Außenministertreffen in der Türkei
: Regierungskreise: Wadephul reist zu Außenministertreffen in Istanbul

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) wird am Freitag zu einem Außenministertreffen in der türkischen Metropole Istanbul erwartet. Wadephul will dabei  über die regionale Sicherheit beraten
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red/afp
Istanbul
Bulgarische Außenministerin in Berlin: Johann Wadephul (CDU), Außenminister, bei einer Pressekonferenz gemeinsam mit seiner bulgarischen Amtskollegin nach einem Treffen im Auswärtigen Amt. (zu dpa: «Wadephul zu Nord-Stream-Prozess: Gehen mit jedem Ergebnis um»)

Johann Wadephul (CDU) wird am Freitag zu einem Außenministertreffen in Istanbul erwartet (Archivfoto).

Carsten Koall/dpa
  • Außenminister Johann Wadephul reist am Freitag zu einem Treffen nach Istanbul.
  • Thema ist regionale Sicherheit mit Kollegen aus Großbritannien, Frankreich, Türkei, Saudi-Arabien, Pakistan und Ägypten.
  • Auf der Agenda: Palästina-Frage, Straße von Hormus, Entwicklungen im Jemen – sowie ein Ende des Ukraine-Kriegs.
  • Berlin zielt auf „diplomatische Beruhigung“; auch Energiepreise und Ernährungssicherheit stehen an.
  • Fidan will mehr Druck auf Israel fordern und saudische Anliegen gegen Huthi-Angriffe unterstützen.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) wird am Freitag nach Angaben aus Berliner Regierungsreisen zu einem Außenministertreffen in der türkischen Metropole Istanbul erwartet. Wadephul will dabei mit seinen Kollegen aus Großbritannien und Frankreich sowie mit den Außenministern der Türkei, Saudi-Arabiens, Pakistans und Ägyptens über die regionale Sicherheit beraten, wie am Donnerstag aus dem türkischen Außenministerium verlautete.

Bei dem Treffen in Istanbul solle es um die „Palästina-Frage, die Situation in der Straße von Hormus, die Entwicklungen im Jemen und die Suche nach einem Ende des Ukraine-Kriegs“ gehen, hieß es aus dem türkischen Außenministerium.

Aus den Berliner Regierungskreisen verlautete, es gehe darum, Beiträge für eine „diplomatische Beruhigung der Konfliktlage“ auszuloten. Themen seien unter anderem die gestiegenen Energiepreise sowie mit Blick auf russische Angriffe auf Frachtschiffe im Schwarzen Meer „Fragen der weltweiten Ernährungssicherheit“.

Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit ausloten

Die Vertreter der sieben Länder kommen den Angaben aus Ankara zufolge erstmals in dem sogenannten R4+E3-Format zusammen. Ziel sei es, Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit auszuloten.

Das E3-Format aus Deutschland, Großbritannien und Frankreich war vor mehr als 20 Jahren im Rahmen der Atomverhandlungen mit dem Iran eingerichtet worden. Dagegen hatten sich die mehrheitlich islamischen R4-Staaten Türkei, Saudi-Arabien, Pakistan und Ägypten erst in diesem Jahr als Reaktion auf den Iran-Krieg zu einer engeren sicherheitspolitischen Abstimmung zusammengeschlossen.

Die Türkei sieht die regionale Sicherheit vor allem in der Eigenverantwortung der Länder der Region. Diese Haltung werde Außenminister Hakan Fidan bei dem Treffen unterstreichen, hieß es aus seinem Ministerium. Ankara räume dabei Mechanismen der Zusammenarbeit Vorrang ein, „die auf regionaler Eigenverantwortung beruhen“. Es dürfe nicht zugelassen werden, „dass sich die aktuellen Konflikte gegenseitig nähren“.

Mehr Druck auf Israel wegen Siedlergewalt im Westjordanland

Aus Diplomatenkreisen hieß es weiter, Fidan wolle angesichts der Siedlergewalt im Westjordanland mehr Druck auf Israel fordern. Zudem werde er Saudi-Arabien Unterstützung gegen die Angriffe der Huthi-Miliz zusichern und die freie Schifffahrt in der Straße von Hormus sowie der Meerenge Bab al-Mandab betonen. Ein weiteres Thema seien zunehmende Angriffe auf Schiffe im Schwarzen Meer im Zuge des Ukraine-Kriegs.

Mit Blick auf die Huthi-Angriffe sagte der ägyptische Außenminister Badr Abdelatty am Donnerstag, es müssten alle Optionen geprüft werden, um eine politische Lösung zwischen Saudi-Arabien und der Miliz zu finden. Weiter sicherte er dem Königreich seine Unterstützung zu.