Waldbrand auf Kreta
: Auswärtiges Amt rät Urlaubern zu dieser Handyeinstellung

Auf Kreta ist ein Waldbrand ausgebrochen, Hotels wurden evakuiert. Urlauber sollten diese Handyeinstellung prüfen, um im Notfall schnell Informationen zu erhalten.
Von
Nicole Züge
Berlin/Heraklion
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Urlaubsinsel Kreta

Die Urlaubsinsel Kreta ist ein beliebtes Reiseziel. Im Sommer kommt es hier aber auch immer wieder zu Waldbränden und Hitzewellen, auch Erdbeben sind möglich. Diese Handyeinstellung sollten Urlauber vor der Reise prüfen.

Socrates Baltagiannis/dpa

Griechenland ist ein beliebtes Reiseziel bei Urlaubern aus Deutschland, hat aber auch immer wieder mit Waldbränden, Dürre, Hitzewellen und Erdbeben zu kämpfen. Aktuell wütet ein Feuer nahe der Touristenstadt Ierapetra. Hotels und Dörfer mussten evakuiert werden, insgesamt 1.500 Menschen wurden am Mittwoch (2.7.) in andere Unterkünfte gebracht.

Urlauber können sich auf solche Situationen zumindest ein wenig vorbereiten und sollten eine Einstellung im Mobiltelefon prüfen, die im Zweifel sogar Leben retten kann.

Waldbrand auf Kreta: Menschen in der Region wurden vorab gewarnt

Griechenland greift in Katastrophenfällen auf verschiedene Warnsysteme zurück, eines davon ist die Benachrichtigung über das Handy. Das sogenannte „Cell Broadcast“ wird auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern eingesetzt.

Cell Broadcast in Griechenland: So werden Reisende direkt informiert

Auch das Auswärtige Amt rät Reisenden, das Cell Broadcast unbedingt einzuschalten. In den Reisehinweisen für Griechenland heißt es: „Aktivieren Sie bitte auf Ihrem Mobiltelefon die Option ‚Notfallbenachrichtigungen (Cell Broadcast Alerts).‘ Diese werden von den zuständigen griechischen Stellen regional per SMS bzw. als Push-Mitteilung in griechischer und englischer Sprache versandt. Hierüber werden Sie auch über Evakuierungsmaßnahmen informiert.“

Jede Person mit einem eingeschalteten Handy, das im Mobilfunknetz eingebucht ist, kann eine solche Nachricht empfangen, vorausgesetzt, die Notfallbenachrichtigungen sind eingeschaltet. Das sollte vor der Abreise noch einmal überprüft werden.

Cell Broadcast im Handy anschalten:

  • iPhone: Über die Einstellungen lassen sich im Unterpunkt „Mitteilungen“ ganz unten die „Testwarnungen“ aktivieren.
  • Android: In den Einstellungen zum Punkt „Sicherheit und Notfälle“ navigieren. Dort können die „Katastrophenwarnungen“ angeschaltet werden.

Was Griechenland-Reisende jetzt beachten sollten

Urlauberinnen und Urlauber, die sich aktuell auf Kreta aufhalten oder eine Reise in die betroffene Region in Kürze antreten möchten, sollten sich zunächst mit dem Reiseveranstalter in Verbindung setzen. Welche Rechte es bei Pauschal- und Individualreisen gibt, haben wir hier zusammengefasst.

Das Auswärtige Amt rät außerdem grundsätzlich für Reisen nach Griechenland zu folgenden Vorsichtsmaßnahmen:

  • Wählen Sie die europäische Notfallnummer 112, wenn Sie sich in einer Notlage befinden. Sie können dann sofort geortet werden, sodass entsprechende Rettungsmaßnahmen eingeleitet werden können.
  • Nehmen Sie im Zweifel eine Powerbank mit, damit Ihr Telefon möglichst lange in Betrieb bleiben kann.
  • Befolgen Sie die Anweisungen aus den Notfallbenachrichtigungen, beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden und Sicherheitskräfte.

Auf der Seite des griechischen Katastrophenschutzes können Urlauber Informationen zum richtigen Verhalten bei Waldbränden abrufen. Machen Sie sich unbedingt vorab mit diesen Hinweisen vertraut, das Brände im Sommer in der Mittelmeerregion häufig vorkommen.

Wie sicher ist Kreta-Urlaub jetzt?

Sebastian Manstetten, Reisesicherheits-Analyst beim deutschen Krisenfrühwarn-Anbieter A3M Global Monitoring, der auch große Veranstalter wie TUI oder Dertour mit tagesaktuellen Sicherheitsdaten beliefert, sagt: „Die Katastrophenschutzbehörden vor Ort sind sich der Gefahren bewusst und haben Handlungspläne, die sie im Ernstfall umsetzen können.“

Für Pauschalreisende gilt zudem: Oft verfügen die Reiseveranstalter ebenfalls über solche Notfallpläne, möglicherweise sind die dann sogar mit den lokalen Behörden koordiniert, so Manstetten weiter.

Dynamische Lage: Weitere Feuer nicht ausgeschlossen

Die Brandgefahr bleibt in zahlreichen Regionen Griechenlands enorm, teilte der Zivildienst mit. Winde, unterstützt von Trockenheit, könnten auch den kleinsten Brandherd zu einem Großbrand anfachen, warnt die Feuerwehr. Das Wetter bleibt auch in den kommenden Wochen trocken und heiß. Wetterexperten sind sogar sicher, dass sich in der Mittelmeer-Region bereits die nächste Hitzewelle anbahnt.