Bundesweiter Warntag (11.9.)
: Brandenburg übt heute den Ernstfall

Am Donnerstag findet der bundesweite Warntag 2025 statt, auch Brandenburg macht mit. Kann man sich vorbereiten und wie läuft der Alarm ab?
Von
Nicole Züge
Cottbus
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Alarmsirene auf Hausdach: ARCHIV - 07.09.2020, Mecklenburg-Vorpommern, Lassahn: Eine Alarmsirene steht auf einem Hausdach. (zu dpa: «Warntag mit Sirenen und Warn-App in Teilen von MV») Foto: Jens Büttner/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Der Warntag in Brandenburg steht kurz bevor. Was am 11.9. wichtig ist, über welche Kanäle gewarnt wird und wie man sich vorbereiten kann.

Jens Büttner/dpa

Heute findet der bundesweite Warntag statt. In Brandenburg werden zu einer bestimmten Uhrzeit die Sirenen heulen und Millionen Handys piepen. Was am heutigen Donnerstag im Land passiert und was wichtig ist, um wirklich alle Warnungen zu erhalten.

Warntag in Brandenburg: So ist der Ablauf

Der Ablauf ist wie folgt geplant: Am heutigen 11. September 2025 wird um Punkt 11 Uhr vormittags eine Probewarnung über verschiedenste Kanäle verschickt. Um 11.45 Uhr erfolgt dann die offizielle Entwarnung.

Der bundesweite Warntag erfolgt in Kooperation mit den Ländern und Kommunen, sodass überall im Land zur selben Zeit Sirenen ertönen und Handys piepen werden. Je nach Kommune können dann noch weitere Alarmsysteme hinzukommen, je nachdem, welche vor Ort verfügbar sind. Mehr dazu weiter unten.

Warntag in Brandenburg: Über diese Kanäle wird gewarnt

Gewarnt wird die Bevölkerung in Brandenburg am Warntag 2025 über die unterschiedlichsten Kanäle. Hier eine Übersicht:

  • Eine Probewarnung wird in allen Bundesländern über das Warnsystem MoWaS verschickt. Diese erreicht unter anderem Radio, Fernsehen, Warn-Apps (z.B. KATWARN, NINA), Cell Broadcast sowie digitale Infotafeln. Die einzelnen Warnungen können hier teilweise etwas zeitversetzt erfolgen.
  • In vielen Städten und Gemeinden werden zusätzlich Sirenen ausgelöst.
  • Parallel können auf Ebene der Länder, in den teilnehmenden Landkreisen und Kommunen, verfügbare kommunale Warnkanäle ausgelöst werden. Die bereits genannten Sirenen fallen darunter, hinzu kommen dann aber ggf. auch Lautsprecherwagen oder digitale Anzeigetafeln in Bahnhöfen oder Fußgängerzonen.
  • Die Entwarnung erfolgt um 11:45 Uhr. Über Cell Broadcast (Handymitteilungen) wird derzeit allerdings noch keine Entwarnung versendet. Die Möglichkeit, auch über diesen Warnkanal zu entwarnen, wird derzeit unter anderem von den Mobilfunknetzbetreibern geprüft. Zum kommenden Warntag wird allerdings über diesen Kanal keine Entwarnung erfolgen.

Wozu dient der Warntag?

Der Warntag soll auf der einen Seite die Warn-Infrastruktur testen (und Lücken erkennen), auf der anderen Seite ist der Aktionstag allerdings auch eine gute Gelegenheit, die eigenen Notfall-Kanäle zu testen. Gibt es beispielsweise Warn-Apps, die auf dem eigenen Handy noch fehlen, sind die unterschiedlichen Sirenensignale und deren Bedeutung klar, empfange ich überhaupt Cell Broadcast Meldungen auf meinem Smartphone oder muss ich diese womöglich erst aktivieren?

So kann man sich auf den Warntag vorbereiten

Neben dem Blick in die Handyeinstellungen, um Cell Broadcast zu aktivieren, können technikaffine Menschen auch im eigenen Umfeld aktiv werden: Vielleicht benötigen (vor allem ältere) Menschen Hilfe beim Herunterladen von Warn-Apps oder dem Aktivieren der Cell Broadcast Warnungen. Gut vorbereitet zu sein heißt auch: sicherstellen, dass Warnungen ankommen und man im Ernstfall weiß, wie man reagieren soll.