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: Gilt die Reisewarnung für Dubai noch?

So schätzt das Auswärtige Amt die aktuelle Lage in den Vereinigten Arabischen Emiraten ein.
Von
Lukas Böhl
Berlin
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Skyline von Dubai: ARCHIV - 11.03.2026, Vereinigte Arabische Emirate, Dubai: Die Skyline von Dubai steht mit dem Burj Khalifa in der Mitte am Ufer des persischen Golfes. Foto: Fatima Shbair/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Skyline von Dubai.

Fatima Shbair/AP/dpa

Für Dubai und die übrigen Vereinigten Arabischen Emirate gilt die verschärfte Einschätzung des Auswärtigen Amts weiter. Trotz der angekündigten Waffenruhe im Iran-Krieg rät das Ministerium weiterhin dringend von Reisen in die Vereinigten Arabischen Emirate ab. Betroffen ist damit auch Dubai.

Warum wird weiter von Reisen abgeraten?

Stand der Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts ist der 4. Mai 2026. Die Hinweise sind nach Angaben des Ministeriums seit dem 30. April unverändert gültig. Begründet wird die Warnung mit der weiterhin höchst volatilen Sicherheitslage in der Region. Eine erneute Verschärfung, auch mit erheblichen Einschränkungen im Flugverkehr, könne nicht ausgeschlossen werden.

Hintergrund sind die militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA, Israel und Iran, die Ende Februar begonnen hatten. Nach Angaben des Auswärtigen Amts kam es seitdem zu Angriffen Irans und Iran-naher Milizen auf Ziele in der Region, darunter auch zivile Einrichtungen wie Hotels, Flughäfen sowie Büro- und Wohngebäude. Am 8. April hatten die USA, Israel und Iran eine Waffenruhe bekannt gegeben. Das Auswärtige Amt sieht die Gefahr damit aber nicht als gebannt an.

Flugverkehr läuft wieder an – Lage bleibt unsicher

Die Lage im Flugverkehr hat sich zuletzt teilweise entspannt. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben ihren Luftraum nach wochenlangen Einschränkungen wieder freigegeben; der normale Flugbetrieb soll nach Angaben der Luftfahrtbehörde vollständig wieder aufgenommen werden. Zugleich betonten die Behörden, der Luftraum werde weiter überwacht.

Auch Emirates teilte mit, dass der Flugbetrieb wieder läuft, allerdings weiterhin mit reduziertem Flugplan für mehr als 100 Reiseziele. Passagiere sollen ihren Flugstatus auch nach dem Check-in weiter überprüfen und vor der Fahrt zum Flughafen auf mögliche Änderungen oder Stornierungen achten. Für betroffene Reisen zwischen dem 28. Februar und 31. Mai nennt die Airline Umbuchungs- und Erstattungsmöglichkeiten.

Dass wieder mehr Flüge stattfinden, bedeutet daher nicht automatisch Entwarnung für Reisende. Das Auswärtige Amt verweist weiter auf das Risiko einer kurzfristigen Eskalation, mögliche Einschränkungen des Flugverkehrs und eine erhöhte abstrakte Gefahr terroristischer Anschläge.

Was Reisende beachten sollten

Deutsche Staatsangehörige in den Vereinigten Arabischen Emiraten sollen sich nach Empfehlung des Auswärtigen Amts in die Krisenvorsorgeliste eintragen und ihre dort hinterlegten Daten aktuell halten. Zudem empfiehlt das Ministerium, die Hinweise der emiratischen Krisenbehörde NCEMA zu verfolgen, Anweisungen der Behörden zu befolgen und sich regelmäßig über die Medien zu informieren.

Besondere Vorsicht gilt nach Angaben des Auswärtigen Amts an belebten Orten und rund um jüdische oder israelische Einrichtungen. Die Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate haben dort ihre Sicherheitsmaßnahmen erhöht. Demonstrationen und größere Menschenansammlungen sollten weiträumig gemieden werden.

Das Auswärtige Amt weist außerdem darauf hin, dass Fotografieren und Filmen im Zusammenhang mit den militärischen Auseinandersetzungen streng verboten ist. Dazu zählen etwa Aufnahmen von Einschlägen, Bränden, Raketenabschüssen oder Trümmerteilen. Verstöße können strafrechtlich verfolgt werden.