Wegovy-Tabletten seit heute erhältlich: Zahlt die Krankenkasse für die Abnehmpille?

Seit heute gibt es die Abnehmtabletten auch in Deutschland.
Steffen Trumpf/dpaDie Antwort ist für gesetzlich Versicherte klar: Nein, die gesetzliche Krankenkasse übernimmt Wegovy grundsätzlich nicht.
Der Grund: Wegovy ist zur Gewichtsregulierung zugelassen. Medikamente zur Gewichtsabnahme sind nach den geltenden Regeln von der Versorgung durch die gesetzliche Krankenversicherung ausgeschlossen. Das gilt sowohl für die bekannte Wegovy-Spritze als auch für die neue Tablettenform. Der Gemeinsame Bundesausschuss führt Wegovy entsprechend als nicht zulasten der GKV verordnungsfähiges Arzneimittel.
Was kosten die Wegovy-Tabletten?
Zum Marktstart sind zunächst mehrere Wirkstärken erhältlich:
Bei einer Tablette pro Tag reicht eine Packung für etwa einen Monat. Die Preise können sich je nach Apotheke und Verfügbarkeit ändern.
Zahlt die Krankenkasse bei Diabetes?
Auch wenn ein Patient zusätzlich an Typ-2-Diabetes leidet, wird Wegovy nicht automatisch zur Kassenleistung.
Entscheidend ist das zugelassene Anwendungsgebiet des jeweiligen Medikaments. Wegovy ist zur Gewichtsregulierung zugelassen und bleibt deshalb von der GKV-Erstattung ausgeschlossen.
Andere Semaglutid-Präparate wie Ozempic oder Rybelsus können dagegen von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden, wenn sie entsprechend ihrer Zulassung zur Behandlung von Typ-2-Diabetes verordnet werden.
Was gilt für Privatversicherte?
Bei privaten Krankenversicherungen kann eine Kostenübernahme möglich sein. Ob die PKV zahlt, hängt vom individuellen Tarif und von der medizinischen Notwendigkeit der Behandlung ab.
Privatversicherte sollten deshalb vor Beginn der Therapie direkt bei ihrem Versicherer nachfragen.
Wegovy bleibt verschreibungspflichtig
Die neue Tablette ist kein frei verkäufliches Abnehmpräparat. Wegovy ist verschreibungspflichtig und für Erwachsene mit Adipositas beziehungsweise für bestimmte Patienten mit Übergewicht und zusätzlichen Begleiterkrankungen zugelassen.
