Unwetterwarnungen für Italien
: Starkregen aus Spanien zieht nach Italien - Karte zeigt die betroffenen Gebiete

Heftige Unwetter haben in Spanien schwere Schäden angerichtet und Menschenleben gekostet. Jetzt ziehen die Regengebiete weiter nach Italien.
Von
Daniel Steiger
Rom
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SPAIN-WEATHER-CLIMATE-FLOOD: An excavator removes a flood-damaged car following torrential downpours in Els Poblets, eastern Spain, on October 19, 2026. At least two people have died after heavy rain triggered flooding in eastern Spain, authorities said today, as rescuers worked to evacuate stranded residents and officials urged people in the Valencia region to stay indoors. (Photo by Jose JORDAN / AFP)

Nach den Unwettern in Spanien gibt es jetzt Warnungen für einige Regionen in Italien.

JOSE JORDAN/afp

Im Mittelmeerraum sorgt eine Unwetterfront für Starkregen und Überschwemmungen. In Spanien waren zuletzt innerhalb kürzester Zeit teils Hunderte Liter Regen gefallen. Jetzt ziehen die Unwetter weiter in Richtung Italien. Für einige Regionen gibt es bereits Warnungen.

Unwetterwarnungen für Italien: Welche Gebiete sind betroffen? - mit Karte

Eumetnet, der Dachverband von 26 europäischen Wetterwarndiensten, hat am Montag Warnungen für einige Regionen Italiens veröffentlicht. Auf den Karten des Dienstes ist auch zu sehen, welche Gebiete von den Unwettern betroffen sind. Die höchste Warnstufe gilt demnach für folgende Regionen Italiens:

  • Piemont
  • Ligurien
  • Toskana

In diesen Regionen und auch in benachbarten Gebieten muss am Dienstag, 20. Oktober, mit starkem Regen und auch mit Gewittern gerechnet werden.

Unwetter richten in Spanien schwere Schäden an

Schwere Unwetter haben beliebte Urlaubsregionen an der spanischen Mittelmeerküste unter Wasser gesetzt und mindestens vier Menschenleben gefordert. In den Provinzen Valencia und Alicante wurden zahlreiche Straßen, Häuser und Campingplätze überschwemmt. Einsatzkräfte befreiten Dutzende Menschen, die seit dem frühen Morgen unter anderem auf Dächern, in überfluteten Gebäuden oder in Fahrzeugen festsaßen, wie der TV-Sender RTVE und andere Medien unter Berufung auf die Behörden berichteten. Auch auf den Balearen-Inseln Mallorca und Ibiza gab es Überschwemmungen.

Besonders heikel war die Lage in Oliva. In der Küstengemeinde rund 70 Kilometer südlich der Provinzhauptstadt Valencia wurden heute zwei Leichen geborgen. Die zwei ersten Todesopfer des Sturmtiefs „Adam“ hatte es bereits am Wochenende gegeben. Eine Frau kam in Sagunto in der Provinz Valencia ums Leben, eine weitere Frau starb im katalanischen Cabrera de Mar.

Nach Angaben von Bürgermeisterin Yolanda Pastor wurden in Oliva rund 2.000 Menschen von sieben Campingplätzen evakuiert. „Noch sind viele in ihren Häusern von den Wassermassen eingeschlossen“, einige seien auf die Dächer geflohen, sagte die Bürgermeisterin im TV-Sender Antena 3. Ein Sprecher der Einsatzkräfte versicherte unterdessen, alle Menschen in lebensbedrohlicher Situation seien in Oliva bereits in Sicherheit gebracht worden.

Nach Angaben des Wetterdienstes Aemet wurden in Oliva innerhalb von 24 Stunden mehr als 530 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen, in der Gemeinde Pego in Alicante sogar mehr als 620 Liter. Zum Vergleich: In Hamburg gibt es im langjährigen Durchschnitt knapp 800 Liter Niederschlag pro Jahr und Quadratmeter. (mit Material von dpa)