Weihnachtsbaum
: Wie lange er stehen bleiben darf und wann er weg sollte

Steht Ihr Tannenbaum noch? Wann er herausgeworfen werden sollte.
Von
Lisa Klopp-Jaber
Cottbus
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Blick durch eine Fenster auf einen geschmückten Weihnachtsbaum. +++ dpa-Bildfunk +++

Blick durch eine Fenster auf einen geschmückten Weihnachtsbaum. Wann muss der Weihnachtsbaum raus?

Hannes P Albert/dpa

Nach dem Ende der festlichen Feiertage stellt sich in vielen Haushalten die Frage, wie lange der Weihnachtsbaum eigentlich stehen bleiben darf und wann er abgeholt oder entsorgt werden sollte. Rechtlich gibt es in Deutschland keine verbindliche Vorschrift, die ein Datum für den Abbau vorschreibt, weder im privaten Wohnraum noch für die kommunale Abholung durch die städtischen Entsorgungsbetriebe. Stattdessen spielen kulturelle Traditionen, Sicherheitsaspekte und örtliche Sammeltermine eine Rolle für die Entscheidung, wann der Baum aus dem Wohnzimmer oder Garten verschwindet.

Wann wirft man den Weihnachtsbaum raus?

Für viele endet die Weihnachtszeit mit dem Dreikönigstag am 6. Januar. An diesem Tag, auch Epiphanias oder Heilige Drei Könige genannt, ist es üblich, den festlichen Schmuck einschließlich des Weihnachtsbaumes abzunehmen und den Baum aus dem Haus zu bringen. Viele Menschen in Deutschland richten sich nach diesem Brauch und entschmücken oder entsorgen ihren Baum am oder kurz nach dem 6. Januar. Ansonsten kennt der katholische Brauch das Fest Mariä Lichtmess am 2. Februar, das 40 Tage nach Weihnachten gefeiert wird und historisch als spätester Zeitpunkt für den Abbau von Krippen und Bäumen galt. Diese Tradition ist heute weniger verbreitet, wird aber insbesondere in manchen Regionen und kirchlichen Familien noch beachtet.

Sicherheit und praktische Aspekte beim Abbau des Christbaums

Neben der Tradition spielt die Sicherheit eine wichtige Rolle beim Zeitpunkt des Abbaus. Besonders bei echten Tannenbäumen ist zu berücksichtigen, dass sie mit der Zeit stark austrocknen, Nadeln verlieren und damit ein erhöhtes Brandrisiko darstellen können. Experten raten dazu, den Baum nicht übermäßig lange im beheizten Wohnraum stehenzulassen und ihn spätestens dann zu entfernen, wenn er beginnt, braun zu werden oder Nadeln in größerer Menge zu verlieren. Bei künstlichen Bäumen entfällt dieses Risiko, sodass ihre Standzeit allein von persönlichen Vorlieben abhängt. Allerdings empfiehlt es sich auch hier, die Dekoration nicht unnötig lange im Weg stehen zu lassen.

Kommunale Abholung und richtige Entsorgung des Tannenbaums

Unabhängig vom traditionellen Abbaudatum sollten Eigentümer echter Weihnachtsbäume die Termine und Vorgaben ihrer örtlichen Abfallentsorgung beachten. In vielen deutschen Städten und Gemeinden werden im Januar spezielle Einsammeltage für ausgediente Weihnachtsbäume angeboten. So sammelt etwa die Berliner Stadtreinigung BSR zwischen dem 10. und 24. Januar die abgeschmückten Bäume an den Straßenrändern ein, wenn sie vollständig ohne Schmuck bereitgestellt werden. In Städten wie Jena sind feste Sammelzeiten Mitte Januar vorgesehen, und es besteht die Möglichkeit, die Bäume selbst zu den Recyclinghöfen zu bringen. Dabei ist wichtig, dass alle Dekoration entfernt wird, denn nur so können die Bäume fachgerecht kompostiert oder in Biomasseanlagen verwertet werden.

Bis wann bleibt der Weihnachtsbaum stehen?

Ein festes gesetzliches Datum, bis wann der Weihnachtsbaum in Deutschland stehen bleiben darf, gibt es nicht. Als kultureller Standard hat sich der Dreikönigstag am 6. Januar etabliert. Viele Haushalte folgen diesem Datum für den Abbau. Ältere kirchliche Traditionen sehen den 2. Februar als spätesten Termin vor. Praktisch sprechen Sicherheitsaspekte und die Termine der kommunalen Entsorgung für einen Abbau im Januar, spätestens jedoch dann, wenn der Baum trocken und nadelnd wird.