1. FC Union Berlin Bundesliga
: Erst Schweigen, dann großer Jubel gegen RB Leipzig

Union Berlin gewinnt das Prestigeduell der beiden ostdeutschen Bundesliga-Clubs gegen RB Leipzig. Zudem gibt es endlich wieder Stürmertore im Stadion an der Alten Försterei zu bejubeln.
Von
Frank Noack
Berlin
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1.BL 1. FC Union - RB Leipzig 2025/26: Fußball, Herren, Saison 2025/2026, 1. Bundesliga (14. Spieltag), 1. FC Union Berlin - RB Leipzig, v. l. Castello Lukeba (RB Leipzig), Oliver Burke (1. FC Union Berlin) erzielt das Tor zum 1:0 gegen Torwart Peter Gulacsi (nicht im Bild, RB Leipzig), 12.12.2025, Foto: Matthias Koch

Schuss in den Winkel: Oliver Burke (rechts) erzielte formschön den Führungstreffer für Union Berlin gegen RB Leipzig. Castello Lukeba kommt zu spät und kann dem Ball nur noch hinterherschauen.

Matthias Koch
  • Union Berlin besiegt RB Leipzig 3:1 im Prestigeduell der ostdeutschen Bundesliga-Clubs.
  • Nach drei Niederlagen in Folge beendet Union Berlin seine Negativserie.
  • Oliver Burke erzielt das erste Stürmertor seit dem 4. Spieltag, weitere Treffer von Ansah und Skarke.
  • Union-Fans schweigen in den ersten 15 Minuten als Protest gegen das RB-Modell.
  • Defensive Stabilität und später starke Offensive sichern den Heimsieg in der Alten Försterei.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Siege gegen RB Leipzig schmecken dem 1. FC Union Berlin und seinen Fans ganz besonders gut. Entsprechend stimmungsvoll fiel die Party nach dem 3:1 (0:0)-Erfolg am Freitagabend im Stadion an der Alten Försterei aus. Die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart beendete mit diesem Dreier im Prestigeduell der beiden ostdeutschen Bundesligisten zudem die Negativserie von drei Pflichtspielniederlagen in Folge. In der Tabelle kletterten die Eisernen über Nacht auf Rang acht.

Das letzte Heimspiel in Köpenick in diesem Jahr begann wie immer gegen RB Leipzig mit einem demonstrativen Schweigen der Union-Fans in der ersten Viertelstunde. Sie brachten damit ihre Abneigung gegen das vom Brausekonzern aus Österreich unterstützte RB-Modell zum Ausdruck. Zudem wurden Flugblätter im Stadion verteilt. Überschrift: „In Leipzig stirbt der Fußball!“

Danach war es aber wie gewohnt laut im Stadion an der Alten Försterei, auch wenn es in der ersten Halbzeit noch keine Tore zu bejubeln gab. Die Gäste aus Leipzig waren zunächst die aktivere Mannschaft. Union überstand aber alle Angriffe schadlos und stand stabil. Und wenn es doch mal eng wurde, war Torhüter Frederik Rönnow zur Stelle. Die defensive Stabilität ging allerdings auf Kosten der eigenen Offensivbemühungen. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit verpasste Union Berlin den Führungstreffer nur knapp: Nach der Flanke von Derrick Köhn wirkte Janik Haberer am zweiten Pfosten überrascht – der Ball sprang auf sein Knie und kullerte von dort am linken Pfosten vorbei (45.+1).

Oliver Burke macht es besonders schön

In der zweiten Halbzeit gab es dann kein Schweigen mehr – dafür aber Tore. Oliver Burke machte es in der 57. Minute besonders schön. Er ließ Castello Lukeba mit einer Körpertäuschung stehen und beförderte den Ball danach überlegt in den Torwinkel. Bemerkenswert: Es war das erste Stürmertor bei Union seit dem 4. Spieltag. „Das geht mir richtig auf die Eier“, hatte Trainer Steffen Baumgart vor dem Spiel mit Blick auf die Flaute der Stürmer eingeräumt. Nach dem Ausgleich durch Tidiam Gomis (60.) schlugen die Eisernen mit dem 2:1 von Ilyas Ansah (63.) schnell zurück. Ansah traf per Kopf zur erneuten Führung und erzielte damit das nächste Stürmertor. Der eingewechselte Tim Skarke machte in der Nachspielzeit mit dem 3:1 den Heimsieg endgültig klar (90.+4).

Das Fazit von Trainer Steffen Baumgart: „Die Jungs haben sich immer mehr reingekämpft. Die zweite Halbzeit war dann das, was wir sehen wollen. Wir haben jeden Zweikampf angenommen und gut nach vorn gespielt. Über die drei Tore der Offensivabteilung muss ich schon ein wenig schmunzeln.“

1.BL 1. FC Union - RB Leipzig 2025/26: Fußball, Herren, Saison 2025/2026, 1. Bundesliga (14. Spieltag), 1. FC Union Berlin - RB Leipzig, v. l. Yan Diomande (RB Leipzig), Danilho Doekhi (1. FC Union),  12.12.2025, Foto: Matthias Koch

Kopf an Kopf: Danilho Doekhi (rechts) von Union Berlin lässt dem Leipziger Yan Diomande in diesem Zweikampf keinen Platz.

Matthias Koch