Winter-Comeback in Sachsen
: Sibirische Eisluft im Anmarsch – so kalt könnte es werden

Ein Winter-Comeback droht: Schon bald könnte eisige Ostluft mit Dauerfrost und Schnee nach Deutschland strömen. Auch Sachsen wäre betroffen.
Von
Doreen Matschuk
Dresden
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Winterwetter in Berlin: 11.01.2026, Berlin: Ein dicke Eisschicht hat sich an Ästen am Ufer des Wannsees gebildet. Foto: Stephanie Pilick/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Wird es schon bald wieder kälter in Sachsen? Sibirische Eisluft macht sich breit. (Symbolbild)

Stephanie Pilick/dpa

Das Wetter gönnt Sachsen eine kleine Pause. Doch ein markanter Umschwung steht schon in den Startlöchern. Glätte, Frost und Winterchaos könnten bald wiederkommen. Wettermodelle zeigen, dass eisige Luft aus Osteuropa im Anflug ist. Wie kalt kann es wieder im Freistaat werden?

Wann wird es wieder kälter in Sachsen? Sibirische Eisluft macht sich breit

Nach der frostigen Phase der vergangenen Tage fühlt sich das aktuelle Wetter fast schon frühlingshaft an. Doch die milde Luft ist nur ein Zwischenspiel. Der Blick auf die Wettermodelle zeigt: Der Winter könnte schon bald zurückkehren – dann mit klirrender Kälte aus dem Osten.

Wetter.com-Meteorologe Martin Puchegger erklärt: „Noch befinden wir uns in einer vergleichsweise milden Südströmung. Doch im Hintergrund bahnt sich eine markante Umstellung der Großwetterlage an, die in der zweiten Januarhälfte erneut klirrende Kälte, Frost und Schnee nach Deutschland bringen könnte.“

Noch ist es mild in Sachsen – aber die Wetterlage kippt

Freitag (16.01.): Erste Blockade über Osteuropa

Am Freitag (16.01.) liegt ein Hochdruckgebiet über Osteuropa, während Tiefdruck über dem Atlantik dominiert. Der Jetstream lenkt milde Luft nach Mitteleuropa.

Ab Samstag (17.01.) verstärkt sich die Blockadelage

Ab Samstag (17.01.) baut sich das Hoch weiter auf und blockiert atlantische Tiefs. Damit öffnet sich der Weg für kontinentale Luft aus dem Osten. Wetterexperte Pugger beschreibt diese Blockadelage als einen klassischen Vorboten für eine mögliche Kältephase.

Zuerst wird es im Nordosten kälter

Bis Sonntag (18.01.) erreicht kühlere Luft aus Osteuropa den Nordosten und Osten Deutschlands und infolgedessen wäre auch Sachsen betroffen. Temperaturabweichungskarten zeigen dort bereits leicht unterdurchschnittliche Werte. Das ist ein erstes Warnsignal.

In der darauffolgenden Woche verlagert sich das Hoch nach Skandinavien. Deutschland gerät in eine klassische Ostlage mit sehr kalter, trockener Luft.

Wenig Schnee, aber strenger Frost

Unter Hochdruck fällt wenig Niederschlag. „Große Schneemengen sind daher nicht flächendeckend zu erwarten“, so Puchegger. Doch selbst wenig Schnee reicht aus, um die Temperaturen nachts stark absinken zu lassen.

Die Wettermodelle ECMWF und GFS simulieren übereinstimmend eine starke Kaltluftglocke über Nord- und Nordosteuropa, die Deutschland zumindest streift – ein deutliches Signal für eine mögliche Kältephase.

Ab der dritten Januardekade wird es deutlich kälter

Der 16-Tage-Trend zeigt rund um den Mittwoch (21.01.) einen klaren Temperaturrückgang sowohl im Osten als auch im Westen. In Sachsen werden laut wetter.com Minustemperaturen bis zu -14 Grad in der Nacht vorhergesagt. Tagsüber kann es bis zu -9 Grad werden. Die aktuelle milde Phase wird also nur ein Zwischenspiel sein, bevor der nächste Wintereinbruch kommt.