Whatsapp wird kostenpflichtig: Dafür müssen Nutzer zukünftig bezahlen

WhatsApp kündigt kostenpflichtige Dienste an. Was sich beim beliebtesten Messenger bald ändert und was das für Nutzer bedeutet – ein Überblick.
Fabian Sommer/dpaWird WhatsApp nun doch kostenpflichtig? Mit über zwei Milliarden Nutzern ist der Messenger eine der weltweit beliebtesten Apps, welche jetzt vor einem bedeutenden Wandel steht. Der Mutterkonzern Meta hat in einer aktuellen Pressemitteilung umfassende Neuerungen für den Messenger angekündigt – darunter befinden sich auch kostenpflichtige Dienste.
WhatsApp-Neuerungen: Diese Dienste und Inhalte werden jetzt kostenpflichtig
Nachrichten schreiben, Videotelefonate führen, Bilder senden – und das bisher alles kostenlos. Doch das könnte sich teilweise bald ändern.
Laut dem offiziellen WhatsApp-Blog sollen im Bereich „Aktuelles“ bald neue Funktionen eingeführt werden. Dabei geht es insbesondere um drei zentrale Neuerungen:
Diese Änderungen kommen bei WhatsApp: Kanal-Abos und Werbung
Bezahlpflichtige Kanal-Abos:
Nutzer können künftig exklusive Inhalte bestimmter Kanäle gegen eine monatliche Gebühr abonnieren. Die Laufzeit beträgt jeweils 30 Tage. Im Gegenzug erhalten Abonnenten Zugang zu speziellen Inhalten und Angeboten, die für andere nicht verfügbar sind. Die Preisgestaltung liegt bei den Kanalbetreibern. WhatsApp selbst behält eine Provision von rund zehn Prozent.
Bewerbung von Kanälen:
Kanaladministratoren bekommen die Möglichkeit, ihre Kanäle im Verzeichnis hervorzuheben. Dadurch sollen Nutzer neue, für sie relevante Inhalte leichter entdecken können.
Werbung im Status-Bereich:
Unternehmen dürfen künftig im Status-Bereich Anzeigen schalten. Nutzer können so direkt mit einem Anbieter in Kontakt treten, etwa um sich über Produkte oder Services zu informieren.
Chats bleiben werbefrei
Die neuen Funktionen richten sich vor allem an Content-Creator und Unternehmen, die ihre Reichweite auf WhatsApp monetarisieren wollen. Wichtig: Die Änderungen betreffen ausschließlich den Tab „Aktuelles“. Private Chats bleiben laut Meta weiterhin frei von Werbung und Gebühren.
Datenschutz und Zeitplan: Das ist bisher bekannt
Ein konkretes Startdatum nannte Meta nicht. Die neuen Funktionen werden in den nächsten Monaten langsam eingeführt. Die Funktionen sollen schrittweise in den kommenden Monaten eingeführt werden. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung soll weiterhin bestehen bleiben. Datenschützer äußern sich dennoch kritisch. Auch im Hinblick auf das ursprüngliche Versprechen der Gründer, WhatsApp werbefrei zu halten.