Borussia Dortmund
: Ex-Cottbuser Beier beim BVB – unglücklich in der Startelf

Maximilian Beier darf bei Borussia Dortmund in der Startelf ran – spielt aber gegen Union Berlin äußerst unglücklich. Nun soll er sich in Länderspielen Selbstvertrauen holen.
Von
Jan Lehmann
Berlin
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1.BL 1. FC Union - Borussia Dortmund 2024/25: Fussball, Herren, Saison 2024/2025, 1. Bundesliga (6. Spieltag), 1. FC Union Berlin - Borussia Dortmund, Maximilian Beier (Borussia Dortmund), 05.10.2024, Foto: Sebastian Räppold / Matthias Koch

Im Spiel beim 1. FC Union Berlin gelangen Maximilian Beier im Angriff von Borussia Dortmund nur wenige Aktionen.

Sebastian Räppold/Matthias Koch

Nur anderthalb Autostunden von seinem Geburtsort Brandenburg an der Havel entfernt, durfte Maximilian Beier am Samstag in der Startelf von Borussia Dortmund in der Bundesliga spielen. Zuvor hatte der für etwas weniger als 30 Millionen Euro aus Hoffenheim verpflichtete Angreifer bei seinem neuen Club nur wenig Einsatzzeit bekommen. Mit dem BVB kassierte er am Samstag allerdings beim 1. FC Union Berlin eine 1:2 (0:2)-Niederlage.

BVB-Coach Nuri Sahin hatte vor dem Spiel vor 22.012 Zuschauer im ausverkauften Stadion an der Alten Försterei bei „Sky“ erklärt, warum er nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Karim Adeyemi für Beier entschieden hatte: „Er hat wirklich richtig gut trainiert und uns schon gezeigt, in welche Richtung es geht. Heute ist die Chance da. Wir sind der vollen Überzeugung, dass er ein sehr gutes Spiel machen wird.“

Diese großen Erwartungen konnte der Angreifer, der drei Jahre bei Energie Cottbus ausgebildet und dann als 15-Jähriger zu 1899 Hoffenheim gewechselt war, nicht erfüllen. Beier wirkte nervös und hatte merklich nicht allzuviel Selbstvertrauen. Anstatt seine Schnelligkeit gegen den 16 Jahre älteren Union-Kapitän Christopher Trimmel auf der Außenbahn auszuspielen, gab Beier immer viel zu schnell den Ball ab. Ein insgesamt äußerst unglücklicher Auftritt des Angreifers.

Fehlpass vor dem Führungstreffer von Union Berlin

Besonders bitter sein Fehlpass in der 24. Minute. Daraus entstand der schnelle Unioner Gegenangriff der letztlich nur mit einem Foul an Benedict Hollerbach gestoppt werden konnte. Der Berliner Kevin Vogt verwandelte den fälligen Foulstrafstoß (25.), während der BVB in der Offensive um den hochgehandelten Torjäger Serhou Guirassy in der ersten Halbzeit nur eine echte Torchance verzeichnen konnte.

Nach der Pause wurde das Dortmunder Spiel besser. Bemerkenswert: Trotz des bis dahin unauffälligen Auftritts ließ Trainer Sahin den Ex-Cottbuser inklusive der sechs Minuten Nachspielzeit auf dem Platz. Beier kam im zweiten Abschnitt auch zu zwei verheißungsvollen Chancen (52./58.), scheiterte aber beide Male im Abschluss.

Mit gesenktem Kopf verließ er das Stadion an der Alten Försterei, während die Unioner ihren dritten Heimsieg in Folge feierten. Beier kann sich aber den Rückhalt seines Trainers sicher sein. Nuri Sahin hatte den Brandenburger bei der Verpflichtung als „Wunschspieler“ bezeichnet und auch vor dem Spiel in Berlin erklärt: „Er muss sich natürlich anpassen. Es ist in jungen Jahren ein Wechsel zum Topverein, das ist nicht so einfach.“ Sahin ist sich gewiss: „Wir sind sicher, dass er die Maßstäbe, die er in Hoffenheim gesetzt hat, bei uns steigern wird.“

Einsätze in der deutschen U21-Nationalmannschaft

Darauf setzt auch weiter Bundestrainer Julian Nagelsmann, der Beier als Überraschungskandidaten für die Heim-EM nominiert hatte. Vorerst soll der Angreifer aber in der U21 Spielpraxis sammeln. „Maxi hat in Dortmund einfach noch nicht so den Flow und Minuten gesammelt. Wir haben uns entschieden, dass es für ihn wenig sinnvoll ist, für uns nur immer 20 Minuten zu spielen“, hatte Nagelsmann begründet.

Beier soll stattdessen bei der U21 eine zentrale Rolle übernehmen. Nagelsmann äußerte: „Wir möchten ihm idealerweise zweimal 90 und zweimal 70 oder 80 Minuten in den wichtigen Quali-Spielen der U21 geben. So kann er der U21 und sich selbst helfen, einfach wieder Rhythmus zu sammeln.“ Die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes strebt am kommenden Freitag (18 Uhr/ProSieben Maxx) in Regensburg gegen Bulgarien die endgültige Qualifikation für die EM-Endrunde in der Slowakei an. Vier Tage später folgt in Lodz das abschließende Gruppenspiel gegen Polen.

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