
: Was Trimmel bei Thomas Müller von Bayern München überrascht

Christopher Trimmel ist in der Bundesliga eine Legende bei Union Berlin – genau wie Thomas Müller bei Bayern München. Trimmel spricht über diesen Vergleich.
Von
Frank Noack
Berlin
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1.BL 1. FC Union - VfB Stuttgart 2024/25: Fußball, Herren, Saison 2024/2025, 1. Bundesliga (30. Spieltag), 1. FC Union Berlin - VfB Stuttgart, Christopher Trimmel (1. FC Union) Jubel nach dem Abpfiff, 19.04.2025, Foto: Matthias Koch

Christopher Trimmel hat seinen Vertrag bei Union Berlin verlängert. Hier jubelt Trimmel nach dem 4:4 gegen den VfB Stuttgart über den Klassenerhalt mit den Eisernen in der Fußball-Bundesliga.

Matthias Koch
  • Christopher Trimmel verlängert seinen Vertrag bei Union Berlin und feiert den Klassenerhalt.
  • Thomas Müller verlässt Bayern München, da sein Vertrag nicht verlängert wird.
  • Trimmel ist überrascht und bedauert Müllers Weggang, hofft aber auf einen neuen Verein für Müller.
  • Trimmel will bis 40 spielen, bleibt wichtiger Spieler und Ruhepol bei Union Berlin.
  • Union Berlin sichert sich den Klassenerhalt nach einem 4:4 gegen Stuttgart.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Beide sind Bundesliga-Legenden in ihren Vereinen: Thomas Müller bei Bayern München und Christopher Trimmel beim 1. FC Union Berlin. Es gibt jedoch einen großen Unterschied: Während Trimmel seinen Vertrag bei den Eisernen in Köpenick verlängert hat, gibt es für Müller keinen Platz mehr beim deutschen Rekordmeister – zumindest als Spieler auf dem Rasen. Denn Bayern München hatte kürzlich bekanntgegeben, dass der Vertrag von Thomas Müller nicht verlängert wird und damit eine große Diskussion in Fußball-Deutschland ausgelöst.

„Ja, ich war bei Thomas Müller selber auch überrascht, weil eigentlich Bayern München ja dafür bekannt ist, dass viele Spieler da die Karriere auch beenden können“, erklärte Christopher Trimmel nach dem spektakulären 4:4 (4:4) von Union Berlin gegen den VfB Stuttgart am Ostersamstag im Interview bei Sky. Trimmel weiter: „Irgendwie tut es mir auch leid. Ich glaube, ganz Deutschland leidet da mit. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass er noch mal einen tollen Verein finden wird. Ich werde ihn definitiv vermissen in der Bundesliga.“

Christopher Trimmel – Legende bei Union Berlin

Dabei ist Christopher Trimmel mit seinen 38 Jahren sogar drei Jahre älter als Thomas Müller. Er selbst wolle mindestens bis 40 Jahre spielen, verriet der Kapitän von Union Berlin. „Am Ende muss ich liefern, ich muss gesund bleiben, ich muss eine Alternative bleiben für den Verein. Das ist auch ganz klar so kommuniziert worden. Mir wird auch nichts geschenkt“, erklärte er.

Der Abwehrspieler ist der dienstälteste Spieler im Kader der Köpenicker, Fan-Liebling und wichtiger Ruhepol in der Kabine. Christopher Trimmel kam 2014 von Rapid Wien an die Alte Försterei und ist seit 2018 Kapitän der Eisernen, auch wenn er zwischenzeitlich immer mal wieder auf der Ersatzbank Platz nehmen musste. Die Partie gegen den VfB Stuttgart war das 356. Pflichtspiel von Trimmel. Hat der Union-Kapitän eine Zahl im Kopf, wie viele noch dazukommen sollen? „Nein“, betonte Trimmel: „Die Zahl ist mir nicht wichtig. Wichtig ist, dass ich gesund bleibe. Aber 400 Spiele wären schon schön.“

Nach dem Remis gegen den VfB Stuttgart freute sich Trimmel aber erst einmal über den vorzeitigen Klassenerhalt mit den Eisernen. Dank des Punktgewinns beim Tor-Spektakel gegen die Schwaben – noch nie gab es in einer ersten Halbzeit in der Bundesliga acht Tore – kann der FCU endgültig für das siebte Jahr in der Fußball-Bundesliga planen. Als die Berliner Anfang März zu Hause gegen Kiel verloren, sah vieles nach Zittern bis zur letzten Sekunde aus wie in der Vorsaison. Doch in sechs Spielen gegen Clubs mit Europa-Ambitionen gab es danach keine Niederlage und zwölf Punkte.

„Es war schon ein hartes Stück Arbeit. Ich bin froh, dass wir es jetzt schon geschafft haben. In den letzten fünf, sechs Wochen zeigen wir wieder den Fußball, den wir wollen, den die Fans wollen, und die Resultate stimmen auch“, bilanzierte Christopher Trimmel. Den Vergleich mit Thomas Müller lehnte er übrigens kategorisch ab: „Also, in der Kategorie sehe ich mich nicht.“