Möchte FDP-Chef werden
: Kubicki nennt Merz „Eierarsch“ und verneint Brandmauer zur AfD

Wolfgang Kubicki möchte gerne FDP-Chef werden. Jetzt hat er Friedrich Merz mit einem Kraftausdruck belegt. Die CDU ist not amused.
Von
swp
Berlin
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Wolfgang Kubicki: ARCHIV - 23.03.2026, Berlin: Wolfgang Kubicki (FDP) steht vor der Pressekonferenz in der Bundeszentrale der FDP dem Hans Dietrich Genscher Haus nach den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz. (zu dpa: «FDP sortiert sich neu - Höne gestärkt für Rennen um Vorsitz») Foto: Michael Kappeler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Der FDP-Politiker Wolfgang Kubicki hat Bundeskanzler Friedrich Merz als einen „Eierarsch“ bezeichnet. Die CDU ist darüber alles andere als erfreut.

Michael Kappeler/dpa
  • Wolfgang Kubicki will FDP-Chef werden und attackiert Friedrich Merz als „Eierarsch“.
  • Auslöser laut Kubicki: Merz erklärte die FDP nach jüngsten Landtagswahlen für tot.
  • CDU kritisiert den Ton und wirft Kubicki mangelnden Anstand vor.
  • Kubicki verneint eine „Brandmauer“ zur AfD und hält gemeinsame Abstimmungen für unproblematisch.
  • Marie-Agnes Strack-Zimmermann warnt vor einer Rechtsverschiebung und betont die politische Mitte.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die CDU hat FDP-Politiker Wolfgang Kubicki mangelnden Anstand vorgeworfen. „Ist das der neue Ton der FDP, lieber Herr Kubicki? So wird das nichts. Früher hatte die FDP noch Stil und Anstand“, heißt es in einem X-Post der Partei. Kubicki, Bewerber für den FDP-Vorsitz, hatte Bundeskanzler Friedrich Merz zuvor als „Eierarsch“ bezeichnet.

Im Podcast „Meine schwerste Entscheidung“ der Funke Mediengruppe hatte Kubicki erklärt, ein Auslöser für seine Entscheidung zur Kandidatur sei gewesen, dass Merz die FDP nach den jüngsten Landtagswahlen für tot erklärt habe. In der Sekunde habe er gedacht: „Du Eierarsch, dir werde ich das zeigen!“, so der 74-Jährige.

„Ich kenne keine Brandmauer“ zur AfD

In dem Podcast hatte Kubicki auch deutlich gemacht, dass er gemeinsame parlamentarische Abstimmungen mit der AfD für unproblematisch hält. Auf die Frage, ob die Brandmauer zur AfD stehe, sollte er die FDP führen, sagte er: „Die steht weder in der Verfassung noch ist sie gesetzgegeben. Ich kenne keine Brandmauer.“

Die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann warnte daraufhin davor, die Partei nach rechts zu verschieben. „Unsere Aufgabe ist es, die politische Mitte zu stärken und den Liberalismus in seiner ganzen Breite zu verteidigen“, sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Nicht, ihn nach rechts zu verschieben.“