Zecken: FSME, Borreliose & Co. - Welche Krankheiten Zecken übertragen können

Nach einem Zeckenstich: Eines der wenigen charakteristischen Symptome einer Borreliose ist das so genannte Erythema migrans, auch Wanderröte genannt. Diese ringförmige Hautrötung kann einige Tage bis Wochen nach einem Zeckenstich auftreten.
Harry Melchert/dpa- Zecken übertragen Krankheiten wie FSME und Borreliose.
- FSME kann das Nervensystem betreffen; Symptome reichen von Fieber bis Lähmungen.
- Borreliose zeigt sich oft durch Wanderröte; weitere Symptome sind Hautausschläge und Kopfschmerzen.
- Impfungen gegen FSME sind in Risikogebieten empfohlen.
- Bei Symptomen nach einem Zeckenstich sollte man einen Arzt aufsuchen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Klein aber gemein: Die Natur hat für den Menschen so manch winzigen Antagonisten überlassen. Weit vorne mit dabei ist in Deutschland die Zecke. Würde man alle Parasiten auf dem Planeten ausrotten, so würde ein großer Teil der übrigen Lebewesen verhungern. Die Gefahr, die von Zecken ausgeht, sollte man jedoch nicht unterschätzen.
Welche Krankheiten können von Zecken auf den Menschen übertragen werden?
Die am häufigsten durch Zecken übertragenen Krankheiten sind laut dem Uniklinikum in Leipzig:
- Lyme-Borreliose: Die Lyme-Borreliose ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die unterschiedliche Symptome hervorrufen kann: Hautausschläge, Fieber, Kopfschmerzen und Gelenkschmerzen.
- Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME): FSME ist eine durch Zecken übertragene Virusinfektion, die das zentrale Nervensystem betreffen kann. Die Symptome reichen von Fieber und Kopfschmerzen bis hin zu Lähmungen und Krampfanfällen.
Die Symptome sind jedoch teilweise unspezifisch und überschneiden sich. Es ist daher wichtig, diese nach einem Zeckenstich von einem Arzt untersuchen zu lassen, um mögliche Infektionen frühzeitig erkennen und behandeln zu können.
Wie erkennt man eine Lyme-Borreliose?
Die Lyme-Borreliose vermag laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unterschiedliche Symptome hervorzurufen, die sich in verschiedenen Stadien entwickeln. Zu Beginn kann ein charakteristischer Hautausschlag in Form eines sogenannten Wanderröte (Erythema migrans) auftreten, der sich um den Stich herum ausbreitet und typischerweise eine runde bis ovale Form hat. Der Ausschlag ist in der Mitte blasser als am Rand und kann sich im Laufe der Zeit vergrößern.
Im späteren Verlauf der Erkrankung treten zum Teil Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Schwindel, Müdigkeit und Abgeschlagenheit auf. In manchen Fällen können auch neurologische Symptome wie Taubheitsgefühle, Lähmungen oder Gesichtslähmungen hinzukommen.
Da die Symptome der Lyme-Borreliose jedoch unspezifisch sind und auch andere Erkrankungen verursachen können, ist eine sichere Diagnose oft schwierig. Wenn ein Wanderröte auftritt, ist dies jedoch ein deutlicher Hinweis auf eine mögliche Borreliose-Infektion. Eine Blutuntersuchung auf Antikörper gegen Borrelien kann zur Bestätigung der Diagnose herangezogen werden. Bei Anzeichen einer Infektion sollte in jedem Fall einen Arzt aufgesucht werden.
Was sind die Symptome einer Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)?
Die Symptome einer Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) können variieren, je nachdem, welche Bereiche des Nervensystems betroffen sind. Typischerweise zeigen sich die Symptome 7 bis 14 Tage nach dem Stich einer infizierten Zecke und können in zwei Phasen auftreten:
1. Akute Phase: In der akuten Phase begleiten potenziell unspezifische grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Gliederschmerzen und Übelkeit eine Infektion.
2. Neurologische Phase: In der zweiten Phase können neurologische Symptome auftreten, die von Person zu Person unterschiedlich ausgeprägt sind. Zu den Symptomen gehören unter anderem:
- Meningitis: Steifer Nacken, Kopfschmerzen, Lichtempfindlichkeit, Übelkeit und Erbrechen.
- Enzephalitis: Kopfschmerzen, Fieber, Verwirrtheit, Gedächtnisprobleme, Krampfanfälle, Lähmungen und Bewusstseinsstörungen.
Die Symptome können schwerwiegend sein und in einigen Fällen zu bleibenden neurologischen Schäden oder zum Tod führen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung rät dazu, bei einem Zeckenstich auf mögliche Symptome zu achten und gegebenenfalls einen Arzt aufzusuchen, um mögliche Infektionen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
Wie kann man sich gegen FSME impfen lassen?
Die Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) regt den Körper dazu an, Antikörper gegen das Virus zu bilden. Die Impfung erfolgt durch einen Arzt in der Regel in Form von zwei bis drei Injektionen im Abstand von einigen Wochen oder Monaten.
In Deutschland ist die Impfung gegen FSME in Risikogebieten vom RKI empfohlen, da das Virus in einigen Regionen endemisch ist. Auch in einigen anderen Ländern Europas, insbesondere in Österreich, der Schweiz, Tschechien und Skandinavien, kann das Virus vorkommen.

