Walstrandung in Frankreich: Video zeigt Abtransport des Wals

Mit einem LKW wurde das tote Tier weggeschafft.
Romain Perrocheau/AFP/dpaEin außergewöhnlicher Einsatz hat sich am Wochenende auf der französischen Atlantikinsel Île de Ré abgespielt. Ein rund zehn Meter langer Wal war an einem Strand der Insel gestrandet und verendet. Ein Video zeigt nun, wie das mehrere Tonnen schwere Tier mit einem Kran geborgen und abtransportiert wird.
Wal strandet an Strand auf der Île de Ré
Der Wal war nach Angaben der französischen Behörden am Freitagabend an der Küste von Rivedoux-Plage im Osten der Insel gestrandet. Zuvor war das Tier bereits am Nachmittag nahe der Küste beobachtet worden.
Dabei handelte es sich um einen Finnwal. Die Art gilt als die zweitgrößte Walart der Welt und wird nur vom Blauwal übertroffen. Das gestrandete Weibchen war etwa zehn Meter lang.
Demnach strandete der Wal noch lebend am Strand. Eine Rettungsaktion sei in der Nacht jedoch nicht mehr möglich gewesen. Das Tier verendete kurze Zeit später.
Bergung des 12 Tonnen schweren Tieres
Am Samstagabend wurde der Kadaver mit Hilfe eines Lastwagenkrans geborgen. Aufnahmen zeigen, wie das Tier vom Strand angehoben und anschließend auf einen Sattelauflieger verladen wird. Nach Angaben der Behörden wog der Wal rund zwölf Tonnen.
Die Bergung zog zahlreiche Schaulustige an. Für den Abtransport mussten Spezialfahrzeuge eingesetzt werden.
Seltenes Ereignis
Nach Einschätzung von Experten handelt es sich um ein außergewöhnliches Ereignis. Es sei erst das dritte Mal, dass ein Finnwal auf der Île de Ré gestrandet ist. Frühere Fälle wurden demnach 1920 und 2017 registriert.
Finnwale kommen zwar auch im Atlantik vor, Strandungen dieser Größe bleiben jedoch selten. Nach Angaben des französischen Beobachtungszentrums Pelagis wurden seit 1971 je nach Jahr zwischen einem und 13 gestrandete Finnwale an den Küsten des französischen Festlands registriert. Seit 2023 war jedoch kein Fall mehr gemeldet worden.
Ursache soll durch Autopsie geklärt werden
Warum der Wal strandete, ist bislang unklar. Die französischen Behörden haben angekündigt, den Kadaver untersuchen zu lassen. Eine Autopsie soll Aufschluss darüber geben, ob Krankheiten, Verletzungen oder andere Faktoren zu der Strandung geführt haben.
