Pillay in Nürnberg
: „Teile den Preis mit Trump, wenn ihr noch länger klatscht“

Standing Ovations – und eine freche Spitze gegen Donald Trump: Die neue  Friedensnobelpreisträgerin Navanethem Pillay „droht“ dem deutschen Publikum scherzhaft.
Von
Michael Maier
Nürnberg
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Pillay reagiert unglaeubig auf Friedensnobelpreis: Navanethem "Navi" Pillay gibt am 09.10.2026 in Nuernberg Medienvertretern und -vertreterinnen ein Statement. Der Friedensnobelpreis 2026 geht an die Suedafrikanerin Navanethem "Navi" Pillay. Das teilte das norwegische Nobelkomitee am Freitag in Oslo mit. Die suedafrikanische Juristin mit indischen Wurzeln werde fuer ihren mutigen Einsatz fuer das Voelkerrecht und ihren Einsatz gegen Kriegsverbrechen und Genozid gewuerdigt, sagte der Komiteevorsitzende Jorgen Watne Frydnes. Die Juristin Navi Pillay hat erstaunt und unglaeubig auf die Ehrung reagiert. "Als Juristin und Richterin moechte ich das noch ueberpruefen", sagte die Suedafrikanerin am Freitag, nachdem sie waehrend einer Tagung in Nuernberg ueber die Auszeichnung informiert wurde. "Ich hoffe, das ist kein Scherz." Die 85-Jaehrige nahm in der bayerischen Stadt an einer Tagung zum 80. Jubilaeum der Verabschiedung der Charta der Vereinten Nationen teil, die von der Internationalen Akademie Nuernberger Prinzipien ausgerichtet wurde. (Siehe epd-Meldung vom 09.10.2026)

Überraschte Friedensnobelpreisträgerin Navi Pillay.

Katharina Gebauer/epd
  • Navi Pillay erhält den Friedensnobelpreis 2026, gab das Komitee am 9. Oktober 2026 bekannt.
  • Die Südafrikanerin wird für Einsatz für Frieden und internationales Recht gewürdigt.
  • Bekanntgabe traf sie beim Nürnberger Forum – Ort der historischen Nürnberger Prozesse.
  • Auf Applaus reagierte sie scherzhaft: Preis „vielleicht mit Trump“ teilen.
  • Ihr Lebenswerk umfasst Anti-Apartheid-Verteidigung, Ruanda-Tribunal und Internationalen Strafgerichtshof.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Große Ehrung, trockener Humor: Die südafrikanische Juristin Navanethem „Navi“ Pillay erhält den Friedensnobelpreis 2026. Das norwegische Nobelkomitee gab die Entscheidung am 9. Oktober 2026 bekannt und würdigte ihren Einsatz für Frieden und internationales Recht. Pillay erfuhr davon beim Nürnberger Forum – am historischen Schauplatz der Nürnberger Prozesse.

Die 85-Jährige reagierte auf den Applaus ihrer Kollegen mit einem augenzwinkernden Kommentar. In deutscher Übersetzung: „Wenn ihr noch ein bisschen mehr klatscht, teile ich diesen Preis vielleicht mit Trump.“ Den Moment dokumentiert ein Video, das Amnesty-Generalsekretärin Agnès Callamard auf X veröffentlichte.

Donald Trump und der Friedensnobelpreis

Die Pointe spielt auf Donald Trumps wiederholt geäußerten Anspruch an, selbst den Friedensnobelpreis verdient zu haben. Doch hinter dem schlagfertigen Auftritt steht ein jahrzehntelanges Engagement: Pillay verteidigte Gegner der Apartheid, arbeitete am Ruanda-Tribunal und am Internationalen Strafgerichtshof. Das Nobelkomitee hebt ihre juristische Sorgfalt, Integrität und ihren Mut hervor.

Der Witz liefert die Schlagzeile – ihr Lebenswerk liefert den Anlass. Wer nur über die Spitze gegen Trump lacht, verpasst die eigentliche Geschichte: Pillays jahrzehntelangen Einsatz gegen Straflosigkeit und für die Rechte derjenigen, die selbst kaum Gehör finden.

Ihre Arbeit steht für die Überzeugung, dass auch politisch und militärisch Mächtige vor dem Recht Verantwortung tragen müssen. Der schlagfertige Moment verdient sicher Aufmerksamkeit – ihr beharrliches Engagement für Menschenrechte und internationale Justiz aber noch mehr.