LR+LR+40 Jahre Tschernobyl
: Die Katastrophe, die zur langsam verhallenden Mahnung wurde

Vor 40 Jahren kam es zum bislang größten Unfall in einem Atomkraftwerk. Das geschah in der heutigen Ukraine. Verändert hat der GAU vor allem Deutschland.
Kommentar von
André Bochow
Berlin
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Der Unfall in Tschernobyl und seine Folgen: Der 4. Reaktorblock wurde durch eine Explosion am 26.04.1986 in Tschernobyl voellig zerstoert; Blick auf Block 3 und 4 des Kernkraftwerks waehrend der Reparaturarbeiten (Foto von 1986). Der schwerste Unfall in der Geschichte der zivilen Atomkraftnutzung beginnt in der Nacht - um kurz vor halb zwei Uhr am 26. April 1986. Nach Angaben des Bundesamtes fuer Strahlenschutz und anderer Quellen kommt es im Reaktor Nummer 4 des ukrainischen AKW Tschernobyl waehrend eines planmaessigen Abschaltens und eines gleichzeitigen Versuchsprogramms zur Ueberpruefung verschiedener Sicherheitseigenschaften zu einer atomaren Kettenreaktion. Wie viele Menschen infolge des Unfalls sterben oder erkranken, ist umstritten - die Angaben reichen von einigen Dutzend bis zu mehreren Hunderttausend Betroffenen. Die weitreichenden und langwierigen oekologischen, gesundheitlichen - auch psychischen - und wirtschaftlichen Folgen dieses Unfalls stellen die damalige Sowjetunion und spaeter Russland, Belarus und insbesondere die Ukraine vor grosse Herausforderungen - auch heute noch. (Siehe epd-Stichwort vom 14.04.2026) *** Local Caption *** 00351299

Der Unfall in Tschernobyl und seine Folgen: Der 4. Reaktorblock wurde durch eine Explosion am 26.04.1986 in Tschernobyl völlig zerstört. Hier der Blick aus dem Flugzeug auf Block 3 und 4 des Kernkraftwerks während der Reparaturarbeiten.

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