Polen
: Diese Impfung braucht man, bevor man über die Grenze fährt

Welche Impfung nötig ist, bevor man nach Polen fährt und warum.
Von
Lisa Klopp-Jaber
Frankfurt (Oder)/ Cottbus
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Eine Spritze liegt vor einer Schutzimpfung auf einem Impfpass. +++ dpa-Bildfunk +++

Polen: Diese Impfung ist notwendig, bevor man nach Polen fährt.

Friso Gentsch/dpa
  • Polen ist ein FSME-Risikogebiet; Impfung wird empfohlen.
  • FSME wird durch Zeckenstiche übertragen; Inkubationszeit 7-14 Tage.
  • Symptome: grippeähnlich, neurologische Probleme möglich.
  • Schwere Verläufe bei Erwachsenen häufiger; 1% Todesrate.
  • Zecken in Wäldern, hohem Gras aktiv; Schutz durch helle Kleidung, lange Hosen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wer nach Polen zum Tanken, Einkaufen, für Tagesausflüge oder in den Urlaub fährt, denkt wahrscheinlich nicht im Geringsten daran, dass in Polen gegebenenfalls Impfungen bei der Einreise notwendig sein könnten. Schließlich ist Polen unser Nachbarland, mitten in der EU – doch Polen ist Risikogebiet für eine Krankheit, gegen die man sich impfen lassen sollte.

Welche Krankheit das ist und welche Impfung man vorher braucht.

Impfung nötig: Risikogebiet in Polen

Ganz Polen gilt als FSME-Risikogebiet. In den Provinzen, die an Litauen, Weißrussland und Tschechien grenzen sowie in der Stadt Bialystok und Umgebung ist die Gefahr, von einer Zecke mit FSME infiziert zu werden, besonders hoch. Das berichtet zecken.de.

Will man sich in Polen in der Natur aufhalten oder Urlaub machen, sollte man über eine FSME-Impfung nachdenken, um sich zu schützen.

Was ist FSME?

Eine Erkrankung an FSME kann langwierig, schmerzhaft und im schlimmsten Fall sogar tödlich sein. FSME steht für Frühsommer-Meningoenzephalitis und wird durch einen Virus übertragen – in Europa vorrangig von der Zecke. Bei einem Zeckenstich gelangen die Viren in die Blutbahn des Menschen und löst dort FSME aus. Die Inkubationszeit beträgt, laut RKI, durchschnittlich 7 bis 14 Tage.

Krankheitsverlauf

Der Krankheitsverlauf von FSME beginnt mit unspezifischen, grippeähnlichen Symptomen. Nach ungefähr einer Woche folgen die neurologischen Manifestationen (Meningitis, Enzephalitis, Myelitis). 70 bis 98 Prozent der Infektionen verlaufen ohne Symptome oder die zweite Krankheitsphase bleibt aus. Bei schweren Verläufen besteht besonders bei Erwachsenen die Gefahr bleibender neurologischer Ausfälle. Schwere Krankheitsverläufe sind bei Erwachsenen häufiger als bei Kindern. Bei circa 1 Prozent der Erkrankten endet die Erkrankung tödlich.

Wo sich Zecken aufhalten

Zecken sind ab 5 Grad aktiv und das vor allem in nicht allzu trockenen Wäldern, hohem Gras, Gebüsch und losem Laub. In den FSME-Risikogebieten sind kleinräumig in sogenannten Naturherden circa 0,1 bis 5 Prozent der Zecken mit dem Virus infiziert. Nach jedem Spaziergang sollte man sich gründlich absuchen. Auch helle Kleidung sei hilfreich, lange Hosen und festes Schuhwerk. Eine Impfung gegen FSME bei Aufenthalten in Risikogebieten wird empfohlen.

Welche Impfungen werden für Polen noch empfohlen?

Das Auswärtige Amt empfiehlt außerdem noch folgende Impfungen, wenn man nach Polen fahren möchte:

  • Hepatitis A (Insbesondere durch mangelnde Trinkwasser-, Lebensmittel und Handhygiene besteht das Risiko für die Erkrankung der Leber, Virushepatitis A)
  • Hepatitis B
  • Alle Standardimpfungen nach Empfehlung der STIKO