Bombe im Rucksack: Russischer Geheimdienst nimmt Deutsche fest

Geheimdienstzentrale in Russland. Das Hauptquartier des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB.
Alexander Zemlianichenko Jr/Xinhua/dpa- FSB meldet Festnahme einer deutschen Staatsbürgerin wegen Terrorverdachts.
- Die 1969 geborene Frau soll in Pjatigorsk einen Anschlag geplant haben.
- Ziel war laut FSB eine Einrichtung der Strafverfolgungsbehörden in Stawropol.
- Im Rucksack der Verdächtigen sei eine Bombe gefunden und entschärft worden.
- Details nannte der FSB nicht – er berichtet öfter von vereitelten Anschlägen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat nach eigenen Angaben eine deutsche Staatsbürgerin wegen Terrorverdachts festgenommen. Die 1969 geborene Frau soll versucht haben, im Auftrag ukrainischer Geheimdienste in der Stadt Pjatigorsk in der Region Stawropol im Nordkaukasus einen Terroranschlag auszuführen. Ziel sei eine Einrichtung der russischen Strafverfolgungsbehörden gewesen, teilte der FSB mit. Von unabhängiger Seite überprüfbar sind die Vorwürfe nicht.
Im Rucksack der Verdächtigen sei ein selbstgebauter Sprengsatz entdeckt und dann entschärft worden. Der FSB teilte mit, dass die Sprengkraft der Bombe etwa 1,5 Kilogramm TNT entsprochen habe. Die Frau soll sich in der Nähe der Einrichtung der Strafverfolgungsbehörden in Pjatigorsk aufgehalten haben.
Ein zweiter festgenommener Verdächtiger, ein 1997 geborener Mann aus Zentralasien, sollte nach Darstellung des FSB die Bombe aus der Ferne in den Morgenstunden zünden, um so möglichst viele Uniformierte zu töten. Dem Geheimdienst zufolge wäre dabei auch die Frau getötet worden.
Beide Verdächtige hätten ein Geständnis abgelegt, teilte der FSB mit. Demnach sollen sie den Sprengsatz über ein Versteck des ukrainischen Geheimdienstes erhalten haben. Beweise dafür veröffentlichte die Behörde zunächst nicht.
Lebenslange Haftstrafe droht
Die beschuldigte Deutsche soll laut FSB bereits seit längerer Zeit in kriminelle Machenschaften verwickelt und auch an der Organisation von Betrugsmaschen gegen russische Staatsbürger beteiligt gewesen sein. Beiden Verdächtigen droht im Fall einer Verurteilung jeweils eine bis zu lebenslange Haftstrafe.
In Russland gab es seit Beginn des Angriffskrieges gegen die Ukraine wiederholt Attentate, Bombenanschläge und andere Angriffe, bei denen Zivilisten oder Uniformierte getötet wurden. Der FSB meldet zudem immer wieder verhinderte Terroranschläge und Festnahmen von Verdächtigen, denen Verbrechen im Auftrag ukrainischer Geheimdienste vorgeworfen werden. Der Geheimdienst behauptete in seiner Mitteilung außerdem, die Ukraine verstärke derzeit die Anwerbung von Tätern für Anschläge unter ausländischen Staatsbürgern, darunter aus Ländern der EU.

