Angriff in Berlin: Weiterer Verdächtiger nach CSD-Terroranschlag wieder frei

Nach dem Angriff auf den CSD in Berlin: 27.07.2026, Berlin: Blumen, Kerzen und persönliche Botschaften sind am Morgen im Regen nahe dem Ort in Tiergarten zu sehen, wo ein Fahrzeug am Rande des Christopher Street Day in eine Menschenmenge gefahren war.
Soeren Stache/dpa- Zweiter Verdächtiger nach CSD-Angriff in Berlin frei – Tatverdacht erhärtete sich nicht.
- Ein Auto fuhr am Samstagabend am Rand der Veranstaltung in die Menge: eine Tote, 29 Verletzte.
- Der Fahrer floh und griff laut Polizei mutmaßlich mit einer Machete Passanten an.
- Am Sonntagabend starb der mutmaßliche Täter Abdul B. bei einem SEK-Einsatz in Berlin-Spandau.
- Bundesanwaltschaft ermittelt weiter zu möglichen Mitwissern oder Unterstützern.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nach dem mutmaßlich islamistischen Terroranschlag am Rande des Christopher Street Days (CSD) in Berlin ist ein zunächst festgenommener zweiter Verdächtiger wieder frei. Der Mann sei entlassen worden, teilte eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft mit. Der Tatverdacht gegen den Mann dürfte sich demnach nicht erhärtet haben.
Der CSD in Berlin war am Samstagabend abgebrochen worden, nachdem ein Auto am Rande der Großveranstaltung in eine Menschenmenge gefahren war. Eine Frau wurde getötet, 29 weitere Menschen wurden verletzt. Der Fahrer verließ laut Polizei das Auto und floh. Er sei mutmaßlich auch mit einer Machete auf Passanten losgegangen, sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU).
Dobrindt: Anschläge typischerweise von Einzeltätern begangen
Am Sonntagabend wurde der mutmaßliche Täter Abdul B. dann getötet. Bei einem Polizeieinsatz in einer Kleingartenanlage in Berlin-Spandau sei der 21-Jährige mit einer Stichwaffe auf die Einsatzkräfte zugelaufen. Das Berliner SEK habe auf ihn geschossen. „Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen durch die Berliner Feuerwehr verstarb er noch am Einsatzort“, so die Polizei.
Mehrere Medien hatten am Wochenende über die Festnahme einer zweiten Person berichtet. In der Vergangenheit sei immer auch nach weiteren Verdächtigen gesucht worden, sagte Dobrindt (CSU) Sonntagabend im ARD-«Brennpunkt“. „Es gibt eine weitere Person, die dort in Betrachtung ist. Das hat sich bisher aber nicht erhärtet, ist aber auch noch nicht abgeschlossen.“ Diese Anschläge würden typischerweise von Einzeltätern begangen.
Die Bundesanwaltschaft hatte am Sonntagabend die Ermittlungen zu dem mutmaßlichen Terroranschlag übernommen. Als oberste Anklagebehörde in Deutschland ist sie unter anderem für Fälle von islamistisch motiviertem Terrorismus zuständig. Nach dem Tod des Hauptverdächtigen kann es bei den Ermittlungen etwa noch um mögliche Mitwisser oder Unterstützer gehen.
