Wenn neues Eis Matthias bringt...: Was die heutige Bauernregel für die nächsten 40 Tage vorhersagt

Weiter in Richtung Frühling oder zurück in den Winter? So wird das Wetter in den kommenden Tagen?
Thomas Warnack/dpa„Wenn neues Eis Matthias bringt, so friert's noch vierzig Tage. Wenn noch so schön die Lerche singt, die Nacht bringt neue Plage.“ So lautet eine alte Bauernregel für den heutigen 24. Februar. Was hat es mit dem Matthias auf sich und wie sehen die Wetterprognosen wirklich aus?
Matthias - Namensgeber der Bauernregel für den 24. Februar
Der 24. Februar gilt als Gedenktag für den Apostel Matthias. Er gilt als 12. Apostel und wurde nach dem Tod von Judas den verbliebenen elf Aposteln hinzugefügt. Je nach Überlieferung soll Matthias das Christentum in Kappadokien, in Kolchis (dem heutigen Georgien), in Äthiopien oder in Jerusalem gepredigt haben. Seine Gebeine sollen sich einer Legende nach in einer Trierer Abteikirche befinden und werden dort seit Jahrhunderten von Pilgern verehrt.
Wetterprognose - Das sind die Vorhersagen für die kommenden Tage
Orientiert man sich an der heutigen Bauernregel, geht es mit dem Wetter bergab - egal, ob es heute neues Eis gibt oder die Lerche singt. Frost ist in Deutschland am heutigen Dienstag und auch in den kommenden Tagen selten. Laut 10-Tages-Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes kann es lediglich in der Nacht zum Freitag im Südosten des Landes sowie in der Nacht zum Samstag im Süden und Südosten Temperaturen um minus 1 Grad geben. In den anderen Landesteilen ist es demnach nachts frostfrei. Tagesüber können die Temperaturen sogar bis an die 20 Grad-Marke klettern.
Auch der Start in den Frühlingsmonat März verspricht laut der DWD-Prognose keinen Wettereinbruch. Die Meteorologen schreiben für die Tage vom 3. bis 5. März: „Von Dienstag bis Donnerstag wechselnd bewölkt, im Norden unbeständig, im Süden ebenfalls zeitweise Regen. Bei leicht abnehmendem Temperaturniveau schwacher bis mäßiger Wind aus südlichen Richtungen. Nachts im Tiefland überwiegend frostfrei.“
Wie zuverlässig sind Bauernregeln für die Wetter-Vorhersage?
Kann man sich auf Bauernregeln als langfristigen Wetterbericht verlassen? Als vertrauenswürdige Quelle sind diese alten Wetterregeln wohl nicht geeignet. Aber viele haben durchaus einen wahren Kern. So schreibt beispielsweise der Deutsche Wetterdienst: „Die sogenannten Bauernregeln basieren teilweise auf langjährigen Wetterbeobachtungen und haben damit oft einen wahren Kern.“ Als bekanntes Beispiel nennt der DWD die „Siebenschläferregel“. Nimmt man sie wörtlich: „So wie das Wetter am Siebenschläfer (27.6.) ist, so wird es sieben Wochen sein“, so hat sie meteorologisch überhaupt keine Aussagekraft. Das liegt nicht daran, dass aufgrund einer Kalenderreform der Siebenschläfer eigentlich Anfang Juli ist, sondern daran, dass man an einem einzelnen Tag nicht das Wetter der nächsten 7 Wochen festmachen kann. Betrachtet man allerdings die Witterung Ende Juni/Anfang Juli, so hat man laut den Meteorologen herausgefunden, dass sich in Süddeutschland in bis zu 70 Prozent der Fälle diese Witterung bis Anfang August fortsetzt.
