Wetterprognose Sommer 2025: Die Hitzewelle kommt! So heiß werden die nächsten Monate

Hitzewelle im Sommer 2025: Die Wettermodelle sind sich in diesem Punkt einig. Doch bleibt es auch weiterhin so trocken? So heiß wird es und ob Regen in Sicht ist. Die Wetterprognosen für die nächsten Monate. (Symbolbild)
Klaus-Dietmar Gabbert/dpaDie Wetterprognosen für den Sommer 2025 laufen sich heiß und sorgen schon jetzt für hitzige Diskussionen unter Meteorologen. Wird es denn auch wirklich heiß und erwartet uns eine Hitzewelle mit Dürregefahr oder kommen doch die Unwetter mit Gewitter, Starkregen und Hochwasser? Das sind die aktuellen Aussichten der zwei großen Wettermodelle.
Das Wetter steht kopf – nur 50 Liter Regen in Hamburg
Das Europa-Wetter steht seit Monaten kopf. Nur 50 Liter in Hamburg, über 400 Liter in Spanien und Portugal – so lautet die erstaunliche Regenbilanz der letzten Monate. Eine sogenannte „High-over-low“-Wetterlage zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Frühjahr. Eine Änderung ist nicht in Sicht.
Niklas Weise, Meteorologe von WetterOnline, resüimert: „Seit Anfang Februar stellt sich mit wenigen Ausnahmen immer wieder die gleiche Wetterlage ein. Von Spanien über Italien bis zum Balkan regnen sich Tiefs ab, während bei uns hoher Luftdruck Trockenheit und Sonne satt bringt“
Sommer 2025: Wetterprognosen zeigen klare Tendenz zur Hitze
Nach zwei sehr nassen Jahren regnete es in diesem Jahr vor allem nördlich der Mittelgebirge nur sehr wenig. Die Böden trocknen nun immer mehr aus und bis mindestens Mitte Mai ist kaum Regen in Sicht. Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Trockenheit sogar ausgeprägter als zur gleichen Zeit im Dürrejahr 2018. Dennoch kann sich das Blatt zum Sommer noch wenden und die Wetterlage kann sich schnell umstellen.
Die zwei der führenden Langfrist-Wettermodelle, das europäische ECMWF und das amerikanische NOAA-Modell CFS, sind sich in einem Punkt einig: Der Sommer 2025 dürfte erneut überdurchschnittlich warm ausfallen. Es werden Temperaturabweichungen von +0,5 bis +2 Grad erwartet – besonders im Juni und August. Die 40-Grad-Marke könnte somit in Deutschland mehrfach überschritten werden. Bei den Niederschlägen liefern sie jedoch komplett unterschiedliche Vorhersagen.
So heiß waren die Sommer in den vergangenen Jahren.
Unsicherheit beim Regen: Zwei Modelle, zwei Szenarien
Das europäische Modell rechnet mit stabilen Hochdrucklagen über Mittel- und Osteuropa, was tendenziell für einen trockenen Sommer spricht.
Das amerikanische Modell hingegen sieht ein blockierendes Hoch über dem Nordmeer. In diesem Szenario könnten Regenfronten verstärkt über Mitteleuropa ziehen und dort festhängen – ein Hinweis auf einen feuchteren Sommerverlauf.
50:50-Chance für den Sommer 2025: trocken oder nass?
Die Modelle liefern aktuell ein klassisches 50:50-Battle, weshalb eine klare Prognose zum Niederschlag schwierig ist. Der Meteorologe, Martin Puchegger, von wetter.com, tendiert eher zur trockeneren Variante des europäischen Modells. Diese Einschätzung stützt sich unter anderem auf die bereits im Frühjahr beobachtete Trockenheit in weiten Teilen Europas – von Großbritannien über Frankreich bis nach Deutschland.
Ein Dürresommer mit Folgen
Sollte sich die trockene Modellvariante bewahrheiten, droht Mitteleuropa ein weiterer Sommer mit hohen Temperaturen und geringen Niederschlägen. Besonders kritisch: Die ohnehin schon angespannte Wassersituation in vielen Regionen könnte sich weiter verschärfen. Landwirte und die Natur müssten sich erneut auf Hitzewellen und ausbleibende Regenphasen einstellen.