Wahl Berlin 2026: Diese beiden Dinge sind neu bei der Abgeordnetenhauswahl am Sonntag

Wenn Berlin am Sonntag ein neues Abgeordnetenhaus wählt, gelten zwei neue Regeln für Wähler.
Christophe Gateau/dpaWenn am Sonntag etwa 2,4 Millionen Berliner zur Abgeordnetenhauswahl aufgerufen sind, gibt es zwei Neuerungen im Berliner Wahlrecht, die bei diesem Urnengang zum ersten Mal gelten.
Diese Dinge sind neu bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl
Auf zwei wesentliche Änderungen im Landeswahlrecht weist die Landeswahlleitung in Berlin vor der Wahl am 20. September hin:
- Neu sind nunmehr auch 16-Jährige zur Abgeordnetenhauswahl wahlberechtigt.
- Für die Abgeordnetenhauswahl gibt es nur noch einen Stimmzettel und nicht mehr, wie bisher getrennt je einen Stimmzettel für die Erst- und Zweitstimme. Ihre Erst- und Zweitstimme geben Wahlberechtigte nunmehr, wie bei der Bundestagswahl auf einem Stimmzettel ab.
Damit gilt folgende neue Regelung für Wahlberechtigte in Berlin:
Wahlberechtigt zum Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordnetenversammlungen sind alle deutschen Staatsangehörigen, die am Wahltag, dem 20. September 2026,
- das 16. Lebensjahr vollendet haben, also vor dem 21. September 2010 geboren sind,
- seit mindestens drei Monaten, also seit dem 20. Juni 2026, ununterbrochen in Berlin eine Wohnung innehaben oder sich sonst überwiegend in Berlin aufhalten
- und nicht infolge eines Gerichtsentscheids das Wahlrecht verloren haben.
Aktuelle Umfragen zur Abgeordnetenhauswahl 2026 in Berlin
In den aktuellen Umfragen zur Wahl am 20. September 2026 zeigt sich ein enges Rennen zwischen AfD, Linken und CDU. SPD und Grüne rangieren in den Umfragen etwas dahinter. Andere Parteien, wie das BSW oder die FDP, müssen um das Erreichen der Fünf-Prozent-Hürde zittern. Wer weniger als fünf Prozent der Stimmen erreicht und keinen Wahlbezirk direkt gewinnt, zieht nicht ins Berliner Landesparlament ein. Insgesamt stehen auf den Wahlzetteln zur Abgeordnetenhauswahl die Namen von 41 Parteien, Wählergemeinschaften und Einzelbewerbern. Wie sich die Umfragewerte zuletzt verändert haben, lässt sich in diesem Extra-Artikel nachverfolgen.
