Sänger verlangt Schadenersatz
: Neil Young klagt gegen Nutzung von Song durch Trump im Wahlkampf

Schon 2020 wehrte sich Neil Young gegen die Nutzung seiner Musik durch Trump. Nun geht es erneut um „Rockin' in the Free World“ – und um eine Forderung in Millionenhöhe.
Von
dpa
Washington
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Der kanadische Sänger Neil Young verklagt den US-Präsidenten (Archiv)

Nils Meilvang/epa/dpa
  • Neil Young klagt gegen die Nutzung von „Rockin' in the Free World“ bei Trump-Auftritten.
  • Er fordert zehn Millionen Dollar Schadenersatz, laut beim Bundesgericht in Virginia eingereichten Akten.
  • Vorwurf: Urheberrechtsverstoß durch das Wahlkampfkomitee „Trump 47“ ohne seine Erlaubnis.
  • Das Lied lief mehrfach bei Veranstaltungen, unter anderem am 12. Oktober vor Trumps Auftritt.
  • Bereits 2020 gab es eine Klage, danach sagte eine Trump-nahe Gesellschaft die Nichtnutzung zu.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Der Sänger Neil Young klagt gegen die Verwendung seines Hits „Rockin' in the Free World“ auf Wahlkampfveranstaltungen von US-Präsident Donald Trump. Young verlangt Schadenersatz in Höhe von zehn Millionen Dollar (rund 8,97 Millionen Euro). Das geht aus Gerichtsdokumenten hervor, die am Montag beim Bundesgericht im US-Bundesstaat Virginia eingereicht wurden.

Verstoß gegen Urheberrecht

„Das Lied steht für das genaue Gegenteil von allem, wofür Donald J. Trump steht“, heißt es in den Unterlagen. Der Sänger wirft dem Wahlkampfkomitee „Trump 47“ einen Verstoß gegen das Urheberrecht vor. Das 1989 veröffentlichte Lied sei mehrmals ohne Youngs Erlaubnis auf Wahlkampfveranstaltungen der Republikaner gespielt worden, heißt es weiter, unter anderem am 12. Oktober kurz vor einem Auftritt des US-Präsidenten. Young hatte Trump zuletzt als schlechtesten Präsidenten in der Geschichte der USA bezeichnet. 

Der Sänger hatte bereits 2020 wegen Urheberrechtsverletzung geklagt, nachdem bei einer Trump-Kundgebung neben „Rockin' in the Free World“ auch „Devil's Sidewalk“ gespielt worden war. Danach habe sich eine andere, Donald Trump nahestehende Gesellschaft verpflichtet, die beiden Lieder künftig nie mehr ohne entsprechende Lizenz und Erlaubnis von Young zu verwenden, heißt es in dem Gerichtsdokument.

Auch Klagen anderer Musiker gegen Trump

Auch andere Musiker wehren sich immer wieder gegen die nicht genehmigte Nutzung ihrer Songs durch Trump. 2020 gingen die Rolling Stones, die Familie von Tom Petty, Phil Collins und Linkin Park mit Unterlassungserklärungen gegen die Nutzung ihrer Musik vor. 2024 reichte zudem die Band The White Stripes eine Klage wegen ihres Songs „Seven Nation Army“ ein. Zuletzt verlangte die Band Alphaville im April 2026 die Entfernung eines KI-Videos mit ihrem Hit „Forever Young“. Außerdem untersagte sie Trump sowie der Republikanischen Partei jede weitere Nutzung ihrer Musik.