Waldbrand in MV aktuell: Hoffen auf Regen im Müritz-Nationalpark - Meteorologe gibt Update

Waldbrand in Mecklenburg-Vorpommern: Ein Bundeswehr-Hubschrauber CH-53 mit einem 5000-Liter-Tank Löschwasser fliegt über dem Waldbrand im Müritz-Nationalpark.
Jens Büttner/dpaSeit Tagen kämpfen Feuerwehren gegen einen Waldbrand im Müritz-Nationalpark in Mecklenburg-Vorpommern. Jetzt hilft sogar die Bundeswehr. Wie ist die Lage aktuell vor Ort?
Waldbrand in MV: So ist die aktuelle Lage im Müritz-Nationalpark
Im Müritz-Nationalpark stemmen sich auch am Freitag, 16. Juli 2026, die Einsatzkräfte gegen eine weitere Ausbreitung des Flächenbrandes auf dem Gebiet eines früheren Truppenübungsplatzes. Bundeswehr-Hubschrauber helfen bei der Vernässung von Flächen, um das Feuer einzudämmen. Feuerwehren anderer Bundesländer schickten Einsatzkräfte und Ausrüstung an die Müritz. Auf dem Gelände sind immer wieder starke Detonationen zu hören. Inzwischen sind rund 400 Einsatzkräfte bei der Brandbekämpfung im Einsatz. Der Großbrand auf einem ehemaligen Truppenübungsgelände im Müritz-Nationalpark breitete sich weiter aus. Nach Angaben des Landkreises sind inzwischen 318 Hektar betroffen, was in etwa der Fläche von 445 Fußballfeldern entspricht.
Der starke Wind hatte die Ausbreitung des Feuers beschleunigt. Die Flammen breiten sich vor allem nach Süden und Osten aus. Der Ortsteil Granzin wurde vorsorglich evakuiert. Krienke sei derzeit nicht betroffen, hieß es.
So hilft die Bundeswehr beim Kampf gegen die Flammen
Wie das Landeskommando MV der Bundeswehr mitteilte, beantragte der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte am 15. Juli 2026 Unterstützung vonseiten der Bundeswehr. Nach Prüfung der Lage im Müritz-Nationalpark wurde der Antrag auf Amtshilfe der Bundeswehr zur Unterstützung der lokalen Feuerwehren bei der Bekämpfung des aktuellen Waldbrandes bewilligt. Zum Einsatz kommen zwei Hubschrauber des Typs CH-53 der Luftwaffe. Diese unterstützen jetzt die lokalen Behörden aus der Luft bei der Eindämmung der Flammen. Die Hubschrauber kommen derzeit zum Einsatz. Sie nehmen mit eigenen Außenlast-Wassertanks bis zu 5000 Liter Löschwasser in umliegenden Seen auf und lassen dieses in von den zivilen Einsatzkräften bestimmten definierten Brandbereichen ab.
Hoffen auf Regen - So wird das Wetter in Mecklenburg-Vorpommern - mit Karte
Für das Brandgebiet besteht morgen ab dem Nachmittag die „berechtigte Hoffnung“ auf Niederschlag, wie der Meteorologe Florian Engelmann vom Deutschen Wetterdienst (DWD) sagte. „Es sieht recht gut aus.“ Er könne aber auch nicht ausschließen, dass die Gewitter- und Schauerfront komplett an dem Gebiet vorbeiziehe. In der Spitze können laut DWD je nach Region im Nordosten morgen bis zu 40 Liter Niederschlag pro Quadratmeter und Stunde herunterkommen - für die Brandbekämpfung wäre das ein Segen.
(mit Material von dpa und AFP)
