World Central Kitchen
: Tod von Australierin im Gazastreifen: Canberra spricht von „schwieriger“ Beziehung zu Israel

Australiens Außenministerin Penny Wong bezeichnet die Beziehungen zu Israel als „schwierig“. Sie fordert weiter Aufklärung zum Tod einer australischen Helferin im Gazastreifen.
Von
red/afp
Sydney
PHILIPPINES-ASEAN: Australia Foreign Minister Penny Wong attends the 33rd ASEAN Regional Forum (ARF), part of the Association of Southeast Asian Nations (ASEAN) Foreign Ministers Meeting in Pasay, Metro Manila on July 23, 2026. (Photo by Ezra Acayan / POOL / AFP)

Australiens Außenministerin Penny Wong kritisiert Israels Umgang mit dem Tod der World Central Kitchen Helferin Zomi Frankcom (Archivfoto).

EZRA ACAYAN/afp
  • Australiens Außenministerin nennt Verhältnis zu Israel „schwierig“ nach Todesfall in Gaza.
  • Israel untersucht den Tod der Australierin Zomi Frankcom nicht strafrechtlich – Empörung in Canberra.
  • Wong bestellte Israels Botschafter ein und fordert Gerechtigkeit, sie hat „kein Vertrauen“ in Ermittlungen.
  • Entscheidung sei „besonders beleidigend“, da sie am Welttag der humanitären Hilfe bekannt wurde.
  • World Central Kitchen und Gründer José Andrés verlangen eine unabhängige Untersuchung des Vorfalls.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Angesichts der Entscheidung der israelischen Armee, den Tod einer Australierin im Gazastreifen nicht weiter zu untersuchen, hat Australiens Außenministerin Penny Wong die Beziehungen zwischen den beiden Ländern als „schwierig“ bezeichnet. „Die australische Regierung wird Israel weiterhin dazu drängen, der Gerechtigkeit Genüge zu tun“, sagte Wong am Donnerstag vor Journalisten, nachdem sie mit dem israelischen Botschafter gesprochen hatte.

Die australische Mitarbeiterin der Hilfsorganisation World Central Kitchen, Lalzawmi „Zomi“ Frankcom, war 2024 bei einem israelischen Angriff auf ihren Fahrzeug-Konvoi gemeinsam mit sechs Kollegen getötet worden.

Die israelische Armee hatte zuvor bekannt gegeben, dass sie den Vorfall nicht im Rahmen von strafrechtlichen Ermittlungen untersuchen werde, was in der australischen Regierung zu Empörung führte. Wong bestellte den israelischen Botschafter Hillel Newman ein. Sie bezeichnete die Entscheidung der israelischen Armee als „besonders beleidigend und verletzend“, weil sie am Welttag der humanitären Hilfe am 19. August bekannt gegeben worden war.

Wong kritisiert Israels Ermittlungen zu Helfer-Tötungen

Die Außenministerin wies zudem ihren Botschafter in Israel an, der dortigen Regierung „direkt unsere Ansichten“ zu übermitteln. Nach dem Gespräch mit dem Vertreter Israels in Canberra sagte Wong, sie habe „kein Vertrauen“ in die israelischen Ermittlungen zu den Tötungen.

Israels Botschafter Newman bedauerte Frankcoms Tod, betonte aber zugleich, Israel habe nicht die Absicht gehabt, die Mitarbeiter der Hilfsorganisation anzugreifen oder in irgendeiner Form zu verletzen. „Die Entscheidung ist, dass es keine strafrechtliche Haftung gibt. Wir müssen diese Schlussfolgerung respektieren“, sagte er.

Der Gründer von World Central Kitchen, Starkoch José Andrés, erklärte im Onlinedienst X, die israelische Entscheidung sei „falsch und schmerzhaft für uns alle“. Er forderte eine unabhängige Kommission, um den Vorfall zu untersuchen.

Bei dem israelischen Drohnenangriff im April 2024 waren im Gazastreifen sieben Mitarbeiter der Hilfsorganisation, die unter anderem aus Australien, Großbritannien, Polen und Kanada stammten, getötet worden. Die israelische Armee sprach anschließend von einem „schweren Fehler“.