Wal im Livestream: Gelingt heute die Rettung des gestrandeten Buckelwals?

Ein Foto vom heutigen Sonntag: Der gestrandeten Wal vor der Ostseeinsel Poel stößt eine Luft-Wasser-Fontäne aus. Der Rücken des Wals ist mit Tüchern abgedeckt.
Bernd Wüstneck/dpaWie geht es dem gestrandeten Buckelwal in der Ostsee? Ein aufwendiger Rettungsversuch soll am heutigen Sonntag, 19. April 2026, in die entscheidende Phase gehen. Hier kann man die Rettungsaktion im Livestream mitverfolgen.
Wal Ostsee aktuell: Livestream zeigt Rettungsversuch heute
Rettung des Wals vor der Insel Poel: Was ist heute geplant?
Die private Rettungsaktion für den an der Ostseeküste festliegenden Wal ist am Sonntag fortgesetzt worden. Auf Livestreams im Internet war am Morgen zu sehen, wie Helfer auf einer schwimmenden Plattform neben dem Tier die Arbeit aufnahmen. Nach Angaben der Initiatoren war am Samstag von dem schwimmenden Bagger aus mit Hilfe einer Pumpe der Sand unter dem Meeressäuger weggespült worden. Die Rettungsinitiative will das seit Wochen in der Ostsee umherirrende Tier mit einem System aus Luftkissen und Schwimmpontons anheben und bis in die Nordsee oder den offenen Atlantik schleppen. Hinter der Initiative steht neben der Unternehmerin Karin Walter-Mommert auch der Mediamarkt-Mitgründer Walter Gunz. Gunz sagte der „Bild“-Zeitung, nach „noch notwendigen Untersuchungen“ solle der Buckelwal am Sonntag „in die richtige Richtung“ bewegt werden. „Wir hoffen sehr, dass er wie bisher gut mitmacht und erkennt, dass wir ihm helfen wollen.“
Lebt der Wal noch?
Der Buckelwal liegt seit mehr als zwei Wochen in flachem Wasser und gilt als geschwächt. Gleichzeitig zeigen aktuelle Beobachtungen, dass sich das Tier noch aktiv bewegt, etwa durch kräftige Schläge mit der Schwanzflosse und Drehbewegungen. Laut beteiligten Tierärzten der Initiative deutet dies darauf hin, dass keine schwerwiegenden äußeren Verletzungen vorliegen und grundsätzlich eine Chance auf Rettung besteht (Stand 19.04.2026).
Allerdings bleibt die Lage kritisch. Experten hatten zuvor aufgrund des schlechten Gesundheitszustands und mehrfacher Strandungen empfohlen, auf weitere Eingriffe zu verzichten. Mögliche Probleme wie ein Fischernetz im Maul sowie Hautschäden durch das Ostseewasser belasten das Tier zusätzlich. Weitere Eingriffe würden dem Tier massive Schäden zufügen. Der Buckelwal sei orientierungslos und so schwach und geschädigt, dass er die Heimreise nicht schaffen werde. Der Ausgang der Rettungsaktion ist weiterhin ungewiss.
Mit Material der dpa und AFP