1. FC Magdeburg 2. Liga: Petrik Sander gewinnt irres Auswärtsspiel bei Greuther Fürth

Trainer Petrik Sander gewann mit dem 1 FC Magdeburg das Kellerduell der 2. Bundesliga bei der SpVgg Greuther Fürth.
Imago/Zink- Magdeburg gewinnt bei Greuther Fürth 5:4 nach 5:1-Führung zur Halbzeit 5:3
- Sander-Team kletterte auf Platz 13; Fürth bleibt Letzter, Dresden auf Rang 17
- Zukowski mit Dreierpack (15., 29., 32.); weitere FCM-Tore: Eigentor Münz (13.), Ghrieb (23.)
- Fürth trifft durch Bjarnason (8.), Arifi (43.), Dehm (45.+1), Elvedi (45.+5), Ltaief (47.)
- Sander: „Wirklich verrückt!“; Vogel kritisiert Defensive; Atik „unglaublich glücklich“
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Der Ex-Cottbuser Petrik Sander hat mit dem 1. FC Magdeburg in einem torreichen Schlagabtausch wichtige Punkte für den Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga gesammelt. Sander und der FCM gewannen das irre Kellerduell bei der SpVgg Greuther Fürth mit 5:4 (5:3). Magdeburg kletterte am Freitagabend in der Tabelle auf Platz 13 – die Rote Laterne leuchtet dagegen weiter in Fürth. Dynamo Dresden rutschte vor dem Auswärtsspiel beim FC Schalke 04 am Samstag (13 Uhr) auf Rang 17.
Ebenfalls verrückt: Auch in der Hinrunde gab es neun Tore im Duell der beiden Teams. Damals hatte sich Greuther Fürth in Magdeburg mit 5:4 durchgesetzt.
„Wirklich verrückt! Es war wieder ein Spektakel. Wir konnten das Spiel erst nach dem 5:4 beruhigen, vielleicht war sich die Mannschaft zu sicher“, erklärte Petrik Sander im Interview bei Sky. „So ein Spiel brauche ich nicht jede Woche. Ich habe schon genug graue Haare. Aber wir haben drei immens wichtige Punkte geholt – das wiegt schwer.“
Die 11.061 Zuschauer im Sportpark Ronhof sahen von Beginn an eine völlig irre Zweitliga-Partie. Fürth ging zwar durch Brynjar Ingi Bjarnason schon in der Startphase in Führung (8. Minute). Aber nach gut einer halben Stunde lag Magdeburg plötzlich mit 5:1 vorn. Reno Münz (13., Eigentor), ein Dreierpack von Mateusz Zukowski (15., 29., 32.) und Rayan Ghrieb (23.) bescherten die Gästen einen scheinbar komfortablen Vorsprung.

Es ging turbulent zu im Spiel der 2. Bundesliga zwischen der SpVgg Greuther Fürth und dem 1. FC Magdeburg. Hier macht sich Magdeburgs Torhüter Dominik Reimann ganz groß.
Jens Niering/dpaAber der Tore-Wahnsinn ging weiter. Die Fürther gaben sich nicht auf und kämpften sich zurück. Doni Arifi (43.), Jannik Dehm (45.+1) und Jan Elvedi (45.+5) sorgten noch vor der Pause für neue Hoffnung beim Kleeblatt. Zu Beginn der zweiten Halbzeit verkürzte Sayfallah Ltaief auf 4:5 (47.).
Magdeburg taumelte jetzt, rettete den knappen Vorsprung aber ins Ziel. In der 7. Minute der Nachspielzeit rettete Alexander Nollenberger beim Kopfball von Reno Münz auf der Linie. Danach jubelten Sander und der FCM über den wichtigen Auswärtsdreier in diesem Kellerduell.
Fürth-Trainer Heiko Vogel war dagegen sauer: „Die Phase vom 1:0 zum 1:5 kann ich nicht erklären. Wir haben die Zweikämpfe regelrecht vermieden, das war indiskutabel. Wir haben kapitale individuelle Fehler gemacht. Wenn man in der Defensive so spielt, hat man in der 2. Liga keine Chance. In der 2. Halbzeit haben wir noch einmal alles versucht.“
Magdeburgs Baris Atik erklärt: „Wir sind unglaublich glücklich, dass wir hier noch als Sieger vom Platz gegangen sind. Absoluter Wahnsinn. Eigentlich darf uns so etwas nicht passieren.“

