Seltene Blutgruppe AB Rh+
: Innenminister bittet um Blutspenden für angeschossenen Polizisten

In Krakau stoppten zwei Polizisten den Killer unter Einsatz von Leib und Leben: Für Jakub Kulik wird dringend ein besonders seltenes Blut gesucht.
Von
Michael Maier
Krakau
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Schüsse in Krakau: Polizei und Rettungswagen sind auf dem Hauptmarktplatz in Krakau im Einsatz. Am Nachmittag fielen im Zentrum von Krakau Schüsse.  Ersten Berichten zufolge gibt es Opfer und Verletzte. (zu dpa: «Schütze von Krakau soll «radikale Ansichten» vertreten haben»)

Die Polizei war innerhalb von drei Minuten vor Ort – und geriet selbst unter Beschuss.

Art Service/PAP/dpa
  • In Krakau wurden zwei Polizisten bei einem Einsatz schwer verletzt – einer braucht Blut.
  • Gesucht wird die seltene Blutgruppe AB Rh+: Spenden für Jakub Kulik in Polen angeben.
  • Ein 24-Jähriger schoss am 7. November im Zentrum: sechs Tote, 16 Verletzte.
  • Ermittler fanden später im Haus des Verdächtigen drei weitere Tote – Schwester, Mutter, Vater.
  • Regierung würdigte den schnellen Polizeieinsatz, Videos zeigen den Schusswechsel.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Es geht jetzt um Leben und Tod: Bei den Schüssen in Krakau wurden auch zwei Polizisten schwer verletzt. Einer von ihnen, Jakub Kulik, braucht dringend Blut: Polens Justizminister Waldemar Zurek bat um Spenden der seltenen Blutgruppe AB Rh+. Auch die frühere Militäreinheit des Polizisten rief zur Unterstützung auf. Wer spenden kann, sollte sich bei einer Blutspendestelle in Polen melden und angeben, dass die Spende für Jakub Kulik bestimmt ist.

Am Samstagnachmittag, dem 7. November, eröffnete ein 24-jähriger Mann im Zentrum Krakaus das Feuer. Sechs Menschen starben vor Ort, 16 wurden verletzt – darunter der Verdächtige selbst. Die polnische Regierung teilte mit, die ersten Beamten hätten kurz nach dem ersten Notruf eingegriffen. Zwei Polizisten wurden bei dem Schusswechsel schwer verletzt.

Aufnahmen des Einsatzes zeigen einen Polizisten, der auf den am Boden liegenden Angreifer schießt. Später ist zu sehen, wie der Beamte selbst zu Boden geht, da er offenbar selbst angeschossen war. Die Videos geben einen erschütternden Einblick in den Einsatz, bei dem laut Medienberichten unvermittelt das Feuer auf die Polizei eröffnet wurde.

Blutspende: Blutkonserven hängen an einem Ständer in der Produktionsstätte für Blutprodukte.  (zu dpa: «Blutkonserven werden knapp – Einschränkungen für Kliniken»)

Blutkonserven hängen an einem Ständer.

Marcel Kusch/dpa

„Viele Menschenleben in Krakau gerettet“

Der polnische Premier Donald Tusk würdigte die verletzten Beamten Jakub Kulik und Artur Morański. Sie hätten wahrscheinlich viele Menschenleben gerettet, schrieb er. Innenminister Marcin Kierwiński sagte, die Polizei habe innerhalb von drei Minuten nach der ersten Alarmierung auf den Angreifer geschossen.

Sechs Menschen starben bei den Schüssen im Stadtzentrum. Später fanden Ermittler im Haus des Verdächtigen drei weitere Tote. Premier Tusk sagte zunächst, es handle sich vermutlich um Angehörige des Mannes. Die AP berichtete am Sonntag, die Polizei habe die Toten als dessen Schwester, Mutter und Vater identifiziert. Die Todesfälle im Haus sind in der Gesamtzahl von neun enthalten; sie ereigneten sich jedoch nicht am Marktplatz.

Touristen in Krakau angeschossen

Unter den Verletzten waren auch ausländische Staatsangehörige, darunter Menschen aus Deutschland und Österreich. Ein Bericht des polnischen Auslandsdienstes, der sich auf Reuters und eine Sprecherin des Innenministeriums stützt, nennt insgesamt fünf verletzte ausländische Staatsangehörige aus Großbritannien, Portugal, Russland, Deutschland und Österreich.

Für Menschen, die helfen möchten, zählt jetzt vor allem die konkrete Bitte: Gesucht wird AB Rh+; bei der Spende an einer dafür vorgesehenen Stelle in Polen – etwa in Krankenhäusern – soll der Name Jakub Kulik genannt werden. Weitere praktische Hinweise sollten mögliche Spender direkt bei einer Blutspendestelle erfragen.