Waldbrände in Südfrankreich aktuell
: Erstes Todesopfer - Karte zeigt die Lage in Frankreich

Temperaturen von 40 Grad erschweren die Löscharbeiten der Waldbrände in Südfrankreich. Wie ist die aktuelle Lage vor Ort?
Von
Daniel Steiger
Paris
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Waldbrände in Südfrankreich: 07.07.2026, Frankreich, Montalba-Le-Château: Autowracks stehen in einem verbrannten Gebiet, während im südfranzösischen Departement Pyrénées-Orientales in der Nähe der Stadt Montalba-le-Château bei Perpignan ein Waldbrand wütet. Der Waldbrand in den Pyrénées-Orientales, hat unweit von Perpignan bereits 4.900 Hektar verwüstet hat. Foto: Lionel Bonaventure/AFP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Waldbrände in Südfrankreich: Autowracks stehen in einem verbrannten Gebiet, während im südfranzösischen Departement Pyrénées-Orientales in der Nähe der Stadt Montalba-le-Château bei Perpignan ein Waldbrand wütet.

Lionel Bonaventure/AFP/dpa

Im Süden von Frankreich kämpfen weiter Hunderte Feuerwehrleute gegen starke Waldbrände. Erschwert werden die Löscharbeiten durch eine neue Hitzewelle in Südeuropa. Jetzt gab es auch das erste Todesopfer.

Waldbrände in Südfrankreich: Karte zeigt die aktuelle Lage

Inmitten einer erneuten Hitzewelle kämpft die Feuerwehr in Südfrankreich weiter gegen mehrere schwere Waldbrände. Im südöstlichen Département Savoyen kam ein 22-jähriger Feuerwehrmann bei Löscharbeiten ums Leben, wie Innenminister Laurent Nuñez am Mittwoch mitteilte. Der Feuerwehrmann von der freiwilligen Feuerwehr von Albertville hatte am frühen Mittwochmorgen gegen einen Buschbrand gekämpft, als er von einem herabstürzenden Felsblock getroffen und fortgerissen wurde, wie Innenminister Nuñez im Onlinedienst X mitteilte. Der 22-Jährige hatte gegen ein Feuer gekämpft, das am 24. Juni in schwer zugänglichem Gebiet in der Kommune Planay durch ein Gewitter ausgelöst worden war. Es hatte sich am Wochenende wegen heftigen Winds intensiviert und breitete sich bis Dienstagabend auf 30 Hektar aus. Nach Angaben der Präfektur von Savoyen musste eine Landstraße vorsichtshalber gesperrt werden.

In den Pyrenäen im Süden Frankreichs sind seit Tagen rund 800 Feuerwehrleute im Einsatz, um einen Waldbrand in der Nähe von Perpignan einzudämmen. Die Flammen haben seit Samstag bereits 4900 Hektar Vegetation niedergebrannt und zahlreiche Häuser beschädigt.

Die Lage sei wegen hoher Temperaturen, niedriger Luftfeuchtigkeit und des Tramontane-Winds weiter „schwierig“ für die Brandbekämpfer, erklärte die Präfektur des Départements Pyrénées-Orientales am Dienstagabend. Wegen der sich ausbreitenden Flammen waren am Sonntag 12.000 Menschen in Sicherheit gebracht worden.

Eine Nasa-Karte zeigt die aktuellen Waldbrände in Südfrankreich und die Lage vor Ort.

Tausende Hektar in Flammen: Ferienlager evakuiert

Im Süden des südöstlichen Départements Drôme breitete sich in den vergangenen Tagen ein Feuer in einer unbewohnten Bergregion auf einer Fläche von rund 2000 Hektar aus. Zwei Ferienlager wurden vorsorglich evakuiert. Die Eindämmung des Brandes in schwer zugänglichem Gebiet gestaltete sich schwierig, weil die Löschflugzeuge immer noch in den Pyrenäen im Einsatz waren.

Weitere Waldbrände wüteten in den südöstlichen Départements Lozère und Hérault sowie auf Korsika. Auf der Ferieninsel musste die Hauptverbindungsstraße zwischen Ajaccio und Bastia gesperrt werden.

(mit Material von AFP und dpa)