US-Präsident im Catering-Laster
: Trump zu Täuschungsmanöver: Habe auf Secret Service gehört

Der US-Präsident saß gar nicht im Regierungsflieger, obwohl das Weiße Haus das vor laufenden TV-Kameras vortäuschte. Jetzt äußert sich auch Trump zu der Enthüllung einer Zeitung.
Von
dpa
Washington
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Die Air Force One verließ der US-Präsident im Catering-Laster. (Archivbild).

Alex Brandon/AP/dpa
  • Täuschungsmanöver auf Rückflug aus der Türkei: Trump folgte Vorgaben des Secret Service.
  • Vor Kameras stieg er in die Regierungsmaschine – anschließend in einen Catering-Container.
  • Inkognito ging es per Laster zu einem kleineren US-Militärflugzeug Richtung Großbritannien.
  • Laut Trump gab es wohl eine Bedrohung, möglichweise aus dem Iran, Details nannte er nicht.
  • Die Öffentlichkeit sollte glauben, er sei die ganze Zeit in den Regierungsmaschinen gereist.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das Täuschungsmanöver auf dem Rückflug von US-Präsident Donald Trump aus der Türkei ist seinen Angaben zufolge auf Weisung seiner Personenschützer erfolgt. Er richte sich nach deren Vorgaben, sagte der Republikaner auf Nachfragen von Reportern. „Das liegt allein beim Secret Service.“ Das gelte auch für das Militär. „Ich tue, was sie sagen.“ Der Secret Service ist unter anderem für die Sicherheit des Präsidenten zuständig.

Zum Hintergrund der Entscheidung machte Trump keine genauen Angaben. Er sagte: „Ich nehme an, dass es eine Bedrohung gab.“ Er habe nicht weiter nachgefragt. Zugleich schien der Präsident bemüht, dem Fall keine große Bedeutung beizumessen: „Ich bekomme viele Drohungen.“ Er ergänzte: „Jeder Präsident, der etwas bewirkt, ist mit zahlreichen Drohungen konfrontiert. Präsidenten, die nichts bewirken, bekommen keine Drohungen.“

US-Präsident Trump

US-Präsident Trump hört nach eigenen Angaben auf den Secret Service (Archivbild).

Mark Schiefelbein/AP/dpa

Der Grund für das ungewöhnliche Täuschungsmanöver soll eine konkrete, vom Iran ausgehende Bedrohung gewesen sein. 

Trump im Catering-Laster

Die „Washington Post“ hatte am Montag (Ortszeit) enthüllt, dass das Weiße Haus im Juli nach dem Nato-Gipfel nur vorgetäuscht hatte, dass Trump mit einer Regierungsmaschine aus Ankara abgeflogen war. Der 80-Jährige stieg dort vor laufenden Kameras in die Regierungsmaschine ein, stieg dann aber laut der Zeitung unbemerkt in einen seitlich an dem Jet platzierten Catering-Container. Dessen Laster brachte ihn auf dem Flughafen inkognito zu einem kleineren US-Militärflugzeug, mit dem er nach Großbritannien flog. 

Nach der Landung der Regierungsmaschine in Großbritannien wechselte der Tross des Präsidenten von der alten, hellblauen Boeing 747 in den neuen Jet, der Trump von Katar geschenkt worden war. Der Präsident stieg dort auch in die Air Force One um. Die Öffentlichkeit sollte den Eindruck bekommen, dass er die ganze Reise in den Regierungsmaschinen zurückgelegt habe. In den USA stieg er dann vor laufenden Kameras aus.